GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 52 · 5. FEBRUAR 2026 · 10 MIN

Kein Haushaltsbuch? Dann solltest du wenigstens DAS tun

Worum es geht

In dieser Folge erfährst du, welches absolute Minimum du kennen musst, um deinen finanziellen Spielraum realistisch einzuschätzen – auch ohne klassisches Haushaltsbuch. Es geht um Orientierung, nicht um Perfektion.

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Transkript

Folge 52 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit

Ich weiß ja, wie schwer es für viele Menschen ist, Haushaltsbuch zu führen. Für viele ist es auch undenkbar oder die schlimmste Sache der Welt. Ja, ich habe viele Menschen gesehen, die beim Thema Finanzen einfach nur auf ihr Bauchgefühl hören und improvisieren. Und wenn man sie dann fragt: „Wie sieht es aus mit Haushaltsbuch?” – „Ja, müsste ich mal machen.” Schieben es dann aber doch auf. Wenn du da genauso unterwegs bist, dann ist aus meiner Sicht Nichtstun keine Option.

Und wenn du jetzt wirklich sagst: Okay, sorry, ich habe einfach gar keinen Bock dazu, dann möchte ich dir in dieser Folge aufzeigen, was aus meiner Sicht das absolute Minimum ist, was du tun musst, um mit deinen Finanzen einigermaßen gut unterwegs zu sein und das im Blick zu haben. Also das, was auf jeden Fall unverzichtbar ist, oder umgekehrt das, was den allergrößten Hebel, den größten Effekt auf deine Finanzen hat. Darum geht es in dieser Folge.

Grundsätzlich: Warum ist es sinnvoll, dass du eine Art Haushaltsbuch hast? Wofür ist das wichtig in Bezug aufs Thema absolutes Minimum an Aufwand betreiben? Aus meiner Sicht ist es, dass du eine glasklare Entscheidungsgrundlage brauchst. Du musst grob wissen, welchen Spielraum du hast, was du dir leisten kannst, was drin ist. Und du musst wissen oder erkennen, ob du über deine Verhältnisse lebst oder halt nicht. Und wenn du diese Fragen nicht beantworten kannst oder ignorierst, dann wird dich das über kurz oder lang in Schwierigkeiten bringen. Und das wollen wir natürlich nicht.

Daher sage ich dir jetzt, was du tun solltest, wenn du überhaupt keinen Bock hast auf das Thema Haushaltsbuch führen. Lad dir unsere App runter. Trag dein Einkommen ein. Trag deine Fixkosten ein. Fertig. Ich sag mal so: Das sind 15 Minuten, die du da investieren musst, die du dir auf jeden Fall nehmen solltest. Und dann weißt du, was bei dir im Monat auf jeden Fall so durchgeht. Und genau das solltest du jederzeit griffbereit haben. Du solltest nachgucken können: Okay, was sind meine Fixkosten? Was habe ich an Fixkosten? Und das solltest du einfach in jeder Situation genau kennen.

Warum empfehle ich dir dafür unsere App? Was ist das Besondere daran? Es geht mir darum, dass du einen Fehler vermeidest, der sehr, sehr häufig gemacht wird. Oder eine Sache, die übersehen wird. Und zwar macht unsere App Folgendes: Die berechnet alle deine Fixkosten, also das, was auf jeden Fall an Kosten auf dich zukommt, auf den Monat runter. Sprich, das betrifft auch Ausgaben, die nicht unbedingt monatlich laufen. Es gibt logischerweise auch Fixkosten und Ausgaben, die auf jeden Fall auf dich zukommen werden, vielleicht nicht diesen Monat. Und das ist das, was die meisten Leute übersehen und vergessen und dementsprechend auch keinen klaren Überblick bekommen. Denn wenn Ausgaben im April anstehen und jetzt ist Januar, dann solltest du das im besten Fall jetzt auch schon auf dem Schirm haben. Ansonsten wirst du im April dort definitiv ins Stolpern kommen.

Das ist die Grundidee in unserer App, dass alle deine Ausgaben auf den Monat gerechnet werden. Und aus meiner Sicht ist das das absolute Minimum, was jeder für seine Finanzen tun sollte: seine Fixkosten aufzuschreiben und diese im besten Fall immer bei sich zu tragen. Dass du mal nachgucken kannst oder schauen kannst: Was ist eigentlich drin? Was ist eigentlich mein Spielraum? Wie viel Geld darf ich eigentlich überhaupt ausgeben? Beziehungsweise: Wie viel Geld habe ich eigentlich übrig nach meinen Fixkosten?

So, jetzt weißt du also, wenn du null Komma null Bock hast auf das Thema Haushaltsbuch führen, was zu tun ist. Von meiner Seite aus kannst du jetzt natürlich diesen Podcast abschalten und das ganze Thema umsetzen. Für alle anderen mache ich gerne noch ein bisschen weiter und verrate dir den nächsten Step, den nächsten kleinen Step, der auch schon deutlich mehr Ruhe und Klarheit in deine Finanzen bringen wird und auch gar nicht so ein großer Aufwand ist.

Du kennst jetzt also deine Fixkosten, also was du auf jeden Fall ausgibst, ohne Wenn und Aber, weil es halt Fixkosten sind, die definitiv ja irgendwo vertraglich zugesichert sind, weil es ja sonst per Definition keine Fixkosten wären. Jetzt hast du natürlich immer noch keinen Bock darauf, täglich ein Haushaltsbuch zu führen. Das verstehe ich. Das ist schade. Aber ich möchte dir jetzt an der Stelle noch einen weiteren Schritt geben, der aus meiner Sicht natürlich unverzichtbar ist und den ich dir sehr, sehr stark ans Herz legen würde, wenn du dir mehr Ruhe und Klarheit in deinen Finanzen wünschst.

Was ist also noch wichtig für deine Planung? Jetzt hast du deine Fixkosten eingeplant. Der nächste Schritt wäre es, wenn du sagst, ich möchte kein tägliches Haushaltsbuch führen, einmal eine vernünftige Rücklagenplanung zu machen, beziehungsweise vielleicht nur eine grobe Rücklagenplanung. Was meine ich mit Rücklagen? Wir alle haben Themen wie: Ja, wir möchten gerne in den Urlaub fahren. Wir haben vielleicht ein Auto, das irgendwann mal repariert werden muss. Wir haben vielleicht irgendwelche Reparaturen an Haus und Garten, die vielleicht anfallen. Wir haben alle größere Anschaffungen, die irgendwann auf uns zukommen werden, vielleicht größere Wünsche oder irgendwelche Dinge, die du dir gerne leisten möchtest. Und das sind für mich Dinge, für die du auf jeden Fall Rücklagen aufbauen solltest. Denn in den meisten Fällen sind das Themen, die deinen aktuellen Monat, deine Monatsausgaben sprengen würden.

Das heißt also, Beispiel: Du möchtest jetzt einen großen Urlaub planen, dann wird es wahrscheinlich schwierig, wenn du den letztlich dann bezahlen musst, wenn du ihn buchst. Im besten Fall hast du dafür vorgesorgt. Das machst du mit deinen Rücklagen, und die solltest du auf jeden Fall mit einplanen. Das wäre für mich der nächste Schritt, den du mal machen solltest. Setz dich mal hin. Überleg dir mal, was es an Themen gibt, für die du Rücklagen aufbauen solltest, und plane die genauso mit ein wie Fixkosten jeden Monat, sodass du im Endeffekt eigentlich dann deinen richtigen monatlichen Spielraum siehst. Den, den du wirklich hast, wenn du alles mit einplanst, was ja nicht nur an Fixkosten da ist, sondern auch das, was du zusätzlich darüber hinaus noch zur Seite legen möchtest. Und dann siehst du so ein bisschen deine wahre Monatsbilanz schon mal aufblitzen und kennst deinen Spielraum viel genauer.

Und für alle, die jetzt immer noch zuhören und vielleicht bereit sind, noch ein kleines bisschen weiterzugehen: Ich freue mich. Das ist eine sehr, sehr gute Entscheidung, denn ich habe noch einen wichtigen anderen Grund, zumindest mal über das Haushaltsbuchführen nachzudenken. Ich habe ja eben gesagt, das Thema Haushaltsbuch hilft dir als Entscheidungsgrundlage. Das heißt, deinen Spielraum zu kennen, das ist das Thema, was sich für mich darauf bezieht, was das absolute Minimum ist. Aber aus meiner Sicht gibt es einen ganz anderen Grund dafür, Haushaltsbuch zu führen. Und der ist aus meiner Sicht viel wertvoller, als nur zu wissen, wie viel Geld noch da ist.

Nämlich, dass du über dein Haushaltsbuch sehr, sehr viel verstehen wirst. Verstehen, wie du selber tickst, deine eigenen Prioritäten kennenlernen wirst. Denn wenn du dein Ausgabeverhalten mal beobachtest, dann wirst du sehr, sehr viel über dich und deine Prioritäten lernen. Und der große Vorteil darin ist, dass du siehst, wo du vielleicht Geld verlierst, weil du es einfach so ausgibst, durch eine pure Gewohnheit. Und alleine dadurch, dass du einfach nur aufschreibst, wo du dein Geld ausgibst, also konsequent Haushaltsbuch führst, wirst du das sehen. Und dadurch, dass du es siehst, wirst du es anpassen, nach und nach.

Und das wird auf der einen Seite natürlich deinem Konto guttun, aber vor allem wird es dir persönlich guttun, denn du wirst dadurch viel entspannter durchs Leben gehen. Viel bessere Entscheidungen treffen beim Thema Konsum, viel klarer konsumieren, viel besser wissen, was eigentlich deine Prioritäten sind. Viel mehr nach deinen Prioritäten leben im Bereich Konsum. Das meine ich immer damit, wenn ich sage: Du wirst beim Thema Haushaltsbuchführen beiläufig besser und besser mit deinem Geld umgehen. Deswegen mein Rat an dich: Fang an, vernünftig Haushaltsbuch zu führen. Hol dir dafür unsere App. Starte durch.

Ja, wenn du bis hierhin das Ganze gehört hast, dann lass doch auch gerne mal eine Fünf-Sterne-Bewertung da bei Spotify und Co. Oder einen Kommentar. Oder lass gerne auch per E-Mail von dir hören. Ich freue mich drauf. Und bis zum nächsten Mal.

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