Worum es geht
Unregelmäßiges Einkommen – ein Thema, das viele betrifft, aber nur wenige wirklich im Griff haben. In dieser Folge sprechen wir über genau diese finanzielle Herausforderung und warum es so entscheidend ist, hier Klarheit und Struktur zu schaffen. Du erfährst, wie du wieder die Kontrolle über deine Finanzen gewinnst, wenn auf deinem Konto ständig Bewegung herrscht. Diese Episode ist für alle, die nicht jeden Monat mit dem gleichen Betrag planen können – und trotzdem finanzielle Ruhe und Sicherheit anstreben.
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Transkript
Folge 21 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Eine sehr interessante Frage, die immer mal wieder in der Community auftaucht, ist: Was trage ich eigentlich bei OnePeek zum Thema Einkommen ein, wenn mein Einkommen, meine Einnahmen schwankend sind? Das heißt also, wenn ich nicht ein konstant festes Gehalt habe. Und das haben natürlich auch ganz, ganz viele Menschen da draußen, denn jeder Selbstständige kennt das, dass nicht jeder Monat gleich läuft und nicht jeden Monat die Auftragslage die gleiche ist. Mal schreibt man mehr Rechnungen, mal weniger, dann hat man vielleicht auch mal Urlaub dazwischen. Schwankende Einnahmen sind etwas ganz Normales, und auch nicht nur für Selbstständige, sondern auch in vielen Angestelltenverhältnissen kommt es dazu, dass du nicht immer dasselbe Gehalt ausbezahlt bekommst.
Und ja, das gehört einfach zum Geschäft dazu, bringt aber natürlich für deine Finanzen, gerade im privaten Bereich, wenn du da Ordnung und Struktur halten willst, einige Herausforderungen mit sich. Und ja, das Thema ist auch so ein bisschen angelehnt an das Thema von letzter Woche, das sich auf das Thema Ausgaben bezog: dass deine Ausgaben sehr, sehr schwankend sein können. Aber das Ganze gibt es natürlich auch bei den Einnahmen. Ja, darum soll es in dieser Folge gehen. Wie gehe ich am besten damit um? Was ist eigentlich die ganz große Herausforderung dabei?
Dein großes Ziel ist es natürlich, wenn du mit deinen Finanzen entspannt aufgestellt sein willst, erst mal Ruhe reinzubekommen und die Kontrolle über deine Finanzen zu gewinnen. Und wenn dort viel Bewegung drin ist, dann ist es sehr, sehr schwer, die Kontrolle reinzubekommen. Und natürlich ist es so, dass es, wenn dort sehr starke Schwankungen bei deinen Einnahmen sind, fast unmöglich wird, dass du ganz entspannt deine Finanzen im Blick behältst. Ganz einfach, weil du nie so richtig planen kannst. Du weißt nie so richtig, wo du stehst und welches Geld du einplanen kannst, und es wird dir sehr, sehr schwerfallen, dort den Überblick zu behalten. Keine Chance auf Planung bedeutet auch: Es entsteht keine Konstanz und keine Ruhe, was dazu führt, dass das Chaos ja eigentlich schon vorprogrammiert ist. Und das, was wir gerade an OnePeek machen, diese Monatsbilanz zu erzeugen, ist eigentlich deine wichtigste Orientierung. Und wenn die im Prinzip von Monat zu Monat anders aussieht, dann wird es schwer. Und dann bist du eher in so einer Situation, wo du, ich nenne es mal, von der Hand in den Mund lebst. Und das ist definitiv keine gute Entscheidung.
Was kannst du also tun? Was rate ich dir, wenn du in der Situation bist, dass dein Einkommen doch am Schwanken ist, wenn das nicht jeden Monat die gleiche Summe ist, beziehungsweise wenn du eigentlich in so einer Situation mindestens wie ein Selbstständiger bist, wenn du nicht sogar selbstständig unterwegs bist und deswegen Schwankungen hast? Meine ganz klare Empfehlung ist immer, eine glasklare Trennung herzustellen zwischen deinem schwankenden Einkommen und deinem privaten Finanzhaushalt. Auch wenn du vielleicht nur ein kleines Geschäft hast oder wenn das so ein bisschen nebenher läuft, würde ich dir sehr, sehr, sehr stark dazu raten, da eine klare Trennung herzustellen. Und dich im Endeffekt dann so ein bisschen als dein eigener Angestellter von deinem kleinen Geschäft, von deinem Business zu sehen und dir ein festes Gehalt zu zahlen. Ganz einfach, damit du wirklich eine klare Konstanz in deiner privaten Haushaltung hast, damit du damit fest planen kannst und immer weißt, wie viel Geld du eigentlich zur Verfügung hast.
Wie genau sieht das aus? Ich würde dir dazu raten, wenn du in der Situation bist, dass du ein schwankendes Einkommen hast, dass du einfach mit unterschiedlichen Konten arbeitest. Das heißt, du hast ein Konto, wo du deine täglichen Ausgaben drüber managst, wo du im Prinzip dein Leben mitgestaltest, aber auch noch ein zweites Konto, wo du im Endeffekt diese ganzen geschäftlichen Tätigkeiten drüber managst. Auch wenn du dort nur wenige Geldeingänge hast, würde ich sagen: Trenn das auf jeden Fall, damit du hinterher zu dem Modell kommst, dass du dir selber jeden Monat eine feste Summe auf dein privates Konto bezahlen kannst. Damit du ganz klar weißt: So viel Geld habe ich jeden Monat zur Verfügung.
Jetzt wirst du dich wahrscheinlich gefragt haben: Okay, selber Gehalt zahlen – vielleicht geht es dir ein bisschen schnell. Was heißt denn das? Wie mache ich das überhaupt? Wie viel zahle ich mir dann, wenn ich das Ganze jetzt getrennt habe und ein Konto habe, über das ich meine Selbstständigkeit manage, im Prinzip ein Geschäftskonto? Und wie viel Geld soll ich mir denn eigentlich überweisen? Was ist da eine angemessene Summe? Wie gehe ich damit um? Da gibt es natürlich unterschiedliche Wege. Aus meiner Sicht solltest du dir da mal ein bisschen Gedanken darüber machen, was da eine sinnvolle Summe für dich ist. Erst mal musst du natürlich schauen: Wie viel Geld brauchst du, um damit gut auszukommen? Ich würde dir auch raten, dir da nicht zu viel aus deinem geschäftlichen Vermögen sozusagen rauszunehmen. Aber ein guter Orientierungspunkt ist immer so ein bisschen dein Durchschnittseinkommen.
Weil wenn du schwankende Einnahmen hast, dann läuft logischerweise der ein oder andere Monat mal ein bisschen besser. Dann hast du ein bisschen mehr zur Verfügung. Wenn du jetzt in dem alten Modell bleibst und das gesamte Geld auf deinem Konto landet, dann bist du eher in der Situation, dass du dieses Geld dann auch ausgibst und im nächsten Monat, wenn das Geld ein bisschen enger wird, einfach viel weniger zur Verfügung hast. Und das ist natürlich das, was du vermeiden willst. Deswegen würde ich dir dazu raten, dass du da mal schaust: Was ist denn eigentlich ein gutes Durchschnittseinkommen davon? Vielleicht schaust du mal ein Jahr zurück, zwölf Monate oder so was, und schaust mal, was da im Durchschnitt sozusagen eine Summe war, mit der du gut rechnen kannst.
Ich würde mal dazu tendieren, auch noch einen Puffer mit einzurechnen. Das heißt also, dass du im besten Fall auch auf deinem geschäftlichen Konto so einen kleinen Puffer entwickelst, der vielleicht jeden Monat so ein bisschen wächst, damit du eigentlich weißt: Okay, ich kann mir auch die nächsten Monate mein Gehalt entspannt zahlen. Ich bin nicht davon abhängig, dass im nächsten Monat auch die entsprechenden Rechnungen reinkommen, dass vielleicht auch Kunden direkt zahlen. Im allerbesten Fall hast du einen kleinen geschäftlichen Puffer. Das Geld, das dann da liegt, ist ja sozusagen deins, das bleibt ja deins. Du könntest dir auch jederzeit eine Gehaltserhöhung verpassen, wenn das nötig ist. Aber das Wichtigste ist erst mal, diese klare Trennung zu haben. Und eine gute Orientierung ist dann, wenn du sagst: Ich zahle mir ab jetzt selbst ein Gehalt – dann ist das Durchschnittseinkommen dort aus meiner Sicht ein guter Orientierungspunkt.
Noch einmal zusammengefasst: Schwankende Einnahmen sind etwas ganz Normales. Es betrifft sehr, sehr viele Menschen, sehr, sehr viele Selbstständige kennen das. Das ist so weit auch kein Problem. Es ist nur eine riesengroße Herausforderung für deine Planung. Und deswegen rate ich dir sehr, sehr stark: Wenn du Ruhe in deinen privaten Finanzen haben willst, was du haben willst, wenn du dort finanziell gut aufgestellt sein willst, wenn du dort auch lernen willst, wie du besser mit deinem Geld auskommst, dann brauchst du auf jeden Fall Ruhe in deinen Finanzen. Und das bekommst du sehr, sehr einfach hin, indem du dort eine klare Trennung zwischen deinen geschäftlichen und deinen privaten Finanzen herstellst, dir dort jeden Monat eine feste Summe vom Geschäftskonto auf das private Konto überweist und dir so im Prinzip eigentlich selbst ein Gehalt verpasst, mit dem du planen kannst. Und was sozusagen dieses Chaos, das aktuell vielleicht da ist, wenn du das Ganze nicht so lebst, einfach relativ schnell daraus bekommst. Das erleichtert deine Planung ungemein. Und ja, ich hoffe, das hat dir geholfen. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich gerne bei mir. Beste Grüße und vielen Dank fürs Zuhören.
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