Worum es geht
In dieser Folge geht es um eine Überlegung, die wir alle kennen – doch selten wirklich durchdenken. Eine Frage, die auf den ersten Blick ganz logisch erscheint, aber vielleicht gar nicht die beste Grundlage für finanzielle Entscheidungen ist. Es geht um Perspektivwechsel, Klarheit und den Weg zu einem besseren Umgang mit Geld – jenseits von reinem Rechnen. Wenn du gerade überlegst, dir etwas zu gönnen oder eine größere Ausgabe planst, ist diese Folge genau das Richtige für dich.
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Transkript
Folge 10 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Kann ich mir X, Y, Z leisten? Im Leben gibt es viele Ausgaben, die wir natürlich nicht so einfach tätigen können oder auch sollten, die wir auf jeden Fall mindestens überdenken sollten und bei denen sinnvollerweise die Frage aufkommt: Kann ich mir das leisten? Und genau um diese Thematik wird sich diese Folge drehen: wie du damit umgehen kannst und worauf du auf jeden Fall achten solltest.
Wenn du dir diese Frage stellst, dann bist du auf jeden Fall an einem Punkt, an dem du dir definitiv sinnvollerweise noch mal ein bisschen Gedanken machen solltest, weil du dir einfach noch nicht klar darüber bist, ob du dir die entsprechende Sache denn überhaupt leisten kannst. Wenn du dir etwas kaufst oder wenn du Geld ausgibst, dann solltest du das aus meiner Sicht immer mit einem guten Gefühl machen können. Aber natürlich nicht nur mit einem reinen guten Gefühl, sondern immer auf einer sinnvollen wirtschaftlichen Entscheidungsgrundlage. Darauf solltest du immer achten. Bevor wir aber damit starten, wie du das Ganze ganz gut für dich bewerten kannst, möchte ich einmal über ein Thema sprechen, das so ein bisschen die Richtung davon verändert. Und zwar möchte ich dich einladen, die Frage ein bisschen anders zu formulieren.
Denn wenn wir zu diesem Thema kommen, sprechen wir häufig über die Frage: Kann ich mir das leisten? Ist das drin? Wäre das möglich? Könnte ich mir X, Y wirklich leisten? Und diese Frage bringt so ein bisschen die meisten Probleme schon mit. Deswegen möchte ich dich einladen, über eine andere Frage zu sprechen, und zwar nicht „Kann ich mir das leisten?“, sondern „Möchte ich mir das leisten?“.
„Kann ich mir das leisten?“ bringt so ein bisschen mit, dass das jemand anderes für dich beantworten könnte. Also du verlagerst die Frage ins Außen. Und „Möchte ich mir das leisten?“ bedeutet: Du musst die Antwort geben, denn kein anderer kann diese Frage für dich beantworten. Der Unterschied ist von der Fragestellung her im ersten Moment vielleicht gar nicht so groß, aber die Antwort wird eine komplett andere sein. Denn wenn du die Frage stellst: Kann ich mir das leisten?, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass es da draußen ganz, ganz viele Menschen gibt, die dir sagen: Ja, klar kannst du dir den tollen Urlaub leisten, natürlich kannst du dir das gewisse Auto leisten. Denn es gibt so, so viele Modelle, in denen du im Grunde Dinge auf Pump kaufst oder auf Kredit. Und in der heutigen Zeit gibt es sehr, sehr viele unterschiedliche Begriffe für Kredite, Nullprozentfinanzierung und Ähnliches, sodass du im Prinzip relativ schnell in so eine Falle tappen kannst, die dir irgendwann auf die Füße fällt.
Und das ist das, was du unbedingt vermeiden solltest: dass du Dinge auf Pump kaufst. Das ist, denke ich, relativ klar. Und die Fragestellung „Kann ich mir das leisten?“ wird mit Sicherheit relativ schnell mit einem Ja beantwortet werden können, oder für viele Dinge mit einem Ja. Denn theoretisch kannst du dir Dinge kaufen. Ob dir das finanziell wirklich guttut, ist eine ganz andere Frage. Und deswegen möchte ich dich einladen: Stell dir in Zukunft nicht die Frage „Kann ich mir das leisten?“, sondern „Möchte ich mir das leisten?“.
Wenn du jetzt mit der Fragestellung „Möchte ich mir das leisten?“ unterwegs bist, dann kommst du relativ schnell an den Punkt, wo du dir wahrscheinlich irgendwelche Bewertungskriterien wünschst. Denn wie willst du sonst entscheiden, ob du dir das leisten möchtest? Du musst irgendwie abwägen können: Ist es sinnvoll für mich, oder macht das vielleicht doch keinen Sinn? Das heißt, du musst in irgendeiner Form dafür sorgen, dass du einen Vorher-nachher-Vergleich herbeiführen kannst. Beispiel: Es geht um die Entscheidung, ein neues Auto anzuschaffen. Irgendwie musst du vergleichen können: Das alte Auto hat vielleicht X, Y, Z gekostet, das neue Auto würde folgende Summe kosten, und das würde für meine Gesamtsituation Folgendes bedeuten.
Denn im Endeffekt geht es immer nur darum, wenn du dir die Frage stellst: Möchte ich mir etwas leisten? – Möchte ich mit den Konsequenzen leben, die das bedeutet? Wenn du in eine deutlich teurere Wohnung ziehst, bedeutet das ja einfach nur, dass der Spielraum für andere Dinge, vielleicht für den Urlaub oder für ein Auto oder für irgendwelche Hobbys, einfach nur kleiner wird, wenn du in einem gewissen Rahmen bleibst. Und dafür brauchst du ganz klare Kriterien, und dafür musst du deine finanzielle Situation kennen und deinen finanziellen Spielraum kennen.
Das klingt unter Umständen für dich sehr theoretisch. Deswegen möchte ich noch mal darauf eingehen: Was heißt es in der Praxis wirklich? Wie findet man denn seinen persönlichen Spielraum heraus? Wie kann man das konkret machen, dass man da auch Bewertungskriterien reinbekommt? Also was du natürlich bei jeder Anschaffung, die du überlegst, wissen musst: Was wären das konkret für Kosten, die auf dich zukommen?
Das ist, denke ich, relativ logisch und wahrscheinlich auch relativ einfach herausfindbar. Und auf der anderen Seite brauchst du etwas, wo du siehst, welchen Spielraum du denn hast, wie deine aktuelle Situation wirklich aussieht. Und da rate ich dir sehr, sehr stark, daran zu arbeiten beziehungsweise das immer parat zu haben, und zwar eine Liste deiner Ausgaben mit Höhe, auf den Monat gerechnet.
Das heißt also, du musst wissen: Wie viel Geld gibst du im Monat eigentlich überhaupt aus, und wie viel Spielraum bleibt noch für andere Anschaffungen? Damit du eine klare Grundlage hast, auf der du entscheiden kannst, was du dir überhaupt leisten kannst. Und wenn du das nicht hast, wenn du nicht einen glasklaren Überblick hast, was du denn an Ausgaben hast, wie viel Spielraum da überhaupt ist, wirst du immer im Zweifel darüber sein, ob eine Ausgabe überhaupt sinnvoll ist, ob die Ausgabe überhaupt drin ist für dich. Sobald du aber diesen Überblick ganz klar hast, kannst du die Entscheidung relativ schnell treffen. Und dann ist es nur noch wichtig, dass du ehrlich zu dir bist, dass du schaust: Kann ich mir das wirklich leisten? Passt es hier in mein Budget rein, passt es in meinen finanziellen Spielraum rein oder einfach nicht? Und dann kannst du dir die Frage klar beantworten.
Wenn du dir die Frage stellst, ob du dir X, Y, Z leisten kannst, dann rate ich dir sehr stark, noch mal ganz genau hinzugucken. Denn die Frage allein bringt schon mit, dass du darüber Zweifel hast. Und im Zweifel solltest du niemals eine Entscheidung für einen Kauf treffen, sondern du solltest dir immer sicher sein, dass etwas für dich drin ist. Ansonsten wirst du finanziell immer ins Stolpern geraten. Und gerade die Frage „Kann ich mir etwas leisten?“ ist in dem Kontext ein bisschen gefährlich. Denn da draußen gibt es ganz, ganz viele Menschen, die davon profitieren, dass du dir im Endeffekt vielleicht Dinge leisten möchtest, die gerade den Rahmen sprengen, und die dir ganz bereitwillig einen Kredit zur Verfügung stellen und dich dementsprechend in eine finanzielle Dysbalance bringen.
Deswegen rate ich dir sehr stark davon ab, die Frage „Kann ich mir das leisten? Ist das irgendwie möglich?“ zu stellen, sondern dahin zu gehen und zu sagen: Möchte ich mir das leisten? Und dann deine eigenen Kriterien darauf zu entwickeln. Und dafür brauchst du definitiv einen glasklaren Überblick über deine Finanzen, das heißt über deine monatlichen Ausgaben. Und dann kannst du klar entscheiden: Ist das, was du dir da eventuell anschaffen möchtest, überhaupt drin oder halt auch nicht?
Wenn du dir diesen Überblick wünschst und den Herangehensweise noch, dann kann ich dir meine App OnePeek empfehlen. Da wird dir geholfen, dir den Überblick zu verschaffen. Wenn du dranbleibst, wirst du ihn nie wieder verlieren. So gesehen auch deine Klarheit darüber, was du dir leisten kannst oder was für dich gesund wäre an Ausgaben, um das damit klar einschätzen zu können. Das war meine Herangehensweise an das Thema „Kannst du dir etwas leisten?“ und meine Empfehlung dazu. Und ich bedanke mich fürs Zuhören und wünsche dir viel Erfolg dabei.
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