GELDVERSTEHEN
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FOLGE 42 · 27. NOVEMBER 2025 · 9 MIN

Versteckte Geldfresser aufdecken - der einfachste Weg

Worum es geht

Wir alle haben sie – Ausgaben, die Monat für Monat Geld verschlingen, ohne dass wir es wirklich merken. Doch warum fällt es uns so schwer, sie zu erkennen? Und wieso blockiert uns ein bestimmter Denkfehler oft komplett, wenn es darum geht, unsere Finanzen wirklich in den Griff zu bekommen?

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Transkript

Folge 42 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Jeder hat sie, die versteckten Geldfresser: die Ausgaben, die uns Monat für Monat viel, viel Geld kosten und über die Zeit ein riesengroßes Vermögen auffressen können. Und das meistens, ohne dass wir sie wirklich sehen oder das Ganze überhaupt richtig mitbekommen. Deswegen sprechen wir in dieser Folge über Strategien, wie du deine Geldfresser besser erkennst. Denn das ist wahrscheinlich der größte Hebel beim Thema Geld und Finanzen. Der größte Hebel für Sparpotenzial und finanziellen Spielraum, wenn du konsequent deine Geldfresser eliminierst. Das Thema ist allerdings ein bisschen tückisch, und es wird häufig ein entscheidender Denkfehler dabei gemacht, der nicht selten dafür sorgt, dass wir ja nicht mal anfangen, uns wirklich mit unseren Finanzen zu beschäftigen, sondern eher in einer Schockstarre verharren, was unsere Finanzen angeht. Und damit du nicht in diese Falle tappst, sprechen wir genau darüber in dieser Folge.

Wenn wir über das Thema Geldfresser sprechen, dann lauert eine ganz große Gefahr, die uns schnell die Lust auf das Thema Finanzen nimmt. Wenn ich dich jetzt frage: Was denkst du, sind deine Geldfresser? Dann fällt dir wahrscheinlich irgendetwas ein. Du hast wahrscheinlich eine Vermutung oder ein Bauchgefühl. Und ich schätze mal, das ist etwas, auf das du ungern verzichten würdest. Meistens sind es nämlich Dinge, die einem dann einfallen, die du dir gönnst und die du dir gerne gönnst, die dir auch etwas bedeuten. Und genau das ist ein Riesenproblem.

Denn was wird passieren in den allermeisten Fällen, wenn das so ist, wenn dir direkt etwas einfällt, was du liebgewonnen hast, was dir wichtig ist? Wahrscheinlich nichts. Denn dann wirst du das Thema eher von dir schieben. Dann wirst du eher nicht bereit sein, weiterhin zu gucken. Weil natürlich, wenn du Dinge als Geldfresser ausmachst, die dir wichtig sind, dann hast du keine Lust, diese zu streichen. Dann wirst du wahrscheinlich alles tun, um nicht genauer hinzugucken beziehungsweise um das Thema nicht weiter zu verfolgen. Und das ist ein ganz, ganz häufiger Showstopper für viele da draußen, weil sie halt eben nicht gerne verzichten wollen.

Daher muss ich an dieser Stelle mit meiner Definition von dem Begriff Geldfresser starten. Was meine ich überhaupt damit, wenn ich von Geldfressern spreche? Also auf keinen Fall sind es die Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Denn diese Dinge, die sind ihr Geld höchstwahrscheinlich wert. Deswegen bekommst du jetzt die GELD VERSTEHEN Geldfresser-Definition: Geldfresser sind Dinge, die dir weniger bedeuten als das Geld an sich. Also wo du selber sagst: Das Geld kann ich besser behalten. Und auch die wiederum hat jeder. Wir erkennen sie meistens noch nicht, und das ist das große Problem. Dadurch, dass wir vielleicht nicht ganz so genau hingucken, wo eigentlich unser Geld hinfließt, sehen wir auch unsere Geldfresser nicht. Sehen wir nicht das Potenzial, was wir liegen lassen, und dementsprechend schleppen wir die mit uns rum, und die kosten uns über die Jahre viel, viel Geld.

Wie schaffst du es nun, deine Geldfresser aufzudecken? Wie bekommst du es hin, dass du glasklar siehst, wo dein Geld verloren geht? Der Schlüssel ist natürlich, dass du generell deine Geldflüsse kennst. Das heißt also, du musst generell wissen: Wo gibst du dein Geld aus? Und dann – und das ist ganz wichtig, um wirklich deine Geldfresser zu erkennen – musst du einen wirklichen Vergleich schaffen. Das heißt also, wenn alles durcheinanderfliegt, wenn du einfach nur deine Geldflüsse mal irgendwo stehen hast und die irgendwie sortiert sind, dann ist es sehr, sehr schwer, die gegeneinander aufzuwerten und zu entscheiden: Diese Ausgabe ist ein Geldfresser und diese wiederum nicht. Und wenn wir da keinen guten Vergleich haben, dann ist es auch sehr, sehr schwer, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was deine Geldfresser sind oder was du vielleicht doch brauchst.

Deswegen ist der Trick, den du anwenden solltest, eine Monatsbilanz zu erstellen. Das heißt, alle deine Ausgaben, alle deine Zahlungen auf den Monat zu berechnen, eine ganz klare Liste zu haben von deinen Ausgaben auf den Monat gerechnet. Und dann kannst du genau hingucken und entscheiden beziehungsweise neu bewerten: Was davon sind Geldfresser, oder was ist das Geld wert? Zum Beispiel, wenn du erkennst, dass du im Monat mehr Geld für Coffee to go ausgibst, als dich zum Beispiel dein Auto kostet, kannst du neu bewerten, was davon für dich wichtig ist oder was davon wie wichtig ist. Oder wenn du eine bestimmte Versicherung hast, die so viel Geld kostet, wie vielleicht der Spielraum für ein Hobby wäre, den du dir wünschst, dass du dort mehr Geld ausgeben kannst – dann kannst du nur, wenn du den klaren Vergleich hast, neu entscheiden, was davon dir wichtiger ist beziehungsweise was du vielleicht auch streichen müsstest.

Wenn du also so eine Liste hast, dann wirst du deine Geldfresser ganz bald klar erkennen können. Meine Empfehlung ist: Nutz dafür unsere App, denn die macht genau das als Allererstes mit dir. Die nimmt dich an die Hand, wie du es schaffst, deine Monatsbilanz zu erstellen und so entsprechend glasklar zu sehen, wo deine Geldfresser sind.

Noch einmal zusammengefasst: Wir alle haben Geldfresser, und das ist auch sicherlich ganz normal. Denn unser Leben verändert sich natürlich, und Entscheidungen, die du irgendwann mal getroffen hast, wirst du vielleicht heute anders treffen. Deswegen ist es ganz normal, dass sich immer wieder Geldfresser einschleichen. Das Problem ist nur: Wenn wir nicht hingucken, dann kennen wir unsere Geldfresser nicht, und dann geht ganz, ganz viel Geld verloren. Wenn wir allerdings unsere Geldfresser wahrnehmen und sehen, dann wirst du immer weniger Geldfresser haben und diese immer schneller eliminieren. Und so wird es dir extrem viel einfacher fallen, dein Geld zusammenzuhalten und, ja, auch Spielraum für Dinge, die dir wirklich wichtig sind, zu haben.

Und mehr musst du eigentlich auch nicht machen, wenn du deine Finanzen laufend optimieren möchtest. Du musst im Endeffekt dafür sorgen, dass du deine Ausgaben im Blick behältst und wachsam dafür bist, was eigentlich deine Geldfresser sind. Diese dann konsequent eliminieren, und schon hast du im Prinzip ein Selbstoptimierungssystem geschaffen, was schon einen ganz großen Anteil am Erfolg deiner Finanzen hat.

Mein Tipp an dieser Stelle: Gib dir für das Ganze ein bisschen Zeit. Mach das erst mal eine Zeit lang. Denn am Anfang, beim ersten Mal, wenn du hinschaust, wird es dir wahrscheinlich schwerfallen, das Ganze erstens zu lesen beziehungsweise dann auch zu entscheiden, was dann bei dir die Geldfresser sind. Fang nicht sofort an, alles Mögliche zu streichen. So was braucht ein bisschen Zeit, bis du das klar für dich erkennst, was dir auch wirklich was wert ist. Du musst erst mal überhaupt erfahren: Ja, wohin geht eigentlich mein Geld? Und wenn du dir das immer fortlaufend anschaust, wirst du relativ schnell ein gutes Gefühl dafür bekommen, was du wirklich brauchst und was auch nicht. Und meistens musst du dafür erst mal eine gewisse Zeit hinschauen und, ja, vielleicht auch manchmal ein wenig Zeit vergehen lassen, bevor du eine Entscheidung triffst, ob du auf eine bestimmte Sache in Zukunft verzichten möchtest oder nicht. Das Schöne an dem Ganzen ist: Es tut halt nullkommanull weh, weil du ansonsten natürlich keine Geldfresser streichen würdest. Bringt aber enorm viel.

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