GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 11 · 24. APRIL 2025 · 9 MIN

Was sind deine Geldfresser?

Worum es geht

In dieser Folge sprechen wir über einen Bereich deiner Finanzen, der oft übersehen wird – und dabei umso größeren Einfluss auf deinen Geldbeutel hat. Es geht um verborgene Muster, unbewusste Entscheidungen und das, was deinem Kontostand regelmäßig zusetzt, ohne dass du es wirklich bemerkst. Wenn du wissen willst, wie du mehr Klarheit über deine Ausgaben bekommst und welche Denkweise dabei den Unterschied macht, dann ist diese Folge genau das Richtige für dich.

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Transkript

Folge 11 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Was sind eigentlich deine Geldfresser? Wo geht eigentlich dein Geld verloren? Jeder hat sie, die Ausgaben, die irgendwie unnötig sind und dafür sorgen, dass dein Kontostand unnötig schrumpft. Das tut verdammt weh. Wenn wir diese nicht kennen, wenn wir nicht hingucken und wenn du diese nicht im Griff hast, verlierst du extrem viel finanzielles Potenzial. Also: Was sind eigentlich wirklich Geldfresser beziehungsweise was sind deine Geldfresser? Wie findest du das? Darum soll es in dieser Folge gehen.

Bevor wir uns anschauen, wie du deine Geldfresser herausfindest, möchte ich ein bisschen weiter ausholen und einmal über den Begriff Geldfresser an sich beziehungsweise die Definition von dem Begriff Geldfresser sprechen. Denn in meiner Wahrnehmung wird der Begriff Geldfresser umgangssprachlich häufig falsch verwendet beziehungsweise so verwendet, dass es im Endeffekt schwierig wird, damit zu arbeiten. Denn ganz, ganz häufig hört man: Dein Auto ist ein Geldfresser, oder die Wohnung ist ein Geldfresser, oder teure Hobbys sind ein Geldfresser. Und ich möchte da mal ein bisschen mit aufräumen beziehungsweise einmal ein bisschen weiter ausholen, was ich wirklich für deine Geldfresser halte. Und ich glaube, wenn du das differenzierst, dann wirst du relativ schnell erkennen können, was deine Geldfresser sind, und klarer entscheiden, was zu tun ist, um deine Finanzen da ein bisschen zu optimieren beziehungsweise deine Geldfresser auszulöschen.

Die erste Kategorie, die häufig als Geldfresser genannt wird, sind zum Beispiel Autos. Eigentlich teure Dinge des alltäglichen Gebrauchs, die schnell als Geldfresser differenziert werden, aber aus meiner Sicht nicht unbedingt Geldfresser sein müssen. Denn meistens sind das nämlich Dinge, die du einfach brauchst. Wenn du ein Auto brauchst, um zur Arbeit zu kommen, dann ist das Auto aus meiner Sicht für dich grundsätzlich kein Geldfresser, sondern hat einen hohen Wert, einen hohen Stellenwert. Du brauchst dein Auto, und dementsprechend ist aus meiner Sicht, nach meiner Definition, dein Auto dann nicht per se ein Geldfresser. Natürlich kann es sein, dass das Auto für dich zu teuer ist. Das ist eine andere Frage. Aber grundsätzlich ist der Kostenfaktor Auto aus meiner Sicht kein Geldfresser, wenn du das Auto wirklich brauchst.

Die zweite Kategorie, die häufig als Geldfresser gesehen wird, sind Dinge, die du dir leistest und gönnst, die du vielleicht nicht unbedingt brauchst, die dir aber viel bedeuten. Wie zum Beispiel ein teures Hobby oder ein Tier, das viel Geld kostet. Das sind alles Dinge, die häufig schnell als Geldfresser gesehen werden, aber aus meiner Sicht, in meiner Definition, keine Geldfresser sind, denn du möchtest höchstwahrscheinlich nicht darauf verzichten.

Ich habe es häufig erlebt, dass Menschen zu mir kommen, und ich habe dann gefragt: Was glaubst du, müsstest du verändern? Die Menschen haben mir ihre Geldfresser genannt, und ich habe direkt im ersten Moment gewusst: Das sind nicht deine Geldfresser beziehungsweise das sind nicht die Dinge, die wir verändern sollten. Denn wenn wir das verändern würden, würdest du dein Leben auf den Kopf stellen müssen, und das willst du garantiert nicht. Dementsprechend wird es auch nicht langfristig funktionieren für dein Leben, für deine Finanzen, dort anzusetzen und zu streichen und zu sagen: Meine Geldfresser sind meinetwegen mein Auto, ich verzichte jetzt aufs Auto – und kann dann nicht mehr zur Arbeit fahren. Es macht keinen Sinn. Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, das Auto in so einem Fall als Geldfresser zu bezeichnen.

Was aber Geldfresser sind, und das ist die entscheidende Definition, die ich hier mitgeben möchte, sind Dinge, die dir wahrscheinlich gerade nicht so bewusst sind, sonst wären sie nicht. Das sind Dinge, auf die du, ohne mit der Wimper zu zucken, verzichten könntest, die du aber trotzdem irgendwo in deiner Ausgabenliste hast. Die haben wir meistens alle. Wenn wir nicht genau hingucken, haben wir sie definitiv. Je mehr Geld wir zur Verfügung haben, desto mehr Geldfresser tauchen da in der Regel auch auf. Dementsprechend definiere ich den Begriff Geldfresser, und das, worauf wir uns konzentrieren sollten, als Dinge, auf die du, ohne drüber nachzudenken, sofort verzichten könntest und sogar willst, weil du merkst: Okay, das tut eigentlich weh, dass das Geld ja im Endeffekt weg ist. Deswegen ist es so wichtig, diese Definition einmal klar zu haben, damit du genau weißt: Okay, worauf konzentrieren wir uns überhaupt, worauf solltest du gucken? Und ja, das sind Geldfresser aus meiner Sicht, und die sollten wir aufdecken.

So, und jetzt schauen wir uns mal an, wie du herausfindest, was eigentlich deine Geldfresser sind. Ich denke, nach der Definition könntest du schon eine Idee haben, wie wir das am besten hinkriegen. Du brauchst natürlich eine Art Haushaltsbuch. Du brauchst eine ganz klare Ausgabenliste, um herauszufinden, was deine Geldfresser sind. Da würde ich dir ganz stark raten, nicht einfach nur mal eine kurze Aktion daraus zu machen und einmal schnell ein paar Ausgabenlisten aufzuschreiben, sondern dir wirklich Zeit zu nehmen und dir auch den Raum und die Zeit zu geben, eine vollständige Liste zu erstellen beziehungsweise sie auch permanent zu pflegen. Das ist mein wichtigster Tipp an der Stelle: dass du permanent im Bilde bist, wo eigentlich dein Geld hingeht. Und wenn du schwarz auf weiß siehst: Okay, alles klar, da und da gebe ich Geld aus, dann hast du auch immer parat, wo Geldfresser sind, und dann hast du das Heft in der Hand, um zu entscheiden: Okay, möchte ich weiterhin Geld in …

Ich kann dir garantieren: Wenn du diese Liste einmal sauber vor dir hast, willst du A nie wieder diesen Überblick verlieren, und B wirst du relativ klar sehen können: Das sind Geldfresser, da kann ich Geld einsparen, da geht ansonsten Geld verloren. Wenn du diesen Überblick nicht hast, wirst du es schwer haben, deine Geldfresser auch aufzudecken. Ganz einfach, weil das meistens Dinge sind, die einem gar nicht so wirklich bewusst sind und die erst dann auftauchen, wenn man sich da mal ein bisschen mit beschäftigt hat. Genau. Wenn du jetzt starten und loslegen möchtest mit deiner Ausgabenliste, dann möchte ich dir die App OnePeek empfehlen. Die nimmt dich dabei an die Hand, genau so eine, wie ich es nenne, Monatsbilanz zu erstellen, sodass du glasklar sehen kannst: Okay, das sind meine Ausgaben, und hier sind meine Geldfresser.

Kurz noch einmal zusammengefasst zum Thema Geldfresser. Ganz, ganz wichtig ist aus meiner Sicht zu verstehen: Was sind überhaupt Geldfresser? Geldfresser sind nämlich nicht unbedingt Dinge, die viel Geld kosten, also das, was umgangssprachlich als Geldfresser bezeichnet wird, sondern Geldfresser sind immer nur die Dinge, auf die du sofort verzichten möchtest, weil sie in deinen Augen, aus deiner Sicht einfach rausgeschmissenes Geld sind. Und das ist etwas, was sehr individuell ist. Das kannst du dir selber beantworten, wenn du dir deine Ausgabenliste anschaust. Wenn du dir deine Monatsbilanz anschaust und erkennst: Das sind Dinge, dafür möchte ich in Zukunft kein Geld mehr ausgeben, dann sind das definitiv die Geldfresser. Und dann sind das die Dinge, wo du ansetzen solltest, die du sofort von deiner Ausgabenliste streichen solltest, und du solltest dafür sorgen, dass das Geld lieber bei dir bleibt.

Das war es von meiner Seite zum Thema Geldfresser. Wenn du dazu Fragen hast, dann schreib mir gerne. Lass es mich wissen. Ich freue mich, dass du zugehört hast, und wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung.

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