GELDVERSTEHEN
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FOLGE 73 · 2. JULI 2026 · 12 MIN

5 Finanzregeln, die du nie brechen solltest

Worum es geht

Manche Dinge im Umgang mit Geld sind keine Frage des Geschmacks – sie entscheiden darüber, ob du dauerhaft in einer finanziellen Balance lebst oder dich immer wieder im selben Kreislauf wiederfindest. In dieser Folge teilt Per fünf Grundregeln, die so simpel wie wirkungsvoll sind und auf die es am Ende wirklich ankommt.

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Transkript

Folge 73 zum Nachlesen · 9 Minuten Lesezeit

Wenn du finanziell erfolgreich sein willst oder mit deinen Finanzen gut auskommen möchtest, dann ist das eigentlich keine große Zauberei, kein großes Hexenwerk, sondern du musst eigentlich nur die richtigen Dinge tun. Wie bei so vielen anderen Dingen im Leben geht es logischerweise auch hier darum, dass du auf Dauer die Basics richtig umgesetzt bekommst. Dafür ist es auf der einen Seite natürlich wichtig, dass du ein Vorgehen hast, das einfach ist, das alltagstauglich ist. Aber vor allem eine Sache ist ganz, ganz wichtig: Du musst den Fokus halten, du musst dranbleiben und dich immer wieder auf diese Basics fokussieren, die dafür sorgen, dass du finanziell in einer Balance bist, dass es dir gut geht, dass deine Finanzen ausgeglichen sind. Und deswegen möchte ich dir in dieser Folge fünf Finanzregeln nennen, die du niemals brechen solltest.

Regel Nummer eins: Schau auf jeden Fall hin. Mach nicht den Fehler und verschließe die Augen vor dem, was da irgendwie vielleicht auf dich wartet. Sag nicht einfach: Passt schon, irgendwie, dann klappt das schon. Verdräng bloß nicht die Wahrheit, was dort in deinen Finanzen passiert. Deswegen ist es so wichtig, immer hinzuschauen, immer ehrlich mit dir selbst zu sein, immer klar zu sein, wo eigentlich gerade der Stand der Dinge ist. Bezahl deine Rechnungen. Wenn Rechnungen kommen, schieb die nicht weg. Bezahl deine Rechnungen, damit du auch immer klar hast, ja, wie du da stehst.

Schau lieber hin und erkenne die Wahrheit, auch wenn es aktuell vielleicht wehtut. Aber der einzige Schlüssel, um finanziell erfolgreich zu sein, ist, die Wahrheit zu kennen, die Realität zu kennen. Denn dann kannst du deine Weichen neu stellen. In dem Moment, wo du verdrängst, wo du nicht hinguckst, wo du es wegschiebst, wo du vielleicht sagst: Okay, passt schon, kann ich mich gerade nicht drum kümmern, wirst du definitiv finanziell nicht weiterkommen. Denn dann wirst du eher in einer Abwärtsspirale sein. Das ist es, was du auf jeden Fall vermeiden solltest.

Deswegen mach dir bewusst, in dem Moment, wo du vielleicht dazu neigst, mal wegzuschauen: Das ist das Schlimmste, was du tun kannst. Schau hin, schau lieber hin und hab es irgendwo schwarz auf weiß, dass gerade die Balance nicht da ist. Aber das ist der Schlüssel, um dort rauszukommen, um das Ganze über die Zeit hinweg zu optimieren und besser dazustehen. Und das sollte mit Sicherheit dein Ziel sein, wenn du in dieser Situation bist. Deswegen ist Nummer eins: Schau immer hin, hab deine Finanzen immer im Blick, so gut es geht. Und ja, das ist der ganz große Schlüssel, um das Heft in der Hand zu haben.

Finanzregel Nummer zwei, die du auf gar keinen Fall brechen solltest: Gib nur das aus, was du auch wirklich hast. Mach auf keinen Fall Konsumschulden. Das heißt also, wenn du dir irgendwo etwas leisten möchtest, was du gerade eigentlich nicht bezahlen kannst, verzichte lieber drauf. Mach nicht den Fehler und geh in Vorleistung. Gib nicht Geld aus, das du nicht hast, weil das natürlich deine Zukunft belastet. Und irgendwann kommt es auf dich zurück und muss bezahlt werden. Das ist so ein bisschen gepaart mit Punkt eins, nicht hinzuschauen. Jetzt verdrängen, was dort in Zukunft auf dich zukommt, kommt gleich mit Konsumschulden.

Ich sage nicht, dass jede Schuldenart schlecht ist. Wenn du irgendwas sinnvoll finanzierst, was sich hintenraus rentiert, ist das was anderes. Aber Konsumschulden, damit meine ich ja Konsumgüter, die im Prinzip nicht lebensrelevant sind, sondern vielleicht einfach nur dein Leben verbessern sollen. Die werden es nicht tun, kann ich dir sagen. Du wirst damit eher in eine Abwärtsspirale rutschen. Konsumschulden sind der größte Fehler, den du machen kannst. Egal, was es ist, egal, wie klein die Rate ist, die dort vielleicht angeboten wird. Wenn du irgendwo Konsumschulden angeboten bekommst beziehungsweise ein Angebot hast, wo du dir auf Konsumschulden etwas leisten kannst, verzichte lieber drauf. Denn das zieht dich langfristig natürlich immer mehr in den Schuldensumpf rein. Und das ist das, was du auf jeden Fall vermeiden solltest. Deswegen ist meine Finanzregel Nummer zwei: Gib nur das Geld aus, das du auch wirklich hast.

Finanzregel Nummer drei: Lebe nach deinem eigenen Standard. Das habe ich in diesem Podcast schon sehr, sehr häufig erwähnt. Und das ist aus meiner Sicht auch so ein bisschen eine der größten Wahrheiten, nach denen du leben solltest. Schau nicht links und rechts oder schau so wenig wie möglich links und rechts, was andere machen, wo andere konsumieren, was andere sich vielleicht auch leisten, was andere sich vielleicht auch leisten können oder leisten wollen. Denn wenn du dich – und das machen wir meistens sowieso unbewusst, deswegen ist es wichtig, sich das auch bewusst zu machen – an anderen orientierst, dann lebst du immer weniger nach deinem eigenen Standard. Und meistens kommt es deinen Finanzen auch nicht zugute. Wenn du dir Dinge kaufst oder dich vom Konsum her an anderen orientierst, neigst du mit Sicherheit dazu, dir Dinge zu kaufen, die du persönlich eigentlich gar nicht so als wertvoll erachtest.

Und ja, wenn du im Prinzip dein Geld für Dinge ausgibst und auf der anderen Seite deswegen vielleicht nicht anfängst, vernünftig Geld zur Seite zu legen, was dir vielleicht grundsätzlich wichtig wäre – deswegen hörst du ja wahrscheinlich diesen Podcast. Du willst vielleicht mehr und mehr Geld zur Seite legen oder vernünftiger damit umgehen. Ein ganz, ganz großer Fehler, den viele machen, ist, gar nicht so genau darauf zu achten, was ihnen wirklich guttut, was sie wirklich brauchen, was ihnen wirklich was bedeutet. Und wenn wir dazu einen schlechten Zugang haben und gar nicht so genau wissen, was uns eigentlich wirklich wichtig ist im Leben, gerade was den Konsum angeht, dann neigen wir dazu, uns links und rechts irgendwie mitnehmen zu lassen und plötzlich vielleicht ein Auto zu fahren, das einfach zu groß ist, weil alle anderen im Umfeld ein größeres Auto fahren. Was aber natürlich dann ein Kostenfaktor ist, der auf der anderen Seite andere Dinge unmöglich macht, zum Beispiel vernünftige Rücklagen aufzubauen oder einen Vermögensaufbau zu starten.

Und wenn das Auto dir vielleicht gar nicht so wichtig ist, sondern vielleicht einfach nur ein Mittel zum Zweck, dann wäre es cleverer für dich, wenn du dort einfach, ja, vielleicht ein kleineres Auto fährst und dafür mehr Geld für die Dinge zur Verfügung hast, die dir halt wichtig sind. Deswegen ist meine Regel Nummer drei: Lebe immer, so gut es geht, nach deinem eigenen Standard.

Meine Finanzregel Nummer vier bezieht sich auf das Thema Investieren, Geld anlegen. Und zwar ist mein Rat an dich: Investiere erstens nur in Dinge, die du wirklich verstehst. Leg dein Geld nur dann an, wenn du wirklich verstanden hast, was du da eigentlich machst. Mach das nicht auf blauen Dunst. Mach das nicht auf irgendwelche Empfehlungen hin, sondern beschäftige dich mit der Materie. Denn ansonsten lernst du nichts dazu. Ansonsten wirst du wahrscheinlich eher auf das falsche Pferd setzen.

Und zweitens, und das ist fast noch wichtiger: Gerade das, was irgendwie draußen in Social Media unterwegs ist, verleitet uns, darüber nachzudenken, sehr, sehr früh schon anzufangen, Geld zu investieren, wovon ich natürlich ein großer Freund bin, was ich grundsätzlich gut finde. Aber wenn du in der Situation bist, dass es dir schwerfällt, in erster Linie überhaupt Geld bei dir zu behalten, dann wird dir das Thema Investment eigentlich noch gar nicht so in die Karten spielen. Dann würde ich dir raten: Starte damit erst, wenn du wirklich so weit bist. Wenn du es wirklich schaffst, dass konstant auch Geld bei dir bleibt. Denn nur dann hast du auch Geld, das du investieren kannst. Und nur dann hast du eigentlich auch die Energie dafür, dich damit zu beschäftigen, ja, was denn sinnvolle Investments sind.

Und solange du es nicht schaffst, Geld wirklich bei dir zu behalten, macht es aus meiner Sicht auch wenig Sinn, stark in das Thema Investments reinzugehen. Fang dann lieber erst mal an, dafür zu sorgen, dass Geld bei dir bleibt, und starte dann mit dem Thema Investment, wo du dich mit beschäftigst, wo du anfängst zu verstehen, wie die Dinge laufen, wo du im Prinzip dann hinterher mit einem guten Gefühl dein Geld anlegst, das du selbst zur Seite gelegt hast. Und deswegen ist meine Finanzregel Nummer vier: Investiere nur in das, was du verstehst, und auch dann erst, wenn du es schaffst, dass Geld auch übrig bleibt.

Meine Finanzregel Nummer fünf: Denke immer langfristig. Warum? Weil das Thema Finanzen dich erstens immer begleiten wird und das zweitens aus meiner Sicht der ganz große Fokus-Shift sein kann. Und das ist das, was im Alltag in der Regel eher untergeht. In der Regel sind wir gedanklich eher immer in dem Moment und sind ja hier nach kurzfristigem Konsum aus. Das ist das, was uns erst mal am meisten anspricht. Aber je mehr du es schaffst, wirklich eine langfristige Denke in dein finanzielles Leben zu bringen, desto besser wird es dir logischerweise finanziell auf lange Sicht einfach gehen.

Und egal, was du finanziell starten möchtest, was du da finanziell für dich erreichen möchtest, du wirst einfach Zeit dafür brauchen. Wenn du jetzt anfängst, Rücklagen aufzubauen, wird es dauern, bis du deine Rücklagentöpfe ein bisschen gefüllt hast. Wenn du jetzt anfängst, Vermögen aufzubauen, dann wird es dauern, bis dein Vermögen wächst. Und je mehr das Vermögen wächst, desto schneller wächst es auch. Das weiß mittlerweile jeder, der sich so ein bisschen mit der Materie beschäftigt hat. Deswegen ist Zeit der größte Faktor, der da reinspielt für dich, der Aufstieg, der dir in die Karten spielt, wenn du es richtig angehst. Und deswegen solltest du auch wirklich anfangen, langfristig zu denken.

Und auch gerade beim Thema Konsum den Fokus immer mehr darauf zu legen: Was sind die Dinge, die auch langfristig helfen, langfristig guttun? Wir sind in der heutigen Zeit viel zu sehr in einem kurzfristigen Befriedigungsmodus, gerade was so Konsum von Medien angeht, gerade was Konsum generell angeht. Natürlich spielt das Thema Geldausgeben dabei eine große Rolle. Deswegen mach dir immer bewusst: Je langfristiger das Geld, das du gerade ausgibst, dir hilft, desto besser. Wenn es nur kurzfristige Konsumbefriedigungen sind, verzichte eher drauf. Das sollte dein Fokus sein. Deswegen ist meine Finanzregel Nummer fünf: Denke immer, so gut es geht, langfristig.

Das waren meine fünf Finanzregeln, die du niemals brechen solltest, wenn du finanziell erfolgreich sein willst. Ich hoffe, es war was für dich dabei, und ich bedanke mich fürs Zuhören, und wir hören uns dann beim nächsten Mal.

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