GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 66 · 14. MAI 2026 · 10 MIN

Raus aus dem Mangelmodus – 3 Schritte zu finanziellem Rückenwind

Worum es geht

Finanzen sollten dir Sicherheit geben – nicht dauerhaft Energie rauben. Doch genau das erleben viele Menschen im Alltag. In dieser Folge spricht Per darüber, warum so viele im finanziellen Hamsterrad feststecken, weshalb alte Muster oft stärker sind als mehr Einkommen und wie aus einem belastenden Geldthema wieder etwas Positives werden kann.

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Transkript

Folge 66 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit

Für viel zu viele Menschen ist das Thema Finanzen einfach ein negatives, ein doofes Thema, weil sie permanent in so einem Mangelmodus sind. Und zwar auch trotz gutem Einkommen geht es vielen Menschen so, dass einfach permanent zu wenig Geld da ist und das Thema Finanzen das Leben eher schwerer macht und sie gezwungen sind, mit dem Geld immer wieder zu improvisieren, und irgendwie dabei sind, die ganze Zeit das Geld zusammenzuhalten. Dann ist es logisch, wenn du an dem Punkt bist, dass dich das Thema extrem runterzieht.

Und deswegen möchte ich in dieser Folge GELD VERSTEHEN einmal darüber sprechen, worum es mir persönlich geht, und vor allen Dingen eine Sache klarstellen: Auch wenn das Ganze hier GELD VERSTEHEN heißt, eigentlich geht es dabei nicht ums Thema Geld, sondern es geht ums Thema Lebensqualität. Es soll dir gut gehen. Ja, das Thema Finanzen soll dir Sicherheit geben. Du sollst dich frei fühlen. Du sollst nicht getrieben sein von dem Thema Geld. Du sollst im besten Fall abgesichert sein. Du sollst vernünftig planen können und den Raum und das Geld für die Dinge haben, die dir wirklich wichtig sind. Deswegen möchte ich in dieser Folge über das Thema sprechen: Wenn du an dem Punkt bist, dass das die ganze Zeit für dich so ein Mangelthema ist, was du tun kannst, um, ja, das Ganze nicht weiter vor dir wegzuschieben, sondern Schritt für Schritt dafür zu sorgen, dass deine Finanzen auf einem soliden Fundament stehen, was dir fürs Leben Rückenwind verleiht.

Was ist die ganz große Herausforderung? Warum ist das Thema Geld häufig so schwerfällig oder so schwierig? Ganz einfach: Ja, wir sind alle Menschen. Und wir sind sehr stark emotional gesteuert, leben in unseren Routinen, die wir so gelernt haben, die wir uns antrainiert haben, haben klare Gewohnheiten. Und ja, wenn Geld einmal etwas Negatives ist oder auch so in unser Leben integriert ist, dass das Geld einfach von uns fließt, einfach das Geld nicht da ist, dann ist das ja erst mal schmerzhaft und logischerweise ein negatives Thema, was uns belastet. Und wahrscheinlich ist es sogar so normal geworden, dass es ein negatives Thema ist, dass wir es häufig gar nicht so richtig wahrnehmen. Also wir stecken dann in einem Kreislauf, und meistens führt es dazu, dass wir nicht so genau hingucken, was da eigentlich mit unserem Geld passiert. Wir kriegen keinen Zugriff drauf, und dementsprechend ist das Geld am Ende des Monats häufig weg.

Das ist das große Problem. Meistens sogar dann, oder in der Regel sogar dann, wenn man irgendwann irgendwie mehr Geld zur Verfügung hat, durch zum Beispiel eine Gehaltserhöhung oder, ja, irgendwelche anderen –, dann ist das meistens nur ein kleiner Push. Aber die alten Muster sind trotzdem da. Und wenn du in dieser Schleife steckst, dann wirst du feststellen, dass auch mehr Geld dir keine Leichtigkeit bringt, sondern du brauchst dort eine Unterbrechung. Du brauchst dort einen anderen Weg. Du brauchst einen neuen Weg, wie du mit deinem Geld umgehst.

Ja, was ist dann extrem wichtig? Wo musst du eigentlich versuchen hinzukommen? Was bringt wirklich Leichtigkeit ins Thema Finanzen? Was gibt dir wirklich Freiheit? Was gibt dir wirklich Gelassenheit? Was gibt dir Entspannung mit dem Thema Geld und Finanzen? Die Antwort ist ganz simpel und logisch: Das Geld muss irgendwie da sein, und du musst irgendwie eine Form von Wachstum sehen. Du musst es irgendwie auch auf deinem Kontostand erkennen. Und wenn du das hinbekommst, dann wird dir das Ganze erst wirklich Ruhe und Gelassenheit geben, weil wahrscheinlich aktuell die Symptome eher auf leerem Konto oder auf fehlendem Kontostand sind. Das bremst dich tierisch aus.

Deswegen musst du grundsätzlich dafür sorgen, dass du dort positive Erlebnisse hast und aus diesem Mangelmodus rauskommst, indem du einfach dagegen angehst und es schaffst und vor allen Dingen auch das Ganze wahrnimmst: dass du nicht in einer Abwärtsspirale bist oder in so einem Strudel bist, wie es sich vielleicht jetzt anfühlt, sondern dass du erkennst und dafür sorgst, dass du in einer Aufwärtsspirale bist. Das ist, denke ich, komplett logisch. Und das sage ich aber aus dem Grund, weil es eigentlich eine sehr, sehr gute Nachricht ist. Denn wenn du jetzt gerade in so einem Strudel steckst, dann funktioniert diese Energie, dann zieht dich das runter. Und das funktioniert genauso auch andersrum. Wenn du es schaffst, in eine Aufwärtsspirale zu kommen, dann wird dich das auch hochziehen. Dann wird dir das Spaß machen. Dann wirst du dahin kommen, dass das Thema Finanzen plötzlich zu etwas Positivem wird.

Und deswegen, ganz wichtig, sollte dein Ziel sein, dass du ja relativ schnell positive Ergebnisse bekommst, um dich einfach aus dem Ganzen herauszuziehen, um dann dafür zu sorgen, dass du ja eigentlich das Thema Finanzen immer mehr zu einem Positiven in deinem Leben gestaltest. Und dann wirst du es auch hinbekommen, dass das Geld in Zukunft mehr und mehr bei dir bleibt. Und das sollte das grundsätzliche Ziel sein, weil dann entsteht so eine positive Aufwärtsspirale. Das habe ich häufig in Coachings erlebt, dass Menschen dann an dem Punkt, wenn sie es wirklich schaffen, plötzlich eine ganz andere Energie auf das Thema Geld gewinnen. Und mit der Energie ist dann viel, viel möglich.

Wie schafft man das? Das ist natürlich dann die Frage, logischerweise. Wie bei vielem im Leben: Schritt für Schritt. Und meistens sind das auch nur so kleine Veränderungen, die erst mal sinnvoll sind. Ich teile das Ganze mal ganz grob in drei Schritte ein, die du durchlaufen solltest beziehungsweise wo ich dir raten würde, dich darauf zu fokussieren.

Als Allererstes: den Kreislauf zu durchbrechen. Du schaust wahrscheinlich gerade nicht so genau hin oder hast gar nicht so ein gutes Muster, wie du drauf schaust, wo dein Geld eigentlich hingeht. Deswegen ist Nummer eins: hinschauen, wo dein Geld hinwandert, damit du verstehen kannst, wo eigentlich dein Geld aktuell landet.

Schritt Nummer zwei: Du musst anfangen, daraus etwas zu machen. Das heißt, das passiert meistens auch automatisch dadurch, dass du hinschaust, dass du schon anfängst, dein Geld in andere Bahnen zu lenken, dass du auf bestimmte Ausgaben vielleicht verzichtest, dass du bestimmte Ausgaben einfach streichst, die du gar nicht brauchst, und so automatisch schon mal in eine Aufwärtsspirale kommst. Ich nenne immer dieses Gesetz der Verschwendung, was greift, wenn wir nicht hinschauen. Und im Endeffekt, dadurch, dass du hinschaust und im zweiten Schritt dann mal bewusst dein Geld ein bisschen anders lenkst, vermeidest du erst mal das Gesetz der Verschwendung. Das heißt also, viele deiner Ausgaben darfst du einfach mal hinterfragen und dementsprechend neue Entscheidungen treffen.

Und der dritte Schritt, um den es dann geht, ist, ein System zu finden, was für dich arbeitet, was dafür sorgt, dass du ja nach und nach Geld zur Seite legst. Im ersten Moment auch wirklich egal, wie viel. Das hängt natürlich davon ab, wie dein Spielraum so grundsätzlich ist. Aber das Wichtigste ist, dass du es schaffst, dort jeden Monat einen kleinen Schritt nach vorne zu machen, damit du die sogenannte Aufwärtsspirale einfach erst mal anfängst zu sehen. Das Wichtigste ist dabei wirklich, dass du es messbar hinbekommst, dass du dort ein klares System hast, wo du siehst, dass Geld plötzlich bei dir bleibt, und du es erlebbar und greifbar für dich machst, dass ja der Zug plötzlich in eine andere Richtung fährt. Denn dann wirst du automatisch Energie aufbauen und mehr Verständnis dafür gewinnen, wie du dein Geld auch lenken kannst.

Das wird plötzlich zu einem positiven Thema. Das wird dir Spaß machen. Du wirst plötzlich Stellschrauben entdecken, wie du das Ganze noch positiver für dich gestalten kannst. Und plötzlich wird aus diesem Mangelthema ein Thema, was dir Spaß macht. Und das wird sich wahrscheinlich am Anfang erst mal nicht so danach anfühlen, wenn du damit startest. Das kann ich dir auch sagen. Das wird am Anfang vielleicht erst mal so sein, dass du das Gefühl hast, es geht alles so weiter wie bisher. Und deswegen bleib da unbedingt dran, wenn du dich auf diese Reise machst. Meistens sind es kleine Stellschrauben, die dafür sorgen, dass du es schaffst, so ein paar Euro mehr bei dir zu behalten. Und wenn du das konstant durchhältst und dranbleibst, dann wirst du merken, dass du dein Leben auf finanzieller Ebene immer mehr nach deinen eigenen Prioritäten bestimmst. Und das wird dir Rückenwind geben. Dann macht das Thema Spaß, und so entsteht plötzlich ein solides finanzielles Fundament.

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