GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 41 · 20. NOVEMBER 2025 · 11 MIN

Wieder zu viel Geld ausgegeben? Was du jetzt tun solltest.

Worum es geht

Kennst du dieses mulmige Gefühl, wenn du plötzlich denkst: „Mist… irgendwie habe ich zuletzt zu viel Geld ausgegeben.“? In dieser Folge sprechen wir genau über solche Momente. Du erfährst, warum es sich lohnt, gerade dann genauer hinzuschauen – und wie dir das helfen kann, deinen Umgang mit Geld bewusster und entspannter zu gestalten.

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Transkript

Folge 41 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit

Verdammt, in letzter Zeit habe ich viel zu viel Geld ausgegeben. Vielleicht war es im Urlaub, vielleicht war viel Stress. Ja, oder einfach so. Jetzt muss ich erst mal weniger Geld ausgeben. Vielleicht kennst du diese Situation. Das ist immer eine ganz doofe Erkenntnis, erst mal. Meistens hat man dann ein schlechtes Gewissen. Für viele Menschen ist das leider sehr normal, eine normale Situation, die immer mal wieder vorkommt. Falls dir das auch immer mal wieder passiert: Was kannst du dagegen tun? Wie kannst du damit umgehen? Welche Strategien gibt es auch, um das in Zukunft zu vermeiden? Genau darum geht es in dieser Folge.

Als Allererstes kann ich dir nur raten, das Ganze ganz schnell abzuhaken. Es ist passiert. Ärgern bringt da nichts. Sei dir selber nicht böse, denn es ist auch ganz normal, dass das mal vorkommt, dass wir Geld ausgeben und uns auch Dinge gönnen. Das ist auch ganz wichtig, solange wir uns an die Regel Nummer eins beim Geldausgeben halten. Und die lautet: Es muss sich lohnen. Sprich, es muss dir guttun, es muss sich gut anfühlen, es muss dir Spaß machen. Es muss das Richtige sein für dich an der Stelle. Es sollte dir etwas geben. Es sollte ja einen Sinn haben, dass du Geld ausgegeben hast. Oder zumindest mehr Sinn, als das Geld zu behalten.

Denn das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, besonders dann, wenn du langfristig mit deinen Finanzen erfolgreich sein willst: dass du dir den Raum gibst für die Dinge, die dir wichtig sind. Und das bedeutet natürlich, dass du auch Geld ausgibst. Wir alle haben die Bedürfnisse nach Konsum. Und ja, egal welche Strategie du in finanzieller Hinsicht verfolgst, egal welchen Weg du einschlägst, es ist super wichtig, dass sich der Weg richtig anfühlt und gut anfühlt. Und das führt auch nur über den Weg, dass du dir auch den Raum gibst, dir Dinge zu gönnen, und dass deine Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Nur dann kannst du es durchziehen. Deswegen ist Konsum an sich erst mal nichts Schlechtes, solange du Regel Nummer eins – es muss sich lohnen – berücksichtigst.

Kommen wir zurück zum Thema. Du hast gerade aktuell vielleicht das Gefühl, du hast in letzter Zeit zu viel Geld ausgegeben. Jetzt solltest du die Situation erst mal nicht verteufeln, denn es ist natürlich wieder eine Situation, in der du perfekt dazulernen kannst, in der du reflektieren kannst: Was ist eigentlich passiert? In der du hinschauen kannst. Du hast jetzt die Möglichkeit, wirklich mal hinzuschauen. Das ist ein perfekter Moment, um zu lernen und vor allem, um zu verstehen, was dir wirklich wichtig ist, wie du in Zukunft dein Geld ausgeben willst oder halt auch nicht ausgeben willst. Und vor allem die Chance, dich danach auszurichten, was du mit deinem Geld in Zukunft anstellen möchtest, und aus dieser Situation heraus zu lernen. Was sind die Dinge, die dir wirklich wichtig sind? Was sind Dinge, auf die du in Zukunft vielleicht verzichten möchtest?

Und der Punkt, dass du dir vielleicht in der Situation jetzt gerade unsicher bist, ob das etwas war oder ob das viel Geld gewesen ist, was du ausgegeben hast, was dir wirklich etwas bedeutet oder halt nicht – das ist ein Zeichen davon, dass du, ja, vielleicht mal hinschauen darfst und unterscheiden lernen darfst: Was sind denn überhaupt Dinge? Was sind deine Prioritäten? Für welche Dinge in welchen Situationen willst du gerne Geld ausgeben? Und natürlich auch: In welchem Rahmen und in welchen Situationen willst du dein Geld eigentlich lieber behalten? Und dieser Schlüssel, wenn du das herausgefunden hast, wenn du das ausbalanciert bekommst, der wird dir eine Menge Rückenwind geben beim Thema Finanzen.

Wir alle haben Ausgaben, die uns mehr wert sind als das Geld an sich, und Ausgaben, die wir uns eigentlich schenken könnten beziehungsweise wo wir das Geld besser behalten sollten. Und genau das verschwimmt ganz, ganz häufig schnell, wenn wir nicht so genau wissen, was eigentlich unsere Prioritäten sind. Und wenn wir unsere Prioritäten dann besser kennenlernen und besser hinschauen, dann verlieren wir unsere Zweifel. Und deswegen geht es darum, seine eigenen Prioritäten besser kennenzulernen. Und die meisten Menschen haben das leider nicht ganz so klar. So entsteht Unsicherheit. So entstehen auch meistens Zweifel, und so entsteht auch fehlender Fortschritt beim Thema Finanzen.

Und wir neigen immer dazu, uns an den falschen Ideen, an den falschen Vorstellungen oder an den Prioritäten von anderen zu orientieren, und haben dann dementsprechend, wenn wir uns etwas gönnen, was uns wirklich wichtig ist, immer ein schlechtes Gewissen und sind sozusagen in so einem negativen Strudel drin beim Thema Finanzen. Und wir handeln häufig aus einem Bauchgefühl heraus, was das Thema Geld angeht. Und auch was das Thema Gefühle zum Thema Geldausgeben angeht, sind wir sehr, sehr schnell bei einem Bauchgefühl. Nach Gefühl zu handeln ist beim Thema Finanzen einfach ein schlechter Ratgeber.

Was ist also jetzt zu tun? Du hast festgestellt, du hast das Gefühl, du hast zu viel Geld ausgegeben. Und jetzt stellst du dir die Frage: Wie kann ich daraus lernen? Wie kann ich jetzt vorgehen, wenn ich meine Prioritäten ein bisschen besser kennenlernen möchte und für das nächste Mal einfach mehr Klarheit haben möchte? Ganz simpel: Schau mal genau hin. Wofür hast du eigentlich das Geld wirklich ausgegeben? Was war es? Mach dir eine Liste. Was war es? Wofür hast du in den letzten Wochen, in den letzten Tagen dein Geld wirklich ausgegeben? Und schau dann genau hin. War es wirklich zu viel? War das vielleicht einfach nur ein Bauchgefühl, dass es zu viel Geld war? Die Dinge, die du dort auf deiner Liste hast: Waren sie es wert, oder waren sie es nicht wert? Und fang so an zu bewerten: Was sind Dinge, für die es sich lohnt, Geld auszugeben? Und was sind Dinge, für die es sich nicht lohnt?

Denn wenn du dein Geld für Dinge ausgegeben hast, wo du sagst: Eigentlich, ja, das ist es mir schon wert, dann kann ich dir nur raten, dass du in Zukunft für diese Dinge einfach ganz klar Geld einplanst. Und dann ist es auch okay, wenn du das Geld ausgibst. Dann hast du im Prinzip, ja, das Ganze einfach in deinem Finanzplan mit drin. Dann ist klar: Dafür gebe ich gerne Geld aus. Wenn es nicht der Fall ist, wenn du Dinge entdeckst, wo du sagst: Okay, dafür möchte ich das Geld eigentlich gar nicht ausgeben, dann kennst du in Zukunft ja die Dinge, auf die du verzichten möchtest. Dann hast du so eine Art Alarmstufe in dir und siehst: Okay, dafür gebe ich in Zukunft kein Geld oder nicht mehr so viel Geld aus.

Also, das Ziel ist es, ehrlich in dich hineinzuhören. Schau dir diese Liste mal ganz konkret an. Die Antwort auf die Frage, was dir davon wie viel wert ist, kennst nur du selbst. Und das ist auch tatsächlich – beim Thema Finanzen fällt das immer auf, wie individuell das Ganze ist. Deswegen kann man niemals pauschal sagen, das Kaffeetrinken ist unnötig oder das Paar Schuhe, das sich jemand gönnt, ist unnötig. Für jeden ist da die Bedeutung eine andere. Für den einen bedeutet das Kaffeetrinken super viel, für den nächsten ist das eigentlich nichts. Deswegen musst du individuell bei dir schauen, Ausgabe für Ausgabe: Welchen Wert hat das Ganze für dich? Möchtest du in Zukunft weiter dafür dein Geld ausgeben, oder möchtest du in Zukunft darauf verzichten?

Noch einmal kurz zusammengefasst: Ja, manchmal ist es so im Leben. Wir laufen einfach auf Autopilot, geben viel Geld aus und handeln schnell mal nach Mustern, nach denen wir ticken, und sind uns unseres Ausgabeverhaltens gar nicht so bewusst. Wir denken dann im Nachhinein: Oh verdammt, das war jetzt zu viel. Das Allerwichtigste, um das Ganze so ein bisschen in Balance zu bekommen, ist, überhaupt zu verstehen: Was sind deine Prioritäten? Für welche Dinge gibst du gerne Geld aus? Und wenn du das klar im Blick hast, wird es dir auch viel, viel leichter fallen, mit solchen Situationen umzugehen. Beziehungsweise wirst du wahrscheinlich gar nicht mehr in solche Situationen kommen, dass du im Nachhinein denkst, ich habe zu viel Geld ausgegeben, sondern du weißt: Okay, ich habe jetzt viel Geld ausgegeben, aber das war es mir wert. Und auf die Dinge, für die du kein Geld ausgeben willst, auf die verzichtest du einfach in Zukunft.

Der Schlüssel, um dahin zu kommen, dir das immer mehr bewusst zu machen, ist natürlich, aufzuschreiben, wofür du dein Geld ausgibst, und genau zu erkennen, welche Dinge es in deinem Leben sind, für die du gerne Geld ausgibst, die dir etwas bedeuten. Und das ist im Endeffekt der Schlüssel, um dort eine Balance reinzubekommen. Dein Ziel sollte es also sein, erstens hinzuschauen, dann zu erkennen, was deine Prioritäten sind, und einfach immer wieder neu zu bewerten, wofür du Geld ausgeben möchtest und wofür nicht. Ich nenne es: mehr und mehr nach deinen wahren Prioritäten zu leben und auf den Rest einfach zu verzichten. Das ist der Schlüssel, um finanziell gut aufgestellt zu sein.

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