Worum es geht
Wenn du an deine Geldfresser denkst, hast du wahrscheinlich sofort etwas im Kopf. Und vermutlich ist es genau das, worauf du nicht verzichten willst. Genau da steckt der Denkfehler. In dieser Folge erkläre ich dir, warum dein Bild von deinen Geldfressern fast immer verzerrt ist, woran du einen echten Geldfresser wirklich erkennst, und warum das bei jedem Menschen anders ausfällt.
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Transkript
Folge 89 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Was ist eigentlich das Wichtigste, wenn du finanziell vorankommen willst? Wenn du es schaffen willst, dass du dein Geld optimal zusammenhältst? Aus meiner Sicht ist es eine Sache: Du musst auf jeden Fall deine Geldfresser kennen und im besten Fall diese laufend eliminieren, wenn welche auftauchen. Denn genau da verlierst du halt logischerweise dein Geld, was du anders besser einsetzen könntest. Und ja, jetzt kommt natürlich die eigentliche Frage: Was sind denn überhaupt Geldfresser? Wie definiert man das, und wie findet man heraus, was seine eigenen Geldfresser sind? Für mich persönlich gibt es da einen einzigen Indikator, den ich dir ans Herz legen würde. Und genau um den soll es in dieser Folge gehen.
Lass uns das Thema einmal kurz in Ruhe anschauen. Was passiert, wenn ich dir die Frage stelle: Was ist eigentlich dein Geldfresser? Ich gehe mal davon aus, du hast wahrscheinlich irgendwas sofort im Kopf. Und ich wette mit dir, das ist etwas, was du eigentlich lieb gewonnen hast, was du eigentlich gerne auch behalten möchtest, worauf du nicht verzichten möchtest. Ja, warum ist das so? Warum haben wir so oft das Gefühl, ausgerechnet die Dinge, die wir uns halt gönnen, sind unsere Geldfresser?
Ganz einfach: Natürlich, wenn wir an Geldfresser denken oder darüber nachdenken, wo unser Geld eigentlich verloren geht, dann denken wir ganz schnell an die Dinge, auf die wir eigentlich verzichten könnten. Und zwar die Dinge, die wir uns halt gönnen, die wir uns leisten. Wo wir wissen, da geben wir gerade Geld dafür aus, was aber irgendwie ein Nice-to-have ist, was wir nicht unbedingt brauchen. Und genau deswegen fallen uns dort Dinge ein, die uns eigentlich lieb und teuer sind, auf die wir nicht verzichten wollen. Und genau das macht die Sache natürlich super schwierig.
Denn erstens hemmt uns das natürlich dann hinzuschauen. Keiner will auf die Dinge verzichten, die einem ja lieb gewonnen sind. Das heißt also, wenn ich jetzt hinschaue und sehe, das ist das, was ich eigentlich einsparen müsste, dann will ich das ja nicht. Das heißt also, ich schaue wahrscheinlich erst mal gar nicht hin. Und ja, das ist die eine Sache, die so ein bisschen das ganze Thema Geldfresser schwierig macht.
Und die zweite Sache: Wenn wir an Geldfresser denken, dann schauen wir uns sehr, sehr häufig an, was andere machen. Wie ist das Ausgabeverhalten von anderen? Was sind irgendwelche Empfehlungen da draußen? Wir orientieren uns eigentlich an dem Außen, an dem, was eigentlich so, ja, normal ist oder der Standard ist. Und das ist das zweite Problem, was wir bei dem Thema Geldfresser haben. Denn, und das ist mein Gefühl oder meine Erfahrung: Geldfresser ist etwas, was super individuell ist. Genauso unterschiedlich, wie wir Menschen sind, ist auch das Thema unser Ausgabeverhalten. Und so, wie wir leben wollen und möchten, und dementsprechend auch das Thema, was Geldfresser für jemanden bedeutet, ist mega individuell und für jeden eigentlich was anderes.
Nehmen wir mal ein ganz einfaches Beispiel: das Thema Auto. Das Auto kann für den einen ein Geldfresser sein, für den anderen ist es etwas, was super wichtig ist, weil er es einfach braucht und damit irgendwie zur Arbeit fährt und das einen Riesenwert hat, zum Beispiel. Für den anderen ist es eigentlich ein Geldfresser, weil es nur rumsteht, weil es vielleicht auch zu teuer ist, weil es für denjenigen eigentlich gar nicht so viel bringt. Deswegen ist das Thema Auto für den einen vielleicht ein Geldfresser, für den anderen halt nicht. Ich denke, das ist logisch und eingängig. Das kann man natürlich übertragen auf alle möglichen Beispiele.
Dementsprechend für mich an der Stelle erst mal nur wichtig klarzustellen, wie unterschiedlich im Grunde wir Menschen sind und wie unterschiedlich dementsprechend auch ist, was Geldfresser für uns bedeutet. Und genau das macht es auch so schwierig, ja, herauszufinden: Was sind denn meine eigenen Geldfresser? Weil dir das kein anderer sagen kann außer du selbst und dieses Bild von außen häufig sehr schnell auch verzerrt ist und wir dadurch anfangen rumzustruggeln und gar nicht so genau wissen: Was ist denn richtig und was ist falsch?
Kommen wir also jetzt zu dem, was aus meiner Sicht dabei zählt. Was sind wirklich Geldfresser für mich persönlich? Ich gebe dir einen einzigen Indikator für Geldfresser an die Hand. Und das ist dein eigenes, klares Gefühl. Dein klares Gefühl dafür: Für diese eine Sache möchte ich eigentlich kein Geld ausgeben. Das ist mir zu teuer. Das ist zu viel. Das passt nicht rein. Das nimmt mir den Spielraum für Dinge, die mir wichtiger sind. Und ich bin mir sicher, das Gefühl kennst du. Ich bin mir sicher, du weißt genau, welches Gefühl ich meine. Es ist ein Gefühl, bei dem du einfach klar sicher bist: Das ist es nicht. Dafür nicht.
Und das ist der Indikator dafür, dass eine Ausgabe bei dir ein Geldfresser ist. Nicht die Dinge, die dir als Erstes einfallen. Nicht die Dinge, die für andere vielleicht zu teuer sind, sondern nur die Ausgaben, bei denen du selber ganz klar spürst: Das will ich nicht. Und dabei musst du dir eine Sache bewusst machen: Dieses Gefühl, das ist nicht irgendwie was Weiches oder Unreales, sondern das ist abhängig von deinen eigenen Prioritäten. Es taucht genau dann auf, wenn eine Ausgabe gegen das läuft, was dir eigentlich wichtig ist.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Dieses Gefühl hast du meistens nicht in dem Moment, wo du, ja, bezahlst, wo du etwas ausgibst, wo du, ja, mittendrin bist im Prozess von Konsum, nenne ich es mal. Das siehst du meistens nur mit einem klaren Abstand und meiner Erfahrung nach erst dann, wenn du deine Finanzen beziehungsweise deine Ausgaben mal wirklich klar schwarz auf weiß vor dir hast. Und deswegen ist eine klare Draufsicht aus meiner Sicht das Wichtigste, was du haben kannst, wenn du finanziell vorankommen willst. Eine klare Draufsicht auf deine Finanzen: Wo geht eigentlich dein Geld hin? Sodass du das Ganze mit Abstand betrachten kannst und alle deine Ausgaben einmal nebeneinanderstellst und wirklich siehst: Wofür gibst du Geld aus? Und das auch im Verhältnis zu den anderen Ausgaben.
Und wenn du das einmal vernünftig hast, dann wird dir in der Regel vieles leichter fallen, viel klarer sein, was deine Geldfresser sind, welche Geld plötzlich auftauchen. Und erst dann wirst du ein klares Gefühl dafür entwickeln, was du in Zukunft, ja, verändern möchtest. Und genau so eine Übersicht bekommst du mit unserer App. Deswegen haben wir die GELD-VERSTEHEN-App gebaut, dass du mit relativ einfachen Mitteln deine Finanzen eigentlich immer so im Blick hast, dass du genau weißt: Wo sind deine Geldfresser? Dass du dort weißt: Wo ist der Hebel, den du ansetzen kannst, um deine Finanzen wieder in eine neue Struktur, eine neue Ordnung zu bringen? Weil du einfach weißt, ja, schwarz auf weiß siehst, wo dein Geld hingeht, und du dort auch dran entscheiden kannst: Ja, was sind Geldfresser und was nicht?
Und dann noch mal kurz zum Abschluss: Worum geht’s für mich persönlich beim Thema Finanzen immer? Alles, was du mit deinem Geld machst, sollte zu deinem Leben passen. Du solltest ein gutes Gefühl dabei haben. Es geht nicht um reine Zahlen, logische Zahlen. Es geht nicht darum, was andere machen oder was irgendwelche Empfehlungen da draußen sind, wie viel man wofür ausgeben sollte, sondern es geht nur um dich. Es geht darum, für dich den richtigen Lifestyle zu finden, der zu dir passt, der dir Spaß macht, der dir guttut.
Und genau deswegen ist das Thema Haushaltsbuch führen so smart. Nicht, weil du dann irgendwelche Zahlen hast. Nicht, weil das ein nüchternes Thema ist, sondern weil du darüber deine persönlichen Prioritäten herausfindest und sie immer weiter so schmiedest, wie sie zu dir passen. Und deshalb empfehle ich auch die ganze Zeit ganz klar ein Haushaltsbuch. Bleib da dran. Lass das Ganze nicht schleifen. Sie ist nicht als Projekt, sondern als Begleiter, der das Ganze für dich in die richtige Spur bringt.
Daher mein Impuls an dich: Geh mal deine Ausgaben vom letzten Monat durch. Markiere nur die, bei denen du das Gefühl hast, die sind es nicht mehr. Das bringt dich schon enorm weiter. Dann weißt du, wo deine Geldfresser sitzen. Das ist der einzige Indikator, den ich dir an die Hand geben wollen würde, was das Thema Geldfresser angeht.
Und wenn du jetzt Lust hast, mit deinen Finanzen durchzustarten, dann empfehle ich dir meinen kostenlosen Crashkurs. Den findest du unter geldverstehen.de/crashkurs. Und darin zeige ich dir, wie du es schaffst, ganz simpel deine Finanzen in den Griff zu bekommen.
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