Worum es geht
Wenn du dir vorgenommen hast, endlich mehr Ordnung in dein Geld zu bringen, kennst du dieses Gefühl vielleicht: Motivation ist da, der Wunsch nach Veränderung auch – aber der Einstieg fällt schwer. Zu viele Meinungen, zu viele Tipps, zu viele Baustellen auf einmal.
Diese Episode richtet sich an alle, die Struktur in ihr Geld bringen wollen, ohne sich zu verzetteln – und die einen Ansatz suchen, der langfristig im Alltag funktioniert.
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Transkript
Folge 47 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Der Jahreswechsel ist für viele Menschen die Zeit, in der sie sich Vorsätze machen, sich neue Themen vornehmen, Dinge, die sie in ihrem Leben verändern wollen. Unter anderem natürlich auch beim Thema Finanzen. Ich kann mir vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die sich gerade sagen: Ich möchte im nächsten Jahr meine Finanzen besser in den Griff bekommen, mein Geld in den Griff bekommen. Ich möchte vielleicht weniger Geld ausgeben, mehr Geld zur Seite legen, einfach besser mit dem Geld auskommen, was auch immer das ist. Wenn es dir so geht, dann habe ich in dieser Folge meine drei Schritte, die ich dir empfehlen würde, runtergebrochen auf die allerwichtigsten Punkte, auf die du dich fokussieren solltest. Wenn du jetzt an dem Punkt stehst und sagst: In diesem oder im nächsten Jahr soll es mit meinen Finanzen anders laufen – wo fange ich eigentlich an? Was ist mein Fokus? Darum geht es in dieser Folge.
Ein kurzer Hinweis vorweg: Natürlich handelt es sich bei dieser Podcastfolge nur um eine Kurzfassung dessen, was ich dir empfehlen würde. Das Ganze soll nicht den Anspruch haben, auf den letzten Detailgrad eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu sein. Das bekommst du in meiner Masterclass, wenn dich das interessiert. Schau es dir an unter geldverstehen.de. Aber ich weiß ganz genau: Wenn man vor einer Sache steht, die man angehen möchte, und nicht so genau weiß, wo fange ich eigentlich an, dann landet man häufig in der Misere, dass man sich auch schnell verzettelt, wenn man loslegt, oder dass man gar nicht so richtig den Einstieg findet. Auf jeden Fall: Wenn du gerade an dem Punkt bist und dir wünschst, dass du deine Finanzen besser in den Griff bekommst, möchte ich dir hier in den nächsten Minuten eine kleine Orientierung geben, auf welche drei Schritte ich den Fokus legen würde.
Das Erste und Wichtigste vorweg, weil ich es oft genug gesehen habe: Ich möchte, dass du verstehst, dass das keine Nacht-und-Nebel-Aktion ist. Dass du daraus keine Hauruckaktion machen solltest, sondern eher darauf achten solltest, daraus einen Prozess zu machen, deine Finanzen nach und nach immer besser in den Griff zu bekommen, und viel mehr Wert auch darauf legen solltest, dass du es dir einfach machst. Denn das Thema begleitet dich dein Leben lang. Und wenn du jetzt da mit dem Brecheisen rangehst und eine Riesenaktion daraus machst, wirst du es sehr, sehr schwer haben, das Ganze fortlaufend im Blick zu behalten. Und deswegen brauchst du eine vernünftige Struktur, ein vernünftiges Vorgehen, das auch in deinem Alltag funktioniert.
Der erste Schritt, wenn du jetzt loslegen möchtest, ist für mich der Schlüssel für fast alles, was deine Finanzen angeht. Denn der erste Schritt ist es, zu verstehen, wo dein Geld aktuell eigentlich hinfließt. Und da liegt einfach das größte Potenzial. Hört sich natürlich logisch an. Du musst verstehen, wo dein Geld hingeht, wenn du Dinge verändern möchtest. Das bedeutet, es macht ganz, ganz viel Sinn, dass du anfängst, Haushaltsbuch zu führen. Das hört sich leicht an, ist es meistens auch, wenn man es auf die richtige Art und Weise macht. Wenn nicht, dann verzettelt man sich schnell, betreibt viel Aufwand, hat hinterher keine Erkenntnisse und doch nur Frust. Deswegen ein paar Worte dazu, was dort entscheidend ist oder worauf du den Fokus legen solltest.
Was ist wirklich wichtig beim Thema Haushaltsbuch führen? Du brauchst auf jeden Fall eine Vergleichbarkeit und brauchst im Prinzip einen, ich nenne das mal, Fixpunkt. Und das ist für mich der ganz große Schlüssel. Das, was vielen Menschen fehlt, die mit ihrem Haushaltsbuch nicht erfolgreich sind, ist, den Fixpunkt auf den Monat zu legen. Das heißt also, dafür zu sorgen, dass du eine saubere, klare Monatsbilanz hast. Das Problem ist nur: Viele Geldflüsse oder einige Geldflüsse laufen nicht unbedingt monatlich, und deswegen entsteht schnell ein Chaos. Und der Schlüssel ist es, dass du deine Geldflüsse mal auf den Monat berechnest. Auch die Dinge, die jährlich laufen, auf den Monat runterrechnest, auch die Dinge, die vierteljährlich laufen, auf den Monat runterrechnest. Und so bekommst du eine glasklare Monatsbilanz, um dort eine Vergleichbarkeit unter den ganzen Ausgaben zu haben. Was davon wirklich wichtig ist oder nicht, kannst du sonst gar nicht entscheiden. Beziehungsweise dafür kriegst du niemals ein Gefühl, wenn das alles nur durcheinanderschwimmt. Deswegen macht es Sinn, darauf zu setzen, dass du eine Monatsbilanz hast, anhand der du das sehr, sehr gut erkennen kannst.
Und genau das ist auch das, was unsere Haushaltsbuch-App macht: deine ganzen Geldflüsse mal auf den Monat zu berechnen. Daher funktioniert das Ganze so gut. Dort bekommst du dann hinterher eine Liste, anhand derer du genau sehen kannst, wo eigentlich dein Geld hinfließt. Und dann geht es darum, das Ganze langfristig zu beobachten. Also Monat für Monat dort auch Entwicklung zu sehen und das Ganze immer weiter anzupassen und zu beobachten und vor allen Dingen Erkenntnisse auf dich zukommen zu lassen. Und die werden kommen, wenn du das Ganze eine Zeit lang pflegst. Das kann ich dir versprechen. Ja, wir versuchen halt nur häufig, diese Erkenntnisse zu schnell zu erzwingen. Davon würde ich dir abraten. Das heißt also, mein Rat an dich, mein erster Schritt: Konzentriere dich darauf, sauber Haushaltsbuch zu führen, eine Monatsbilanz zu erstellen, und lass die Erkenntnisse auf dich zukommen.
Und wenn du mit deinem Haushaltsbuch ganz gut unterwegs bist – das heißt also, du schaffst es, sauber Haushaltsbuch zu führen, hast vielleicht schon die ersten Erkenntnisse, hast vielleicht auch schon mal eine Monatsbilanz erstellt –, dann wirst du an den Punkt kommen, dass für dich, ja, der nächste Schritt interessant ist. Und der nächste Schritt in meinem Programm ist immer eine grundsolide Rücklagenplanung. Die Rücklagenplanung ist das Herzstück deiner Finanzen, sage ich immer. Weil sie dir einfach den Rücken freihält. Zum einen für deinen Alltag, in dem du natürlich mit deinem Geld gut auskommen willst. Zum anderen aber auch später für deinen Vermögensaufbau, wenn du damit startest.
Warum ist die Rücklagenplanung so wichtig? Weil es einfach so ist im Leben, dass Dinge auf dich zukommen, die du im laufenden Monat einfach nicht bewältigen kannst. Das heißt, es gibt größere Ausgaben, die einfach, ja, definitiv irgendwann vor der Tür stehen. Und wenn du die nicht mit eingeplant hast, dann wirst du Probleme bekommen und dementsprechend in dem Monat wahrscheinlich ins Schwimmen kommen und aus deinem Konzept kommen. Deswegen ist es so wichtig, eine vernünftige, grundsolide Rücklagenplanung zu haben. Stell dir die Frage: Was sind die Dinge, die du in Zukunft brauchen könntest, oder wofür du in Zukunft Rücklagen brauchen könntest? Und ja, vielleicht auch so ein bisschen mit der Rückschau: Was hat dich in der Vergangenheit mal ins Wanken gebracht? Welche Ausgaben waren das? Und plane diese mit ein. Wie du das genau machst, habe ich auch schon in anderen Folgen häufiger erklärt. Hör gerne mal in andere Folgen rein. Und für den Moment ist mir nur wichtig, dass du im Kopf hast: Deine Rücklagenplanung ist Schritt zwei in meinem Masterplan. Du brauchst eine vernünftige Rücklagenplanung, denn die hält dir den Rücken frei.
Und wenn du jetzt diese beiden Punkte, das Thema Haushaltsbuch und Rücklagenplanung, schon gemeistert hast beziehungsweise dort gut aufgestellt bist, dann hast du bereits ein sehr, sehr solides Fundament. Und das ist aus meiner Sicht auch erst mal genug für den Anfang. Und erst dann – erst dann, wenn das so ist, wenn du dort grundsolide aufgestellt bist, wenn du deine Alltagsfinanzen im Griff hast und wenn du eine vernünftige Rücklagenplanung aufgesetzt hast –, dann wird es Zeit für Schritt drei: für den Vermögensaufbau. Das Thema: Du legst auch Geld zur Seite. Vorher macht das Ganze gar keinen Sinn. Und ja, wie du das Ganze angehst, erkläre ich dir auch in der Masterclass. Mit welchem Kontomodell – was ich dir dort empfehle, erzähle ich dir alles in der Masterclass.
Für mich ist an der Stelle jetzt erst mal nur wichtig, dass du dir bewusst machst, dass du wahrscheinlich nicht von Tag eins an den Fokus auf den Vermögensaufbau setzen solltest, sondern das Ganze Schritt für Schritt angehen solltest und sagst: Pass auf, ich möchte als Erstes die Alltagsfinanzen in den Griff bekommen, dann eine vernünftige Rücklagenplanung aufsetzen und dann über das Thema Vermögensaufbau nachdenken. Wenn wir das Ganze vermischen, dann kommen wir schnell ins Stolpern und sind im Endeffekt dann doch nicht langfristig erfolgreich.
Das waren meine drei Schritte für deinen finanziellen Neuanfang, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen. Ich hoffe, das gibt dir ein bisschen Orientierung. Ich wünsche dir einen erfolgreichen Neustart. Und wenn du dazu Fragen hast, dann schreib mir auch gerne. Bis zum nächsten Mal.
Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen
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