GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 2 · 24. FEBRUAR 2025 · 8 MIN

Haushaltsbuch führen - Wieso schaffe ich es nicht?

Worum es geht

Warum es dir so schwerfällt, deine Finanzen endlich in den Griff zu bekommen – und wie du das ändern kannst!

Du willst endlich Ordnung in deine Finanzen bringen, schiebst es aber immer wieder auf? Dann bist du nicht allein! In dieser Folge von Geld verstehen spreche ich über die zwei häufigsten Gründe, warum es so schwerfällt, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen – und wie du diese Hürden überwinden kannst.

🔹 Warum deine "vermuteten" Geldfresser dich in die Irre führen

🔹 Wie du dich nicht in zu großen und komplizierten Systemen verlierst

🔹 Einfache Strategien, um endlich den ersten Schritt zu machen

Hör rein und erfahre, wie du deine Finanzen ohne Stress und mit einer alltagstauglichen Methode auf Kurs bringst!

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Transkript

Folge 2 zum Nachlesen · 5 Minuten Lesezeit

Vielleicht kennst du das: Du hast es schon super lange vor. Du willst endlich Struktur und Ordnung in deine Finanzen bringen. Du willst dir endlich einen klaren Überblick verschaffen. Du willst deine Finanzen in den Griff kriegen und endlich mal anfangen, Haushaltsbuch zu führen. Aber du schiebst es immer wieder vor dir her. Wenn dir das bekannt vorkommt, dann kann ich dir sagen: Damit bist du definitiv nicht alleine, denn das geht super vielen Menschen so. Finanzen sind tatsächlich eines der meistgehassten Themen überhaupt. Und wenn dir das auch so geht, dann möchte ich dir in dieser Folge die zwei häufigsten Gründe vorstellen, warum das so ist und warum es auch dir höchstwahrscheinlich so schwerfällt. Und natürlich auch, wie du damit umgehen kannst. Also viel Spaß damit.

Der erste Grund ist ein psychologisches Phänomen, was relativ logisch ist, wenn es einmal aufgedeckt ist. Und zwar immer, wenn ich Menschen gefragt habe: Kennst du eigentlich deine Geldfresser? Weißt du, wo dein Geld verloren geht? Hast du dazu eine Idee? Dann haben die meisten Menschen dazu Ja gesagt und eine klare Idee geäußert. Eigentlich hatte jeder darauf eine Antwort, und ich würde eher sagen: eine Vermutung. Das kannst du auch mal an dir selber prüfen. Wenn ich dich frage: Hast du eine Idee? Was ist das bei dir? Dann kommt dir wahrscheinlich irgendwas in den Sinn. Und lass mich raten: Das, was dir da einfällt, das ist etwas, auf das du nur ungern verzichten wollen würdest oder vielleicht sogar auf gar keinen Fall verzichten möchtest. Denn meistens sind das die Dinge, die einem liebgewonnen sind. Das ist vielleicht dein Auto, vielleicht ein Tier, ein Haustier, oder ein spezielles Hobby, irgendwelche Freizeitaktivitäten, die du machst. Das sind meistens Dinge, die einem wichtig sind, die einem als Allererstes einfallen. So weit, so gut.

Das Problem daran ist nur: Wenn man denkt, mein Geldfresser ist etwas, was mir sehr, sehr liebgewonnen ist, dann trickst du dich quasi selber aus. Also du bremst im Grunde deine Bemühungen völlig unbewusst wieder aus, weil die logische Konsequenz, wenn du hinschauen würdest – das heißt also, wenn du dich hinsetzen würdest und mal deine Finanzen protokollieren würdest, du mal wirklich genauer aufschreibst, was du da ausgibst –, dann müsstest du, wenn das wirklich deine Geldfresser sind, dir eingestehen, was du nicht willst, und in letzter Konsequenz genau darauf verzichten. Und das ist das große Problem, denn dann hast du keine Lust, daranzugehen. Dann hast du keinen Bock auf den nächsten Schritt. Und deswegen tapp nicht in die Falle, sondern mein Rat: Schau wirklich mal hin, was deine Geldfresser sind. Denn in der Regel sind das nicht die Dinge, die dir als Allererstes einfallen, sondern ganz unbewusste Dinge, die da ans Tageslicht kommen.

Und der zweite Grund, warum es ganz vielen Menschen schwerfällt, das Thema überhaupt anzugehen: Es ist wie in anderen Bereichen auch, dass das Thema viel, viel, viel zu groß wird und man dann in so einer Art Schockstarre landet. Und ja, ich habe das häufig erlebt, dass Menschen mir gesagt haben: Ich habe auch Angst vor Zahlen. Vielleicht hast du auch einfach Angst, etwas verkehrt zu machen, gerade wenn du nicht so der Zahlenmensch bist, vielleicht nicht gerne mit Excel und Co. arbeitest. Das ist natürlich so: Nicht jeder mag das, nicht jedem fällt das auch leicht, damit zu arbeiten. Es kann ganz schnell dazu führen, dass das ganze Thema ein riesengroßer Berg ist, den du vor dir siehst.

Und gerade wenn du es jahrelang vielleicht aufgeschoben hast oder immer mal wieder versucht hast, aber nie so richtig rangegangen bist, dann ist das Ganze in deinem Kopf wahrscheinlich immer größer geworden. Und ja, das ist ein Riesenproblem. Damit willst du im Grunde deine gesamte Energie für die Herangehensweise an das Thema. Und ja, wahrscheinlich erstickt dann jede Bemühung irgendwo im Keim. Du weißt nicht so richtig, was du zu tun hast. Und ja, dir fehlt dann wirklich der Ansatz, da ranzugehen, weil das Thema einfach viel, viel zu groß gemacht ist in deinem Kopf.

Und tatsächlich, meiner Erfahrung nach ist es nicht nur dein Problem, wenn du das Thema zu groß machst oder auch zu komplex angehen willst. Nicht nur das Problem, dass es dich natürlich davon abhält, überhaupt in die Handlung zu kommen, sondern ich habe es ganz, ganz häufig erlebt, dass Menschen sich wirklich verzettelt haben. Also die haben super viel Aufwand betrieben, haben da stundenlang Arbeit drin in ihren Finanzen, aber im Endeffekt doch keinen Überblick, keine Kontrolle. Ich habe riesengroße Excel-Tabellen gesehen, wo Menschen mir dann hinterher sagen: Ich habe trotzdem keinen Überblick. Ich weiß trotzdem nicht, wo mein Geld hinwandert. Das ist irgendwie doch weg. Und ja, super viel Aufwand betrieben, leider kein Ergebnis.

Und auch viele Softwarelösungen oder auch Apps setzen auf eine riesenkomplexe Lösung, wovon ich immer stark abraten will. Aus zwei Gründen: Einmal, weil es meistens nicht zum Ziel führt, wenn etwas komplex ist. Zweitens, weil es dich natürlich auch hemmt, wenn du da ein bisschen schwereren Zugang zum Thema hast, überhaupt aktiv zu werden. Du brauchst eine Herangehensweise, die alltagstauglich ist, die wenig Zeit kostet und die auf Dauer im besten Fall sogar Spaß macht und dir keine Last ist.

Das waren die beiden häufigsten Gründe, warum es dir schwerfallen könnte, dich an deine Finanzen zu setzen oder zu wagen. Ja, bis hier noch mal kurz zusammengefasst: Wichtig ist, dass du nicht auf Vermutungsbasis handelst, sondern dich wirklich hinsetzt und verstehst, was du wirklich an Ausgaben hast. Da gilt die Regel: Einfach mal anfangen. Nicht direkt die ganze Welt retten wollen, kein großes, komplexes Programm fahren wollen, sondern es einfach mal angehen. Und ja, ich sage dir ganz ehrlich: Wenn man das richtig macht, ist das Ganze auch kein Hexenwerk. Darauf werde ich natürlich in den weiteren Folgen eingehen. Vielen Dank fürs Zuhören und viel Spaß bei der Umsetzung.

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