GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 22 · 10. JULI 2025 · 8 MIN

Team Aufräumen vs. Team Ordnung halten

Worum es geht

Gehörst du eher zum Team „aufräumen“ oder zum Team „Ordnung halten“? In dieser Episode werfen wir einen überraschenden Blick auf eine Alltagsfrage, die mehr mit deinen Finanzen zu tun hat, als du vielleicht denkst. Du erfährst, warum es sich lohnt, dein eigenes Verhalten zu hinterfragen – und was das mit deinem Geld zu tun hat. Diese Folge gibt dir neue Denkanstöße und lädt dazu ein, deine finanzielle Herangehensweise neu zu betrachten. Hör rein und finde heraus, was das mit dir zu tun hat!

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Transkript

Folge 22 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Gehörst du eher zum Team Aufräumen oder zum Team Ordnung halten? Was meine ich damit? Also, mir ist aufgefallen, dass Menschen logischerweise unterschiedlich ticken und viele Menschen dazu neigen, von Zeit zu Zeit Dinge wieder aufzuräumen, wieder in Ordnung zu bringen, und dass es auf der anderen Seite Menschen gibt, die lieber direkt Ordnung halten. Ob das im Haushalt ist, wo es darum geht, irgendwelche Sachen einfach liegen zu lassen und später aufzuräumen oder auf der anderen Seite die Sachen direkt wieder an den richtigen Ort zu legen, oder auch in anderen Bereichen im Leben. Genau diese zwei Varianten gibt es: aufräumen oder direkt Ordnung halten. Vielleicht kannst du ja mal selber überlegen: Zu welchem Team gehörst du? Was machst du lieber? Wie gehst du an Dinge ran? Wir Menschen ticken halt unterschiedlich.

Genau. Was aber hat das mit deinen Finanzen zu tun? Und vor allem: Wie kannst du durch diesen Gedanken finanziell erfolgreicher werden? Wie kannst du diesen Gedanken für dich nutzen, für deine Finanzen nutzen, wenn du mal bewusst damit umgehst und dir Gedanken darüber machst, zu welchem Team du in Zukunft gehören willst, auf das Thema Finanzen bezogen?

Was hat das Thema mit deinen Finanzen zu tun? Ich habe es sehr, sehr häufig erlebt und sehr, sehr häufig auch schon berichtet bekommen von Menschen, die extrem viel Aufwand betreiben, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Das bedeutet, wieder alles zu sortieren, sich regelmäßig hinzusetzen und, ja, irgendwo eine Ordnung zu schaffen, die vorher nicht mehr da war beziehungsweise die im Alltag wahrscheinlich einfach verloren gegangen ist. Und das habe ich sehr, sehr häufig gesehen, dass es dann zu einer riesengroßen Aktion kommt, wo mir teilweise berichtet wurde: Da sitzt jemand den ganzen Sonntag oder den halben Sonntag und versucht, irgendwo Struktur und Ordnung in die Familienfinanzen zu bringen. Ich habe riesengroße Excel-Tabellen gesehen, die dort aufgebaut worden sind, um halt die Kontrolle zu gewinnen. Das hat diese Personen natürlich häufig sehr, sehr viel Energie gekostet und Nerven, und natürlich auch Streit und Reibereien in Partnerschaften.

Und ja, wenn du immer wieder in solche Situationen reinkommst, wo du dich wirklich hinsetzt und sagst: Jetzt muss ich mal wieder hingucken und sortieren, wo eigentlich das Geld geblieben ist – weil du bisher noch nicht die Struktur oder die Gewohnheit aufgebaut hast, das in Ordnung zu halten –, dann gehörst du definitiv zum Team Aufräumen. Oder auch, wenn du immer wieder Diskussionen mit deinem Partner oder deiner Partnerin darüber hast, weil ihr euch immer wieder hinsetzen müsst, um dort Struktur und Ordnung reinzubringen. Das heißt also, hinterher wieder aufzuräumen. Dann gehört ihr definitiv zum Team Aufräumen. Und das ist das, worauf ich in dieser Folge eingehen möchte: welche Vorteile es hat beziehungsweise wie du es besser angehen kannst und warum es sinnvoll ist, das Thema anders anzugehen.

Wenn du grundsätzlich dazu neigst, Dinge eher hinterher aufzuräumen, das heißt also, erst mal liegen zu lassen und später dann aufzuräumen, ist das aus meiner Sicht in vielen Bereichen gar nicht so ein großes Problem. Das darfst du natürlich so weitermachen, wie du möchtest. Jeder sollte das für sich so leben, wie es für ihn passt. Beim Thema Finanzen bin ich allerdings anderer Meinung und würde dir das definitiv anders empfehlen. Denn da rate ich dir sehr stark: Gewöhn dir unbedingt an, Ordnung zu halten. Und zwar aus zwei Gründen beziehungsweise wegen zwei entscheidender Vorteile würde ich dir sehr, sehr stark dazu raten.

Zum einen, der erste Grund: Ich habe es immer wieder erlebt, dass gerade diese Aufräumaktionen nicht zu dem Ergebnis führen, das man sich eigentlich wünscht. Du bekommst dann zwar einen einmaligen Überblick, wie die Situation gerade aktuell aussieht. Du kriegst es vielleicht auch gut hin, zu schauen, wo vielleicht auch große Fehler sind, die du mit deinen Finanzen gemacht hast. Aber mit der richtigen Herangehensweise, wenn du es wirklich schaffst, Ordnung zu halten, wirst du meiner Erfahrung nach viel, viel mehr lernen, viel besser verstehen und, ich nenne es immer, beiläufig lernen, wie du besser mit deinem Geld auskommst. Wenn du aber, ich nenne es mal extrem gesagt, immer nur hinterherputzt, wirst du es sehr, sehr schwer haben, in eine Aufwärtsspirale zu kommen, was deine Finanzen angeht, weil das meistens eher halt beiläufig passiert.

Und der zweite Grund, warum ich dir sehr, sehr stark rate, ins Team Ordnung halten zu wechseln, ist, weil es tatsächlich viel, viel weniger Aufwand ist, Ordnung zu halten, als hinterher immer wieder aufräumen zu müssen. Und der Energieaufwand ist viel, viel geringer, wenn du es natürlich richtig machst, wenn du die richtigen Gewohnheiten aufgebaut hast. Und dann sind es im Endeffekt eigentlich kleine Handlungen, die dazu führen, dass du einen klaren Überblick über deine Finanzen hast. Es geht ja nicht darum, jeden Cent ganz genau umzudrehen. Aber wenn du verstanden hast, wie du die Gesamtzusammenhänge im Blick behältst, dann ist es viel, viel weniger Aufwand, Ordnung zu halten, als sich immer wieder hinzusetzen und seine Finanzen von Neuem in Ordnung zu bringen.

Daher ist meine ganz klare Empfehlung: Lass deine Finanzen nicht aus dem Blick und such dir ein System, mit dem es dir leichtfällt, mit dem es dir im besten Fall sogar Spaß macht, deine Finanzen im Blick zu behalten. Und dann wirst du es auch erleben, dass du in so eine Aufwärtsspirale reinkommst und deine Finanzen eigentlich immer besser und besser im Griff hast. Und das ist es, worauf du dich aus meiner Sicht konzentrieren solltest.

Noch einmal kurz zusammengefasst: Es gibt unterschiedliche Typen, Menschen ticken unterschiedlich. Es gibt den Typ, der lieber hinterher aufräumt, der auch mal Chaos zulässt. Und dann gibt es den Typ, der lieber halt Ordnung hält und gar kein Chaos zulässt. Das ist in unterschiedlichen Lebensbereichen aus meiner Sicht natürlich auch unterschiedlich wichtig. Aber beim Thema Finanzen ist es super wichtig, Ordnung zu halten, denn das nimmt dir sehr, sehr viel Stress. Du wirst definitiv mehr Erkenntnisse gewinnen, wenn du permanent Ordnung in deinen Finanzen hast, und auf jeden Fall weniger Aufwand haben, wenn du einmal ein vernünftiges System gefunden hast, mit dem du deine Finanzen fest im Griff hast.

Vielleicht ist so ein bisschen der Gedanke: Okay, da muss ich jetzt aber was tun. Ich bin eh zu faul. Ich kenne das selber auch. Ich bin, wenn ich überlege, von Natur aus auch ein sehr, sehr fauler Mensch, ein sehr, sehr bequemer Mensch und könnte mir vorstellen: Okay, ich lasse Dinge einfach erst mal laufen, und dann gucke ich mal hinterher, wie ich das wieder sortiert bekomme. Das ist natürlich verlockend. Aber ich kann dir eine Sache sagen: Wer richtig faul ist und keine Lust hat aufzuräumen, der sollte Ordnung halten. In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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