GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 3 · 27. FEBRUAR 2025 · 9 MIN

Warum bleibt am Ende des Monats kein Geld übrig?

Worum es geht

Kennst du das? Der Monat neigt sich dem Ende zu, aber auf dem Konto ist wieder einmal kaum etwas übrig. Woran liegt das eigentlich? Viele glauben, sie verdienen einfach zu wenig – doch in den meisten Fällen steckt ein ganz anderes Phänomen dahinter: das Gesetz der Verschwendung.

In dieser Folge von GELD VERSTEHEN erkläre ich, warum unser Ausgabeverhalten sich automatisch an unser Einkommen anpasst und wie du diese unbewusste Falle durchbrechen kannst. Außerdem erfährst du, welche einfache Strategie dir hilft, dein Geld gezielter einzusetzen und endlich finanziellen Spielraum zu gewinnen.

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Transkript

Folge 3 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Warum bleibt so oft am Ende des Monats kein Geld über? Darum wird es in dieser Folge gehen. Kurzer Spoiler vorweg: Natürlich gibst du das Geld aus. Das ist eigentlich der Grund. Das weißt du, aber darum wird es nicht gehen, sondern warum das so ist und welches Phänomen dahintersteckt und wie du dieses bändigen kannst.

Wenn am Ende des Monats mal wieder zu wenig übrig geblieben ist, dann kann man schnell denken: Eigentlich brauche ich mehr Geld, ich verdiene zu wenig. Ja, das kann vielleicht so sein, aber meistens ist es tatsächlich ein ganz anderer Punkt. Denn ich erlebe hauptsächlich Menschen, die eigentlich genug verdienen, teilweise wirklich sehr, sehr gut verdienen, und ja, trotzdem bleibt nichts übrig. Das heißt: Wenn am Ende des Monats nichts übrig bleibt, ist meistens nicht das geringe Einkommen schuld und mehr Geld dann auch nicht die Lösung. Denn die Themen, die du mit kleinen Summen hast – wenn du es mit kleinen Summen nicht schaffst, Geld übrig zu behalten, dann wirst du das auch mit großen Summen so haben. Und du weißt es selbst: Natürlich ist das Thema, dass du das Geld ausgibst beziehungsweise dass du zu viel Geld ausgibst. Warum das so ist und was du dagegen tun kannst, darauf möchte ich in dieser Folge genauer eingehen.

Ja, warum ist das eigentlich so? Warum ist am Ende des Monats meistens kein Geld übrig? Es gibt dafür ein Phänomen, das kannst du sogar bei Wikipedia nachlesen. Das heißt das Gesetz der Verschwendung. Und das besagt: Deine Ausgaben steigen immer bis an den Rand deines Einkommens. Und das passiert komplett automatisch. Das heißt, du verdienst eine gewisse Summe Geld oder hast eine gewisse Summe Geld zur Verfügung, und automatisch richtet sich dein Ausgabeverhalten daran. Das heißt, das Geld, was du bekommst, oder das Geld, was du monatlich zur Verfügung hast, ist im Endeffekt fast wie automatisch am Ende des Monats weg. Das ist der Grund, warum dein Konto am Ende des Monats immer leer ist. Du kennst das Phänomen vielleicht aus einem anderen Bereich. Auch da gibt es dieses Gesetz, aus dem Bereich Zeit: Je mehr Zeit du für eine Aufgabe hast, desto mehr Zeit nimmst du dir auch. Und das ist beim Thema Geld genauso.

Und bevor wir uns jetzt anschauen, was du tun kannst, um das zu vermeiden, möchte ich noch mal ein bisschen genauer darauf eingehen, was das eigentlich bedeutet, wie das passiert. Weil ich glaube, es ist super wichtig zu verstehen, was da eigentlich wirklich passiert. Denn wie gesagt, dein Ausgabeverhalten ist sehr, sehr stark unbewusst, und erst wenn du siehst, was du da eigentlich tust, kannst du es wirklich ändern.

Also, wie äußert sich dieses Gesetz der Verschwendung im Alltag? Die Situation ist die: Du hast vielleicht ein bisschen mehr Geld zur Verfügung. Jeder kennt das. Vielleicht verändert sich die Lebenssituation ein bisschen. Was passiert? Das Geld sitzt ein bisschen lockerer, und du fängst an, dort auch ein bisschen lockerer mit umzugehen. Das kann einfach sein, dass du im Supermarkt in ein anderes Fach greifst, wo die Preise ein bisschen höher sind. Das kann sein, dass du jedes Mal vielleicht ein, zwei Sachen mehr kaufst, als du vielleicht eigentlich benötigst. Das kann bedeuten, dass du vielleicht ein bisschen öfter mal Kleidung shoppen gehst oder mehr oder teurer, vielleicht ein paar Schuhe mehr im Monat oder eine Hose. Vielleicht fährst du plötzlich ein anderes Auto, gehst öfter mal auswärts essen, bestellst dir ein bisschen mehr dazu, kaufst vielleicht für dein Haustier ein teureres Futter, gehst ein bisschen ungeplanter mit dem Thema Einkaufen um, weil der Spielraum ein anderer ist, kaufst dir hier und da mal ein technisches Gadget mehr.

Das heißt also, was automatisch passiert: dass du an allen Fronten so ein bisschen lockerer mit deinem Geld umgehst, was völlig normal ist, also völlig automatisch. Und dadurch, dass du das tust und das an allen Fronten tust, greift das Gesetz der Verschwendung, und du bist im Endeffekt in so einer Schleife oder Abwärtsspirale, was das Thema angeht.

So, was können wir jetzt dagegen tun? Vielleicht kennst du schon einen Ansatz oder hast schon eine Lösung, die sehr, sehr gängig ist, auf die ich auch setze beziehungsweise die ich dir auch sehr stark empfehlen kann. Das ist die Methode Pay Yourself First. Das heißt also: Wenn du Geld zur Seite legen möchtest, dann tu das immer am Monatsanfang von dem, was du zur Verfügung hast. Legst einen Teil zur Seite, und schon kannst du dieses Geld nicht mehr ausgeben, und im Endeffekt beschützt du damit ja schon deine Reserven sozusagen davor, dass sie dem Gesetz der Verschwendung zum Opfer fallen. Finde ich eine super Idee, empfehle ich absolut auch, möchte ich auch gerne in weiteren Folgen noch mal darauf eingehen. Aber mir geht es hier an der Stelle erst mal um einen ganz anderen Punkt.

Denn das größte Problem ist, dass dein Ausgabeverhalten größtenteils unbewusst ist. Und zwar ist es für dich so normal, dass du kaum wahrnimmst, was du da eigentlich tust. Und Brinde siehst du nicht mehr wirklich, wie du dein Geld ausgibst, und hast gar nicht den Blick dafür, wo dein Geld landet. Und solange du nicht sehen kannst, wo dein Geld landet, kannst du es auch nicht verändern. Erst wenn du siehst, wo dein Geld wirklich landet, kannst du dort etwas verändern. Und genau darum geht es: dir bewusst zu machen, wie du eigentlich dein Geld ausgibst. Denn nur dann siehst du verborgene Geldfresser, die du jetzt vielleicht gar nicht auf dem Schirm hast. Das heißt, du musst sehen, was du tust. Unbewusste Verhaltensmuster, die sonst deine Finanzen killen, aufdecken. Und deswegen bin ich ein ganz großer Fan davon, seine Ausgaben zu protokollieren, aufzuschreiben. Und mein wichtigster Rat ist: Fang an, Haushaltsbuch zu führen. Und es wird dir viel leichter fallen, dein Geld zusammenzuhalten.

Eine Sache ist mir noch wichtig zu erwähnen. Ich will dir nämlich den Spaß nicht dabei nehmen beim Konsum. Es ist auch normal, dass dein Lebensstandard steigt, denn auch so ein bisschen geht es darum im Leben, dass du dich wohlfühlst und dir auch Dinge gönnst und es dir gut gehen lässt. Mir geht es ja persönlich genauso. Auch mit meinem Einkhalten, wo extrem viel Geld häufig verloren geht, was im Endeffekt meistens nicht zu mehr Zufriedenheit im Leben führt, sondern einfach nur, dass das Geld weg ist. Deswegen ist es so wichtig, und mein Hinweis an dich: Mach dir da bewusst, was passiert, und gönn dir dadurch viel gezielter deinen Konsum, was auch immer das in deiner Welt bedeutet.

Noch mal kurz zusammengefasst: Es gibt dieses Gesetz der Verschwendung, was häufig dafür verantwortlich ist, dass dein Geld am Ende des Monats gen null geht. Das größte Problem dabei ist, dass das Ganze sehr stark unbewusst passiert. Solange du dir nicht bewusst machst, wohin dein Geld entwandert, siehst du nicht, wo dein Geld verloren geht. Du hast blinde Flecken, und es geht darum, diese aufzudecken und im besten Fall klar zu bekommen, wie du deine Prioritäten verteilst. Und schon wird es dir viel, viel leichter fallen, dein Geld zusammenzuhalten. Und genau, dann bedanke ich mich fürs Zuhören.

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