Worum es geht
In dieser Folge sprechen wir darüber, was Menschen immer wieder davon abhält, Geld wirklich bei sich zu behalten. Es geht um Muster, die wir kaum bemerken, finanzielle Stolperfallen im Alltag und kleine Gewohnheiten, die viel größer sind, als wir denken.
Du erfährst, welche unsichtbaren Bremsen deinen Vermögensaufbau ausbremsen – und welche drei Stellschrauben du unbedingt kennen solltest, wenn du deine Finanzen endlich stabil, entspannt und verlässlich gestalten willst.
Mehr GELD VERSTEHEN, zur Haushaltsbuch-App und weitere Ressourcen:
Transkript
Folge 43 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Warum schaffen es manche Menschen einfach nicht, Vermögen aufzubauen beziehungsweise Geld zur Seite zu legen? Und, ja, bei anderen klappt das scheinbar mit Leichtigkeit. Liegt es daran, dass diese Menschen mehr Geld zur Verfügung haben? Definitiv nicht. Denn meistens sind es nur kleine Stellschrauben, die es zu verändern gilt, wenn du es schaffen möchtest, dass du mehr Geld beziehungsweise zuverlässig Geld bei dir behältst und langfristig Vermögen aufbaust. Genau darum soll es in dieser Folge gehen. Was sind die drei größten Fehler, die Menschen machen, die sie da halten, wo sie sind? Und was sind die wichtigsten Hebel, die du auf jeden Fall ziehen solltest, wenn du mit deinen Finanzen gut aufgestellt sein willst?
Fehler Nummer eins, den ich immer wieder feststelle, ist ein sehr, sehr verbreitetes Phänomen. Und zwar, dass Menschen sehr häufig komplett unbewusst an die Grenze gehen, was möglich ist, was die Ausgaben angeht, beziehungsweise sogar häufig auch einen kleinen Schritt drüber sind und so ein bisschen über ihre Verhältnisse leben. Das heißt, einfach zu viel Geld ausgeben. Das muss nicht mal extrem viel sein. Es reicht schon, wenn das hin und wieder passiert und ein bisschen zu viel ist. Das ist dann immer zu viel dafür, dass du in irgendeiner Form auf der anderen Seite Wachstum erzeugst und Vermögen aufbaust. Ganz logisch, weil das Geld dann einfach weg ist. Und wer immer an die Grenze geht, der wird es nicht schaffen, Vermögen aufzubauen.
Das passiert sehr, sehr schnell, und wir alle kennen irgendwo diese Parkinson’schen Gesetze, die ich auch häufiger hier im Podcast anspreche. Im anderen Bereich, zum Beispiel beim Thema Zeit, kennen wir das alle. Wenn wir für eine Aufgabe sehr, sehr viel Zeit zur Verfügung haben, dann nehmen wir uns meistens auch die Zeit und machen das dann doch im Endeffekt auf den letzten Drücker. Genau das gleiche Phänomen passiert auch beim Thema Geld und Finanzen. Wenn wir Geld zur Verfügung haben, dann geben wir es auch meistens aus, beziehungsweise häufig unbewusst auch aus. Je mehr Geld dann da ist, desto mehr geben wir aus. Jeder kennt das Phänomen, dass mit jeder Gehaltssteigerung, die wir haben, auch unser Lebensstandard so ein bisschen steigt. Das ist auch in gewisser Weise normal. Es ist halt auch super einfach, das Ganze so zu handeln. Das Problem dabei ist nur: Ja, man rutscht da so automatisch rein, und meistens passiert das sehr, sehr unbewusst.
Und die Lösung dagegen ist ganz logisch. Wir müssen uns bewusst machen, wo wir unser Geld ausgeben. Wir müssen erst mal sehen, wie das passiert, wo unser Geld eigentlich hinfließt. Und wer da keinen Überblick über seine Ausgaben hat, dem wird es sehr, sehr schwerfallen, sein Geld zusammenzuhalten. Und, ja, deswegen rate ich dir, wenn du das bei dir feststellst: Verschaff dir mal einen kleinen Überblick, einen echten Überblick, wie ich es gerne nenne, weil auch da häufig viele Fehler passieren. Wenn du Bock hast auf das Thema, dann schau dir auf jeden Fall unsere App an, denn die nimmt dich dabei an die Hand.
Der zweite große Fehler, den Menschen machen, beziehungsweise das zweite große Phänomen, was Menschen davon abhält, Vermögen aufzubauen, ist eine fehlende Rücklagenplanung. Denn in unserem Leben passieren so viele Dinge und können so viele Dinge auf uns zukommen. Seien es Dinge, die kaputtgehen, seien es größere Anschaffungen, die notwendig werden. Ob es am Haus ist, im Haushalt, irgendwo bei irgendeinem Hobby. Du hast vielleicht ein Auto, was ab und zu mal größere Summen verschlingt, irgendwelche Wünsche, die den Rahmen sprengen, teure Urlaube, teure Hobbys. Es sind so, so viele Dinge, die wir in den meisten Fällen nicht so wirklich aus dem laufenden Monat bezahlen können und die den Rahmen sprengen können. Und wenn wir dafür keine gute Rücklagenplanung haben, wirft uns das jedes Mal aus der Bahn. Und das passiert ganz, ganz vielen Menschen, denen eine klare Rücklagenplanung fehlt. Das bedeutet natürlich auch, dass wir unseren Vermögensaufbau wieder über den Haufen werfen, was ein Riesenproblem ist.
Und was du tun solltest, wenn dich das betrifft, wenn du sagst, mir fehlt eigentlich eine klare Rücklagenplanung: Das Problem ist erst mal meistens, dass wir gar nicht so genau wissen, wofür wir dann Rücklagen bräuchten oder Rücklagen aufbauen wollen. Und deswegen ist bei mir immer der erste Schritt bei der Rücklagenplanung, sich erst mal einen klaren Überblick zu verschaffen. Wofür brauchst du eventuell Rücklagen? Was sind Dinge, die überhaupt auf dich zukommen könnten, die vielleicht auch in der Vergangenheit auf dich zugekommen sind? Mach dir da mal eine ganz klare Liste und fang an, dir konkret dafür eine Rücklagenplanung zu schaffen. Und wer das regelmäßig macht, der wird, ja, kaum Probleme haben mit seinen Finanzen und, ja, so immer mehr Konstanz auch in die eigenen Finanzen bekommen. Ich sage immer gerne: Eine vernünftige Rücklagenplanung ist das Herzstück deiner Finanzen und schützt nicht nur auf der einen Seite dein Daily Doing, deinen Alltag, dass du dort irgendwo gut klarkommst, sondern natürlich auch deinen Vermögensaufbau.
Und der dritte große Fehler, den viele Menschen machen, denen es schwerfällt, Geld bei sich zu behalten, ist sehr, sehr simpel und logisch. Es fehlt meistens überhaupt mal die Idee von einem bewussten Vermögensaufbau. Sie sparen vielleicht oder legen auch ab und zu mal Geld zur Seite, vielleicht sogar regelmäßig. Aber meistens vermischt sich das dann mit dem Thema Rücklagen. Das heißt, es wird irgendwann wieder benötigt, wird wieder aufgebraucht, dann muss da wieder darauf zurückgegriffen werden, und schon ist der ganze Vermögensaufbau wieder hinüber. Das funktioniert natürlich nicht. Wer also langfristig Vermögen aufbauen möchte, der muss das erstens sehr, sehr bewusst tun, weil keiner tut das für dich, das musst du selber machen. Du hast die Macht über dein Geld. Dementsprechend musst du dich dort ganz klar bewusst dafür entscheiden: Ich möchte Vermögen aufbauen.
Und wie funktioniert das Ganze? Sehr, sehr simpel. Fang auf jeden Fall an, eine glasklare Trennung zwischen deinen, ich sag mal, Alltagsfinanzen und deinem Vermögensaufbau zu schaffen. Das ist mein wichtigster Tipp an der Stelle: Mach dir ein extra Konto, was nur für den Vermögensaufbau da ist. Mach dann eine ganz klare Trennung dazwischen und fang an, dort Geld zur Seite zu legen. Das ist der erste, wichtigste Schritt, wenn du Vermögen aufbauen willst: dass du in irgendeiner Form auch einen Raum dafür schaffst, dass das Vermögen entstehen kann, und dich dort davor absicherst, dass du da nicht wieder ranmusst, und das auch auf lange Sicht einfach laufen lässt. Dass du vielleicht einen Dauerauftrag auf dein Vermögensaufbau-Konto schaffst und da im besten Fall nie wieder rangehst und, ja, so entsprechend bewusst Vermögen aufbaust.
Noch einmal kurz zusammengefasst: Was sind die wichtigsten drei Dinge, die du mit deinen Finanzen auf jeden Fall organisiert haben solltest, wenn es dir bisher schwerfällt, Vermögen aufzubauen? Das Erste ist natürlich, dir einen klaren Überblick zu verschaffen, damit du nicht immer an die Grenze gehst. Das heißt also, dass du nicht das komplette Geld, was du zur Verfügung hast, ausgibst. Der zweite Punkt ist eine sinnvolle Rücklagenplanung, und der dritte Punkt ist überhaupt erst mal der bewusste Vermögensaufbau.
Finanzen ist immer ein Thema, was du langfristig ausrichten solltest. Du solltest dich auf jeden Fall so hinstellen, dass du dranbleiben kannst. Und wenn du einmal ein vernünftiges System aufgesetzt hast – und das fehlt meistens den Menschen, denen es da draußen schwerfällt, Geld bei sich zu behalten –, wenn du einmal so ein System hast, dann wird dieses System oder die Struktur in deinen Finanzen dir immer mehr zuarbeiten, wird dir immer mehr Rückenwind verleihen. Du wirst Rücklagentöpfe aufbauen, auf die du, ja, immer wieder zurückgreifen kannst, in Notsituationen oder in Situationen, wo du mal mehr Geld brauchst. Und du wirst es auch schaffen, relativ einfach den Vermögensaufbau zu starten. Starte da ruhig klein. Das ist überhaupt nicht schlimm, das kannst du immer noch steigern. Wichtig ist nur, dass du sagst, dass du es hinbekommst, konstant Geld zur Seite zu legen, was du später auch nicht wieder benötigst.
Das war’s von meiner Seite. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen
Genau dafür habe ich einen kostenlosen Crashkurs erstellt: Schritt für Schritt, direkt in dein Postfach, ohne Fachchinesisch – und ohne Verzichtspredigten.