Worum es geht
„Ich schaue einfach auf mein Konto, dann weiß ich, wo ich stehe." – Klingt logisch, oder? Genau dieser Satz könnte der Grund sein, warum du finanziell nicht vorankommst.
Denn dein Kontostand erzählt dir nur die halbe Wahrheit. Er zeigt dir eine Momentaufnahme – aber nicht, wie viel von dem Geld längst vergeben ist. Das Ergebnis: Mal sieht alles entspannt aus, dann kommt plötzlich ein Monat, in dem alles weg ist. Obwohl du nichts anders gemacht hast.
In dieser Folge erfährst du, warum dein Kontostand Achterbahn fährt, welche Zahl dir wirklich sagt, wo du stehst – und wie du es schaffst, dass das Geld auf deinem Konto endlich das Geld ist, über das du auch wirklich verfügen kannst.
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Transkript
Folge 80 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit
Es gibt einen Satz, den ich ja häufiger mal höre. Und zwar der Satz: Ein Haushaltsbuch? Nein, das brauche ich nicht. Ich schaue einfach auf mein Konto, dann weiß ich, wo ich stehe. Und ja, ich kann den Gedanken dahinter grundsätzlich verstehen. Man kann ja einfach aufs Konto schauen, weiß, wie es um seine Finanzen steht. Ist vielleicht im ersten Moment logisch: Wenn ich wissen will, wie es um mein Geld steht, schaue ich einfach dahin, wo mein Geld ist. Gucke aufs Konto und sehe: Okay, es ist Geld drauf, alles ist gut. Aber wenn du finanziell nicht vorankommst, dann ist eventuell genau das das Problem.
Denn ja, das ist meistens der einzige Check, den die Menschen haben: aufs Konto zu schauen, das einzige Instrument, um ihre Finanzen einzuschätzen. Und wenn das dein einziges Werkzeug ist, triffst du jede Entscheidung, die du finanziell triffst, natürlich auf Basis dessen, was diese Zahl gerade aussagt. Das ist die Zahl, die dir sagt, was du dir leisten kannst, was gerade drin ist. Und ich kann dir sagen: Das reicht nicht. Zumindest dann nicht, wenn du finanziell nicht weiterkommst oder das Ziel hast weiterzukommen und es aktuell nicht schaffst. Ein Blick aufs Konto kann dir niemals sagen, wo du finanziell wirklich stehst. Warum das so ist und was du stattdessen tun und kennen solltest, darum geht es in dieser Folge.
Fangen wir mit einer einfachen Frage an: Was zeigt dir dein Kontostand eigentlich wirklich? Er zeigt dir nämlich genau eine Sache: So viel Geld ist jetzt auf deinem Konto. Und das war es auch. Mehr nicht. Mehr steckt in dieser Zahl nicht drin. Der Kontostand ist einfach eine Momentaufnahme. Er zeigt dir zum jetzigen Zeitpunkt an, was aktuell auf deinem Konto ist. Und mehr kannst du daraus eigentlich nicht lesen.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Was diese Momentaufnahme dir nämlich nicht zeigt, ist eine ganze Menge. Und zwar alles das, was mit dem Geld noch passiert. Du hast wahrscheinlich irgendwelche Abbuchungen, die anstehen, vielleicht nächste Woche laufen. Du hast irgendwelche Rechnungen, die noch offen sind. Irgendwelche Versicherungen, die nur einmal im Jahr fällig sind. Du hast eventuell vor, in den Urlaub zu fahren, was irgendwann Geld kosten wird. Was alles jetzt in deinem aktuellen Kontostand noch nicht berücksichtigt ist. Das heißt, auf dem Konto kann eine richtig gute Zahl stehen, und trotzdem ist eigentlich ein großer Teil von dem Geld schon längst vergeben, wenn nicht sogar mehr, als auf dem Konto ist. Das siehst du nur nicht. Und wenn sich diese Zahl gut anfühlt und du denkst: Passt, ich bin gut aufgestellt, alles ist in Ordnung, dann verschweigt dir die Zahl natürlich die halbe Wahrheit.
Und das zeigt sich dann so, dass du ja in manchen Momenten denkst: Es sieht alles entspannt aus. Da bleibt was übrig. Wunderbar. Es läuft. Und dann kommt plötzlich ein Monat, da wird es eng, und das Konto ist wieder leer, und alles ist wieder weg. Obwohl du gefühlt eigentlich nichts anders gemacht hast als sonst und dich ganz normal verhalten hast, wie du es sonst auch immer tust, ist plötzlich irgendwas passiert, was dafür sorgt, dass du ja gefühlt wieder bei null bist. Woran liegt es? Nicht an dem Verhalten, das du geändert hast, sondern, ja, wahrscheinlich an Ausgaben, die du einfach nicht gesehen hast, die du nicht vernünftig geplant hast und die dir der Kontostand so nie gezeigt hat.
Und das ist es, was ich ja immer so ein bisschen „Der Kontostand fährt Achterbahn“ nenne. Der geht rauf, geht runter. Mal sieht es richtig gut aus, dann ist man entspannt. Und dann passiert plötzlich irgendwas, und das Geld ist weg. Und so entsteht so ein Gefühl von: Es gibt gute und schlechte Monate. Dabei ist eigentlich ja der Fokus der falsche, und du schaust einfach auf die falsche Zahl, die dir nicht die ganze Geschichte erzählt.
Und damit kommen wir auch zu dem, worauf es wirklich ankommt. Wenn du deine Finanzen vernünftig im Griff haben willst und wenn du auch einen Hebel haben willst, wo du ansetzt, und verstehen willst, wo dein Geld eigentlich bleibt, und verstehen willst, wie du es auch schaffst, dein Geld so zu lenken, dass du damit zufrieden bist, dass vielleicht auch was übrig bleibt oder es dort ankommt, wo du es willst, und nicht immer wieder das Konto Achterbahn fährt. Denn viel wertvoller als dein Kontostand ist eine andere Zahl oder ein anderes Thema. Und zwar, deine grundsätzlichen Geldflüsse zu kennen.
Was meine ich damit? Ganz einfach: Was kommt bei dir im Monat rein? Das ist ein Geldfluss, oder? Wahrscheinlich in den meisten Fällen. Ein Geldfluss, es können auch mehrere sein. Und was geht an Geldflüssen raus? Das musst du wissen, um einen vernünftigen Überblick zu haben, wie du wirklich finanziell dastehst. Und das ist ein komplett anderer Blick. Dein Kontostand zeigt dir den Zustand, den aktuellen Zustand, und deine Geldflüsse zeigen dir, was wirklich mit deinem Geld passiert: was reinkommt, was rausgeht und was noch ansteht.
Und genau dafür empfehle ich immer, eine klare Monatsbilanz zu haben. Und deine Monatsbilanz ist im Grunde der Überblick über deine Geldflüsse. Der Ort, wo deine Geldflüsse zusammenkommen, die dir zeigen, wie du wirklich dastehst und wie viel Spielraum du wirklich hast. Und wenn du dann deine Monatsbilanz noch mit einer vernünftigen Kontoaufteilung kombinierst, was ich dir empfehlen würde, passiert was ganz Spannendes. Denn dann schaust du auf dein Konto, und das Geld, das da liegt, das steht dir wirklich zur Verfügung. Das ist dann nicht nur eine Momentaufnahme, sondern das ist dann nämlich Geld, das dir wirklich zur Verfügung steht, und du kannst es verwenden, ohne dass es dann irgendwann eng wird oder irgendwann zum Problem wird. Es kommt dann einfach kein Engpass mehr, wenn du das einmal vernünftig geplant hast und alles, was du an Geld wissen hast, auch wirklich im Blick hast und, ja, unter deiner Kontrolle hast.
Und das ist der Riesenunterschied. Wenn du ja nicht den Kontostand als Maßstab nimmst, sondern eine vernünftige Monatsbilanz pflegst: Dann brauchst du meistens nicht mehr Geld, sondern es fehlt dir ja wahrscheinlich ein bisschen der Überblick. Und der Unterschied ist: Wenn du einen Überblick hast, dann ist es nicht nur ein Gefühl, ob es gut oder schlecht läuft. Dann weißt du es, dann weißt du ganz klar, was zu tun ist. Dann hast du die Handhabung bei dir. Dann kannst du entscheiden, was du mit deinem Geld tust, wie du auch Dinge anpasst oder änderst, vielleicht, welche Geldflüsse dir vielleicht auch nicht guttun. Und erst dann hast du dein Geld so richtig im Griff. Nicht, wenn die Zahl auf dem Konto gut aussieht, sondern wenn du weißt, was wirklich mit deinem Geld passiert.
Also, um die Frage vom Anfang noch mal klar zu beantworten: Reicht ein Blick aufs Konto? Nein, das reicht nicht. Ein Kontostand ist nur eine Momentaufnahme. Und eine Momentaufnahme hat sehr, sehr wenig Bedeutung, solange du deine wahren Geldflüsse nicht kennst. Deshalb ist mein Impuls an dich: Hab nicht deinen Kontostand im Blick, hab deine Geldflüsse im Blick, denn dann planst du mit dem Geld, das wirklich da ist. Und das ist der Anfang von allem, wenn du deine Finanzen in den Griff bekommen willst.
Und wenn du jetzt wissen willst, wie du deine Geldflüsse vernünftig sichtbar machst – genau darum geht es hier im Podcast –, dann hör dir gerne andere Folgen an. Da wirst du immer wieder Schritt für Schritt herangeführt, wie du das am besten hinbekommst. Lad dir unsere App runter, und, ja, ich wünsche dir dabei viel Erfolg, und bis zur nächsten Folge.
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