Worum es geht
Manchmal sind es die kleinen Schritte, die den größten Unterschied machen – auch bei deinen Finanzen. In dieser Folge von Geld verstehen geht es darum, warum Routine ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, wenn du deine Finanzen wirklich dauerhaft im Griff behalten möchtest. Du erfährst, warum es weniger um große Aktionen und mehr um kontinuierliche, alltagstaugliche Gewohnheiten geht – und wie genau dieser Perspektivwechsel vieles für dich leichter machen kann. Lass dich inspirieren und finde heraus, warum ein entspannter Umgang mit deinen Finanzen näher ist, als du vielleicht denkst.
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Transkript
Folge 12 zum Nachlesen · 10 Minuten Lesezeit
Wie schafft man es eigentlich, konsequent Haushaltsbuch zu führen? Wie schaffst du es, eine Routine aufzubauen, mit der es dir leichtfällt, Haushaltsbuch zu führen? Warum es überhaupt so wichtig ist, dass du daraus eine Routine machst, und wie du es schaffst, daraus eine Routine zu machen, darum wird es in dieser Folge gehen.
Warum ist es überhaupt wichtig, darüber zu sprechen, aus dem Thema Haushaltsbuch führen eine Routine zu machen? Ich bin der glasklaren Überzeugung, dass es genau das sein sollte, eine Routine, dass du genau das brauchst, um finanziell auch erfolgreich zu werden. Es ist halt keine Nacht-und-Nebel-Aktion. Warum willst du überhaupt Haushaltsbuch führen? Was ist überhaupt der Sinn und Zweck dahinter? Du willst deine Finanzen im Griff haben. Und wenn du dich dann hinsetzt und das Ganze in einer Einmalaktion erfasst und damit deine Finanzen in den Griff bekommen möchtest, dann bringt dir das mit Sicherheit auch Ergebnisse oder Erkenntnisse. Aber, und das ist das, worauf ich hinauswill: Die meisten Erkenntnisse sammelst du beiläufig, die sammelst du nebenbei. Und daher ist es aus meiner Sicht super wichtig, permanent deine Finanzen im Blick zu haben und nicht nur in einzelnen Aktionen für Überblick zu sorgen.
Und genau das hört sich jetzt für viele vielleicht nach Stress pur an, das Ganze im Blick zu haben, permanent dran zu sein. Das ist das, was vielen Menschen schwerfällt. Und das Paradoxe daran ist: Wenn du es erst mal zur Routine gemacht hast, und das verspreche ich dir, dann ist es hinterher viel einfacher, routinemäßig dein Haushaltsbuch zu pflegen, als immer wieder zwischendurch von null anzufangen und deine gesamten Finanzen aufzuräumen. Denn es ist wie bei vielen anderen Themen auch. Ich vergleiche es gerne mit praktischen Beispielen aus dem Alltag: Thema Haushalt oder deine Küche. Wenn du dir vorstellst, du hast jetzt ein großes Menü gekocht und schaffst es, parallel nebenbei so ein bisschen abzuwaschen, alles, was du benutzt hast, wieder wegzuräumen, und hast dir im Prinzip angewöhnt, das Ganze nebenbei schon mit aufzuräumen, dann wird dein Leben garantiert auch entspannter sein. Denn jeder kennt es: Wenn du einmal gekocht hast und hinterher ist die Küche ein Riesenchaos, dann nimmt einem das so ein bisschen die Freude daran. Und dieses Riesenchaos hinterher vorzufinden, ist meistens ein großer Stressfaktor.
Aber bei den Finanzen möchte ich noch einen Schritt weiter gehen. Es ist nicht nur ein Vorteil, wenn du die Routine aufbaust, dass du dir im Prinzip die große Aufräumaktion sparst. Dir winken auch noch sehr viele kleine Erkenntnisse auf dem Weg. Denn das meiste, was in deinem Alltag irgendwo passiert, passiert so ein bisschen beiläufig. Und diese Erkenntnisse sind meistens die wertvollsten, die du in Bezug auf Geld haben kannst. Wenn du die einfach nicht siehst oder wenn du diese kleinen Veränderungen nicht siehst – das Geld ist halt weg. Deswegen ist das auch noch mal ein Riesenvorteil von einer klaren Routine und davon, deine Finanzen permanent im Blick zu haben.
Und wie wertvoll Routinen auch in anderen Lebensbereichen sind: Routinen sind aus meiner Sicht der Schlüssel, um viele Dinge unter Kontrolle zu behalten. Kannst du dich daran erinnern, wie du dir heute Morgen die Zähne geputzt hast? Das ist so ein schönes Beispiel. Wahrscheinlich nicht, aber ich bin sicher, oder ich hoffe es natürlich: Du hast es getan. Und dadurch hältst du deine Zähne gesund. Das solltest du beim Thema Haushaltsbuch führen anstreben. Deswegen lohnt es sich, eine Routine aufzubauen, die irgendwann ganz normal wird, die irgendwann dafür sorgt, dass du es automatisch machst. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Das habe ich auch bei ganz vielen anderen erlebt. Wenn du erst mal diese Routine hast, dann ist das mega wertvoll für dich, und es wird auch deutlich entspannter, deine Finanzen im Griff zu haben.
Was kannst du jetzt tun, um Routinen aufzubauen und deine Finanzen in den Griff zu bekommen? Wenn das jetzt in deinem Kopf fast unmöglich erscheint, dann kann ich dir sagen: Dann liegt das höchstwahrscheinlich daran, dass du es bisher einfach noch nicht, in Anführungsstrichen, richtig gemacht hast. Weil du wahrscheinlich genau eine riesengroße, anstrengende Aktion daraus gemacht hast, und darauf hast du wahrscheinlich jetzt auch nicht so richtig Lust. Das kann ich mir gut vorstellen, und daher ist das Thema auch meistens so schwer oder so schwerfällig. Deswegen jetzt meine vier Tipps, wie du es schaffst, eine sinnvolle Haushaltsbuchroutine aufzubauen.
Der erste Tipp ist: Du darfst dich jetzt auf keinen Fall überfordern. Das heißt, nimm dir ganz bewusst Zeit dafür. Plane ganz bewusst Zeit dafür ein, es überhaupt zur Routine zu machen. Ich habe sehr, sehr oft erlebt, dass Menschen alles jetzt und alles sofort und heute klar haben wollen, alles jetzt lösen wollen. Das kann ich in vielen Situationen sehr, sehr gut verstehen. Gerade dann, wenn man an so einen Punkt kommt, wenn vielleicht das Konto leer ist und es irgendwie wehtut und schmerzt, dann fühlt es sich so an, als ob man sofort handeln müsste, weil man denkt: So geht es jetzt nicht weiter. Das große Problem ist, dass das dann eine Riesenaktion wird, ein Riesenberg wird, und daran die Motivation scheitert oder die Motivation relativ schnell auf der Strecke bleibt und man vielleicht auch mit dem Ganzen überfordert ist und definitiv keinen alltagstauglichen Weg damit findet.
Deswegen ist mein ganz großer Tipp: Es lohnt sich, am Anfang den Fokus wirklich nicht darauf zu legen, klare Erkenntnisse zu sammeln, sondern erst mal nur eine Routine aufzubauen und die ersten Wochen vielleicht auch dafür einzuplanen, diese Routine zu entwickeln – wie du es schaffst, nur deine Finanzen zu protokollieren, erst mal nur Haushaltsbuch zu führen. Und ich verspreche dir eins: Du wirst dich irgendwann dabei erwischen, wie du Dinge beiläufig änderst. Und das ist meistens das, worum es wirklich geht. Deswegen ist der erste Tipp: Überfordere dich nicht, und plane ganz bewusst Zeit ein, um diese Routinen aufzubauen.
Tipp Nummer 2: Geh das Ganze wirklich Schritt für Schritt an. Meine Empfehlung: Fang als Allererstes mal an, deine ersten Fixkosten zu sammeln. Hab noch nicht den Anspruch, dass das alles perfekt ist, dass du wirklich alles, was vielleicht auch deine Fixkosten sind, sofort in deiner Liste wiederfindest. Aber fang erst mal an und trag mal die ersten Fixkosten zusammen. Auf der Reise wirst du immer wieder feststellen: Hier habe ich noch was vergessen, und da habe ich noch was vergessen. Aber das solltest du auf jeden Fall mit einplanen. Und dann im zweiten Schritt fängst du an, eine Routine für deine flexiblen Ausgaben zu schaffen, ich nenne es auch gerne Flexkosten. Das heißt, was in deinem Alltag an Ausgaben auftaucht, fängst du an zu notieren. Und genau so würde ich es angehen: erst die ersten Fixkosten zusammensammeln, dann die Flexkosten im Alltag integrieren, dass du es schaffst, im Alltag Haushaltsbuch zu führen.
Tipp Nummer 3, und aus meiner Sicht fast der wichtigste Punkt, der auch gerne ein bisschen vernachlässigt wird: Du solltest auf jeden Fall die richtige Methode für dein Haushaltsbuch für dich festlegen. Und du solltest dabei auf jeden Fall auch ehrlich zu dir selbst sein und dich hinterfragen: Wie tickst du eigentlich? Welche Methode brauchst du, damit es für dich auch wirklich alltagstauglich ist? Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, Haushaltsbuch zu führen. Es gibt Apps, es gibt die Möglichkeit, das in Excel zu machen. Es gibt irgendwelche Tools für den Rechner. Es gibt die Möglichkeit, das mit Zettel und Stift zu machen oder vielleicht einfach nur in irgendwelche Notizen reinzuschreiben. Das richtige Mittel gibt es aus meiner Sicht nicht. Es gibt nur das richtige Mittel für dich. Und da zählt für mich im Prinzip einfach die Devise: Kannst du das, was du dir da vornimmst, im Alltag wirklich umsetzen?
Und vielleicht stellst du dir mal die Frage: Es ist ein stressiger Tag gewesen, du hast vielleicht noch schnell was im Supermarkt eingekauft, willst natürlich die Ausgabe nicht versäumen – welche Strategie ist die richtige für dich, dass du es wirklich schaffst, das auch wieder in dein Haushaltsbuch einzutragen? Und wenn du dich für eine Methode entscheidest, die nicht zu dir passt, weil du dich vielleicht irgendwie für Excel entscheidest, weil man das so macht, du aber total ungern mit Excel arbeitest oder gar nicht so häufig am Rechner bist, dass du wirklich jeden Tag irgendwo da dran bist und das für dich alltagstauglich ist, dann wirst du es mit Excel wahrscheinlich nicht gut durchhalten. Wenn du mit Stift und Papier besser klarkommst, dann nimm auf jeden Fall Stift und Papier. Weil die Methode ist an der Stelle, ich hätte fast gesagt, egal – die ist überhaupt nicht egal, die ist super wichtig. Sie muss einfach zu dir passen.
Warum weiß ich das? Ich habe es erlebt, dass Menschen mich quasi um Erlaubnis gebeten haben, dass sie es mit Zettel und Stift lösen dürfen. Ich habe gemerkt, wie man sich da auch selber ein Bein stellen kann, wenn man die falsche Methode wählt. Deswegen ist das aus meiner Sicht der fast wichtigste Tipp: Du brauchst eine Methode, die auch wirklich für dich im Alltag funktioniert. Ich denke, du kennst dich am besten. Deswegen schau dahin: Was kannst du dir vorstellen, was wirklich für dich im Alltag funktioniert? Und die Methode ist dann auch die richtige.
Tipp Nummer 4: Wie schaffst du es, dir Routinen aufzubauen, um Haushaltsbuch zu führen? Meine Empfehlung, und gerade am Anfang kann das super wichtig sein: Setz dir Anker. Setz dir irgendwelche Gedankenstützen, die dich daran erinnern, Haushaltsbuch zu führen. Du wirst es am Anfang wahrscheinlich häufig erleben, das ist einfach noch nicht Gewinne, das ist noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Also setz dir Anker und erinnere dich daran: Ich wollte ja Haushaltsbuch führen. Und dann ist natürlich noch wichtig, dass du die auch ernst nimmst. Das heißt also, dass du dann wirklich direkt in die Handlung kommst und das Ganze umsetzt.
Was kannst du als Anker setzen? Eine Empfehlung, die ich immer gebe, ist: Lass dir ab sofort konsequent den Kassenzettel geben, wenn du irgendwo was in einem Ladengeschäft kaufst. Das ist das Allereinfachste. Gewöhn dir einfach an, nach dem Kassenzettel zu fragen. Nimm ihn konsequent mit. Das ist immer eine gute Erinnerung, weil du den Zettel noch in der Tasche hast: Ach, ich muss noch mal meine Ausgabe eintragen. Der zweite Punkt ist vielleicht interessant für dich, wenn du gerne mit Karte zahlst und auf deinem Smartphone per Push-Nachricht darüber informiert wirst, wenn du eine Zahlung getätigt hast, weil deine Bank-App dich zum Beispiel darüber informiert: Hier wurde jetzt was abgebucht. Das kannst du wahrscheinlich bei vielen Banken heutzutage aktivieren. Das kann eine tolle Erinnerung sein, die du dann in dem Fall nicht ignorieren solltest, sondern einfach als kleinen Anker nutzen kannst, um diese Ausgaben nicht zu vergessen. Dann gibt es noch die dritte Idee, dass du dir einfach ganz klassisch an den Kühlschrank oder sonst wo einen kleinen Zettel hinklebst: Haushaltsbuch führen. Kleine Erinnerung jeden Tag, und du wirst merken, es wird dir leichter fallen, daran zu denken.
Eine weitere Möglichkeit, eine Erinnerung zu schaffen, ist zum Beispiel, dir eine Erinnerung, einen Wecker oder so was im Handy zu stellen, wo du einmal am Tag eine Erinnerung bekommst und im Grunde noch mal darauf hingewiesen wirst: Hey, hast du heute Haushaltsbuch geführt? Und wenn nicht, dann mach’s natürlich jetzt. Und die letzte Empfehlung zum Thema Anker setzen ist natürlich meine Premium-Empfehlung. Denn wir haben in der App OnePeek aktuell ein neues Feature eingebaut. Das kannst du ab sofort nutzen: Wenn du in deine Einstellungen gehst und da auf den Punkt Benachrichtigungen klickst, kannst du dich von OnePeek, von unserer Haushaltsbuch-App, falls du diese für dein Haushaltsbuch nutzen möchtest, zu einer Uhrzeit deiner Wahl erinnern lassen, um nie wieder Ausgaben zu vergessen.
Finanzen in den Griff zu bekommen, ist keine Über-Nacht-Aktion. Es ist total sinnvoll, dass du dabei Routinen aufbaust. Dann wird es dir viel leichter fallen, Haushaltsbuch zu führen. Wenn das Ganze in Fleisch und Blut übergegangen ist, dann wirst du merken, dass du im Prinzip gar nicht anders kannst, als deine Finanzen im Blick zu behalten. Das ist wie Zähneputzen. Das kannst du in deinen Alltag integrieren, und du wirst nie wieder Geldprobleme oder Geldstruggle haben. Denn du wirst irgendwann anfangen, den Kurs immer wieder zu korrigieren und dafür zu sorgen, dass du finanziell immer besser aufgestellt sein wirst. Das waren meine Gedanken und meine Impulse zum Thema Haushaltsbuchroutine. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Lasst gerne eine Bewertung da oder einen Kommentar. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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