Worum es geht
Viele fühlen sich genau zwischen diesen beiden Polen zerrissen. Ausgeben mit schlechtem Gewissen, Sparen mit Frust. In dieser Folge spreche ich darüber, warum dieses Spannungsfeld entsteht, was fehlende Klarheit über die eigenen Prioritäten damit zu tun hat – und warum blinder Verzicht oder Finanz-Crashdiäten keine Lösung sind. Wenn du deinen eigenen Weg mit Geld finden willst, statt ständig zwischen Genuss und Vorsorge zu pendeln, ist diese Folge für dich.
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Transkript
Folge 53 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit
Vermutlich ist das ein riesiger Kampf der Prioritäten für viele Menschen. Eigentlich müsste ich doch fürs Alter vorsorgen und sparen. Aber ich will ja auch jetzt leben. Und ich kann mir vorstellen, dass das für viele ganz viel Lebensfreude killt. Was ist denn jetzt eigentlich richtig? Jetzt Geld ausgeben oder doch für später aufbewahren? Ich glaube, ich spoilere nicht zu viel, wenn ich jetzt sage: Meine klare Empfehlung ist es da, einen individuellen Mittelweg zu gehen.
Natürlich gibt es Leute da draußen, die versuchen, so früh wie möglich in Rente gehen zu können und alles Geld, was sie verdienen, im besten Fall zu behalten. Das bin ich persönlich nicht, und darüber rede ich auch hier nicht. Aber ich denke, vor allem sollte jeder selber entscheiden, was er mit seinem Geld macht. Und ein großes Problem, das ich sehe, das viele Menschen haben, ist, dass sie ihre eigenen Prioritäten nicht so richtig kennen und was ihnen wirklich wichtig ist. Und das ist auch gar nicht so leicht klar zu bekommen. Und ja, wenn es dann nicht ganz klar ist und unklar ist, dann überlassen wir im Prinzip das Ganze so ein bisschen sich selbst. Und dann ist meistens das Geld weg.
Und ja, wenn es dir so geht, dass du so ein bisschen hin- und hergerissen bist und immer wieder hin und her schwankst zwischen jetzt leben und sparen, dann ist diese Folge für dich genau richtig. Denn ich möchte mit dir darüber sprechen, wie du es schaffst, deinen persönlichen Mittelweg zu finden.
Was ist also richtig? Natürlich musst du es selbst für dich entscheiden. Es gibt dabei meistens nur ein großes Problem. Wenn wir uns hin- und hergezogen fühlen, dann ist es so, dass wir unsere eigenen Prioritäten nicht ganz so genau kennen. Und wer die nicht kennt, der wird es schwer haben, mit dem Thema Frieden zu finden. Und immer hin- und hergerissen sein zwischen: mal das Geld ausgeben und dann wieder ein schlechtes Gewissen haben. Dann wieder hinsetzen und versuchen, das Geld zusammenzuhalten. Vielleicht die Ausgaben zusammenzustreichen, eine sogenannte Crashdiät zu starten, ja, alles irgendwie zu hinterfragen.
Und ich weiß ganz genau, dass es ganz, ganz vielen Menschen so geht, wenn ich über das Thema Haushaltsbuch spreche, dass sie genau das auch befürchten, was sie tun müssten, wenn sie anfangen, Haushaltsbuch zu führen: Dinge, die ihnen lieb geworden sind, zu streichen und auf irgendwas zu verzichten, was ihnen wichtig ist. Und fast immer so eine Angst entwickeln beim Thema „Ich müsste mich mal an meine Finanzen setzen”. Und das ist ein ganz, ganz wichtiges Zeichen. Wenn das Thema dir so ein bisschen Angst macht, dann kannst du daran erkennen, dass das irgendwie der falsche Weg ist. Denn so funktioniert es nicht, denn du brauchst einen Weg, der dir auch Spaß macht und langfristig funktioniert. Wenn du dich dafür hart zusammenreißen musst, für deinen finanziellen Erfolg, dann wirst du das auf Dauer nicht schaffen. Deswegen glaube mir: Es gibt einen gesünderen und einen langfristigen Weg zum Erfolg mit deinen Finanzen.
Und was ist nun der Schlüssel? Meiner Erfahrung nach müssen die meisten Menschen dem Thema einfach ein bisschen mehr Zeit geben und vor allem den Fokus darauf legen, ein klares Bewusstsein zu entwickeln, wo sie ihr Geld gerade eigentlich ausgeben. Wo landet dein Geld gerade wirklich? Und daran erkennst du deine aktuellen Prioritäten, was das Thema Konsum angeht. Und meistens haben wir uns darüber nie so wirklich klar Gedanken gemacht oder das auch klar definiert, was da unsere Prioritäten sind. Und deswegen sind die realen Prioritäten, also so, wie wir uns verhalten, ganz, ganz häufig einfach verschoben und entsprechen überhaupt nicht unseren wahren Prioritäten. Das heißt, du gibst zwar dein Geld aus, aber viele Ausgaben entsprechen eigentlich gar nicht deinen wahren Prioritäten.
Deswegen geht es darum, viel, viel achtsamer zu werden, uns mal Zeit dafür zu nehmen, vernünftig hinzuschauen, wo dein Geld eigentlich landet. Das bedeutet, du brauchst im Prinzip ein Vorgehen, wie du es im Alltag ganz, ganz einfach schaffst, deine Ausgaben mal aufzuschreiben, vernünftig Haushaltsbuch zu führen. Ganz, ganz simpel, das Ganze nur aufzuschreiben und dann im zweiten Schritt auch ein bisschen vergleichbarer zu haben. Da empfehle ich immer das Thema Monatsbilanz. Das heißt also, du musst wissen: Was geht so im Monat eigentlich durch? Das Ganze nenne ich: deine Monatsbilanz kennen.
Und dann, wenn du es schwarz auf weiß siehst, wirst du relativ schnell erkennen, was vielleicht auch Geldfresser sind, wo du im Prinzip dein Geld ausgibst und es dir eigentlich gar nicht so viel bedeutet. Und darum geht es, und das wirst du meiner Erfahrung nach eher beiläufig über die Zeit erkennen und nicht in einer Einmalaktion, in der du das Ganze einmal aufstellst. Und es sollte dir dabei darum gehen, einfach ein Gefühl zu entwickeln, wie du tickst, und dir ein klares Bewusstsein zu verschaffen, welche Summen du an welcher Stelle ausgibst und, ja, was dir davon eigentlich wichtig ist und was du dir in Zukunft vielleicht auch einsparen könntest.
Und in dem Moment, wo du anfängst, deine Finanzen dort an der Stelle besser zu verstehen, dann passen sich deine Prioritäten auch logischerweise an. Und wenn dir Vorsorge und Geldsparen eigentlich wichtig sind, wirst du es so schaffen, das immer mehr mit unterzubringen und nach und nach anzupassen, sodass im Endeffekt alle deine Bedürfnisse, alle deine Prioritäten in deinem Verhalten, in deinem Konsumverhalten auch eine Rolle spielen.
Und genauso geht es mir persönlich auch. Dadurch, dass ich Haushaltsbuch führe, merke ich sehr, sehr stark, wie mein Konsumdrang, mein Konsumwunsch eigentlich immer weniger Bedeutung bekommt. Natürlich gibt es Dinge, die mir wichtig sind, die mir was bedeuten, die ich mir dann natürlich auch gezielt leiste. Das ist dann aber auch gar nicht das Problem in den allermeisten Fällen, denn wenn man im Prinzip auf ganz, ganz viele Dinge verzichtet, die man vielleicht ja unbewusst einfach mitgenommen hätte, dann hat man auch den Spielraum dafür. Und dann ist auch meistens der Spielraum dafür da, dass du es schaffst, Geld zur Seite zu legen.
Noch einmal zusammengefasst: Jeder sollte selbst entscheiden, wie viel Geld er zur Seite legt, wie viel Geld er auch ausgibt. Denn jeder Mensch ist individuell. Das Problem ist aber, dass unser Ausgabeverhalten häufig unbewusst ist und dadurch ganz, ganz viel Geld einfach verloren geht. Meistens ist es so, dass das komplette Geld weg ist. Wenn wir gar nicht hingucken, dann sind wir unzufrieden. Das ist nicht unsere wirkliche Priorität. Daher ist es wichtig, hinzuschauen, sich bewusst zu machen, wo das Geld landet. Das hilft dir enorm dabei, dass du in Zukunft dein Geld automatisch schon so verteilst, dass es dir passt, dass es dir in die Karten spielt, dass es nach deinen eigenen Prioritäten ist.
Ich sag dazu mal: Das läuft dann beiläufig, das passiert beiläufig. Wir werden immer wieder leicht justieren und keine Crashdiäten starten, nicht zusammenstreichen, nirgendwo drauf verzichten, was uns wirklich wichtig ist, sondern einen leichten Mittelweg finden, der zu dir passt, weil es dein Weg ist, weil es deine Entscheidungen sind. Und das ist das, was ich mir für dich wünsche. Also starte jetzt, hol dir unsere App, denn die hilft dir dabei, deine Ausgaben zusammenzubekommen und auch auf den Monat zu berechnen. Und ja, starte mit deinem Haushaltsbuch. Dabei wünsche ich dir viel Erfolg, und bis zum nächsten Mal.
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