GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 48 · 8. JANUAR 2026 · 11 MIN

Du erreichst deine finanziellen Ziele nicht? Dann mach das!

Worum es geht

Vielleicht kennst du das: Du setzt dir ein klares Ziel, nimmst dir fest vor dranzubleiben – und trotzdem bleibt am Ende wenig hängen. Gerade beim Thema Geld fühlt sich das besonders frustrierend an. In dieser Folge spreche ich offen darüber, warum genau das kein Zufall ist und weshalb der klassische Fokus auf Zahlen, Sparziele und Disziplin häufig in die falsche Richtung führt.

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Transkript

Folge 48 zum Nachlesen · 8 Minuten Lesezeit

Wie häufig setzt man sich im Leben Ziele und erreicht diese dann im Endeffekt doch nicht? Ich wette, es gibt bei jedem diese Bereiche, wo man sich immer wieder neue Ziele setzt und diese leider nicht so erreicht, wie man sich das wünscht. Und auch besonders beim Thema Finanzen setzt man sich häufig Ziele, und leider wird viel zu oft nichts daraus, auch mit viel Aufwand und viel Energie. Woran liegt das? Was ist da der Grund? In dieser Folge möchte ich über meine persönliche Erfahrung mit diesem Thema sprechen. Und zwar geht es da um die Art und Weise, wie wir uns Ziele setzen, die häufig ein Hauptgrund ist, warum wir gerade im Bereich Finanzen unsere Ziele nicht erreichen. Denn häufig wird dabei der falsche Fokus gesetzt. Und deswegen ist meine Hauptaufgabe in meinen Coachings, Menschen einen anderen Fokus zu geben als bisher. Und zwar einen, der dafür sorgt, dass du deine finanziellen Ziele erreichst. Und zwar nicht mit Härte und Verzicht, sondern mit einer Leichtigkeit. Und genau um dieses Thema geht es in dieser Folge.

Grundsätzlich möchte ich dazu natürlich sagen: Ich kenne das Thema von mir selbst auch. In ganz, ganz vielen Bereichen setze ich mir immer wieder Ziele und erreiche die dann doch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Früher war ich so der Typ, der sich immer genau die Frage gestellt hat: Wo genau will ich hin? Und ich habe versucht, diese Ziele so konkret wie möglich zu machen. Und das war so ein bisschen das, was für mich aus dieser gesamten Erfolgsliteratur immer herauskam: Setz dir klare und konkrete Ziele. Das halte ich nach wie vor auch für richtig und gut. Man sollte auf jeden Fall wissen, wohin man will.

Wie wird das aber häufig in der Realität umgesetzt? Man hat ein ganz konkretes Ziel entwickelt. Zum Beispiel: Ich möchte Ende des Jahres 10.000 Euro auf dem Konto haben. Man schreibt sich das überall hin und setzt sich das so ein bisschen als Fixpunkt. Sprich, man hat den Fokus ganz klar beim Ergebnis. Und gerade beim Thema Finanzen passiert das ganz, ganz schnell. Denn Finanzen sind dadurch, dass sie zahlengetrieben sind, natürlich so messbar wie wahrscheinlich nichts anderes. Deswegen haben wir uns gerade im Bereich Finanzen häufig solche Ziele gesetzt, die sehr, sehr stark auf das Endergebnis ausgelegt sind.

Und wenn wir dann losgehen und sagen, ich möchte dieses Ziel erreichen, dann haben wir folgendes Problem: Das ist meistens erstens sehr groß und sehr, sehr weit weg. Und wir müssen im Prinzip, um dieses Ziel zu erreichen, sehr, sehr lange durchziehen, um das Ergebnis zu haben. Und ja, ein zweites Problem, und eigentlich das Hauptproblem, ist häufig, dass wir uns in dem Moment keine Gedanken darüber machen, wie wir das Ziel eigentlich konkret erreichen. Klar, wenn wir sagen, wir wollen im Prinzip eine gewisse Summe Geld auf dem Konto haben, dann heißt es ja, wir müssen Geld einsparen. Und ich glaube, das hat jeder verstanden. Das kann wahrscheinlich auch jeder. Und wenn wir daraufhin dann unsere Priorität setzen und sagen: Okay, wir fangen jetzt an, hart Geld zu sparen, dann werden wir eventuell auch unser Ziel erreichen, aber meistens eher mit sehr, sehr viel Härte. Und das macht die Sache für viele Menschen sehr, sehr schwierig.

Denn, ja, es warten natürlich auch Rückschläge, wo plötzlich die Ausgaben steigen. Das wirft einen dann schnell aus der Bahn. Und dementsprechend kann es definitiv funktionieren, wenn du dir ein klares Ziel setzt, dass du dort hinkommst. Es kann sein, dass dich das so sehr motiviert, dass du dich durch die Zeit durchboxt. Aber meiner Erfahrung nach ist es kein Garant für Erfolg, wenn du dir so ein glasklares Ziel gesetzt hast. Denn dabei fehlt häufig so ein bisschen die Nachhaltigkeit. Viele Vorhaben scheitern wahrscheinlich schon auf dem Weg. Und ja, ich glaube, gerade wenn man sich so ein konkretes Ziel setzt, verleitet es einen auch eher dahin, später mit dem aufzuhören, was man dort gemacht hat. Man wird dann eher wieder in alte Muster zurückkehren und erlebt einen Jojo-Effekt. Und das sollten wir aus meiner Sicht lieber vermeiden.

Schauen wir uns das Problem also genauer an: Was ist eigentlich die grundsätzliche Problematik daran, wenn bisher kein Geld bei dir bleibt? Woran liegt das? Andere schaffen es ja auch. Ganz klar: Es liegt an deinen aktuellen Gewohnheiten, an deinen Routinen. So, wie du mit deinem Geld umgehst, funktioniert es nicht für, ja, Geld ansparen beziehungsweise für ein bestimmtes Ziel. Logisch, denn du gibst dein Geld aus, und das, was du zur Verfügung hast, ist hinterher weg. Oder vielleicht gibst du sogar noch mehr aus, als du hast. Und das ist das eigentliche Problem, warum du deine finanziellen Ziele nicht erreichst.

Jetzt kannst du natürlich darüber gehen und den Fokus auf Sparen setzen und, ich sage mal so hart, verzichten und irgendwo einen Weg einschlagen, wo du sagst: Okay, ich versuche jetzt mit der Brechstange, dieses Ziel zu erreichen. Das ist, wie gesagt, der harte Weg. Was du aber eigentlich wirklich verändern musst, ist logischerweise deine Gewohnheit, wie du mit deinem Geld umgehst. Und ja, wie gesagt, es schaffen ja auch andere Leute locker-flockig, Geld zur Seite zu legen. Und das Einzige, was diese Menschen haben, sind klar andere Gewohnheiten. Mehr ist das Ganze nicht. Und das, was du wirklich brauchst, um deine Ziele auch nachhaltig zu erreichen, sind neue Gewohnheiten.

Und das ist das, was ich dir empfehlen würde: nicht den Fokus auf ein Ziel zu setzen. Natürlich dir auch Ziele zu setzen, aber den Fokus darauf zu legen, eine neue Gewohnheit zu etablieren beziehungsweise neue Gewohnheiten, einen neuen Umgang mit Geld zu etablieren. Nicht den Fokus darauf zu setzen, ein Ziel zu erreichen. Nicht darauf zu schauen, dass du 10.000 Euro auf dem Konto hast, sondern deine Handlung im Alltag in den Fokus zu bringen. Denn dann, und das kann ich dir garantieren, kommen die Ergebnisse automatisch. Und ja, das Erreichen des Ziels ist dann nur eine logische Konsequenz, wenn du es schaffst, deine Gewohnheiten entsprechend anzupassen.

Ja. Und was bedeutet das konkret, wenn du jetzt deine Finanzen in den Griff bekommen möchtest und Sparen dein großes Ziel ist? Dann würde ich dir sehr, sehr stark raten, im ersten Schritt den Fokus auf eine neue Gewohnheit zu legen. Und zwar den Überblick über deine Geldflüsse zu gewinnen. Verstehen, wohin dein Geld fließt. Nichts anderes. Erst mal nur zu schauen: Wohin geht mein Geld eigentlich aktuell? Denn was wird dann passieren? Du wirst dir deiner blinden Flecken bewusst. Wir alle haben das. Wenn wir nicht hinschauen, wissen wir eigentlich gar nicht so genau, wo das Geld landet. Wir wissen auch nicht, wo unsere Geldfresser sind, wo Geld verloren geht.

In dem Sinne – das definiere ich für mich so, dass ich sage: Okay, Geld geht verloren, wenn du es für etwas ausgibst, was es dir eigentlich nicht wert ist. Dann geht Geld verloren, dann hast du einen Geldfresser, und den wirst du nur aufdecken, wenn du genau weißt, wo dein Geld eigentlich hingeht. Und wenn du siehst, wenn du schwarz auf weiß siehst, wohin dein Geld geht, dann wirst du verstehen, worauf du in Zukunft verzichten kannst und willst, und wirst es auch automatisch tun und dementsprechend automatisch auch anfangen, mehr und mehr Geld bei dir zu behalten, weniger Geldfresser zu etablieren beziehungsweise, ja, mehr Geldfresser aufzudecken, einfach mehr finanziellen Spielraum für dich freizuschaufeln und es zu schaffen, Geld bei dir zu behalten.

Wenn du deine Finanzen immer im Blick hast, wenn du die Kontrolle über deine Geldflüsse hast, dann, kann ich dir garantieren, wirst du langfristig deine Ziele, deine finanziellen Ziele erreichen. Und zwar nicht auf dem harten Weg, sondern, ich nenne es gerne mal, beiläufig. Und ja, du wirst merken, so schwer ist es dann nicht. Und wenn du diese Gewohnheit etabliert hast, dann ist das nicht nur ein Projekt, wo du dich vielleicht mal mit Härte durchboxt, bis du zu einem bestimmten Kontostand kommst, sondern einfach eine Gewohnheit, die dafür sorgt, dass du, ja, bis an dein Lebensende wahrscheinlich deine Finanzen im Blick hast und es so schaffst, auch langfristig und nachhaltig dein Geld zusammenzuhalten.

Wenn du Bock hast, das Ganze umzusetzen, dann empfehle ich dir auf jeden Fall, dir mal unsere App anzuschauen. Mit der schaffst du es relativ einfach, dir mal einen klaren Überblick zu verschaffen. Die nimmt dich dabei an die Hand. Mein Tipp ist: Fokussiere dich erst mal nur auf das ganze Thema Erfassen. Bilde da eine Routine, und du wirst automatisch beiläufig Erkenntnisse haben. Und gerade wenn du damit startest und jetzt vielleicht am Anfang noch gar nicht die Idee hast, wie du es schaffen sollst, deine ganzen Ausgaben aufzuschreiben, dann kann ich dir auch empfehlen: Mach doch mal die Erinnerungsfunktion an! In unserer App gibt es nämlich die Möglichkeit, dich täglich daran erinnern zu lassen, dass du deine Ausgaben aufschreibst. Und wenn du das hinbekommst, dann bin ich mir sicher, wirst du es auch schaffen, mehr und mehr Geld bei dir zu behalten und auch langfristig deine entsprechenden finanziellen Ziele zu erreichen.

Das ist mein Tipp, wenn es dir bisher schwergefallen ist, deine finanziellen Ziele zu erreichen. Ja, starte damit, neue Gewohnheiten zu etablieren. Die werden dich zu deinem Ziel tragen. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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