GELDVERSTEHEN
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FOLGE 8 · 3. APRIL 2025 · 10 MIN

3 Gamechanger für dein Haushaltbuch

Worum es geht

Du hast schon oft darüber nachgedacht, ein Haushaltsbuch zu führen, aber irgendwie fühlt es sich kompliziert und mühsam an? Oder du hast es bereits versucht, doch es wollte einfach nicht zur Routine werden? Dann ist diese Folge genau das Richtige für dich!

Ich verrate dir drei entscheidende Gamechanger, die deinen Blick auf das Haushaltsbuch-Führen komplett verändern werden. Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Ansätzen wird der Umgang mit deinen Finanzen leichter, entspannter und endlich alltagstauglich.

Warum sich das Ganze mehr lohnt, als du vielleicht denkst, erfährst du in dieser Episode von Geld verstehen. Also, schnapp dir deine Kopfhörer und lass uns loslegen!

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Transkript

Folge 8 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Wenn dir bisher das Thema Haushaltsbuchführen schwerfällt, du vielleicht keine Lust dazu hast, das Thema sich riesengroß anfühlt, du vielleicht auch Zweifel hast, ob sich dadurch überhaupt etwas ändert, ob sich der Aufwand lohnt, oder vielleicht hast du auch die Frage: Was bringt das überhaupt? Auf jeden Fall ist das Thema für dich schwerfällig, du kommst nicht so richtig damit voran, schiebst es vor dir her. Dann habe ich in dieser Folge drei Gamechanger für dein Haushaltsbuch, die dir helfen werden, komplett anders auf das Thema Haushaltsbuch zuzugehen.

Tipp Nummer eins: Wenn du startest mit deinem Haushaltsbuch, dann wird es erst mal darum gehen, deine Fixkosten zu ermitteln. Fixkosten sind alle Kosten, die feststehen in deinem Leben, wo es im Prinzip einen Vertrag zu gibt. Im Grunde sind auch der Name Fixkosten. Das ist das, womit du starten solltest, egal ob du dafür meine Haushaltsbuch-App OnePeek nutzt oder es auf deine Art und Weise machst, meinetwegen auch mit Stift und Papier. Schritt eins ist das Thema Fixkosten erfassen. Und natürlich gilt grundsätzlich fürs Haushaltsbuch immer: Sinnvolle Erkenntnisse kannst du nur erwarten, wenn du natürlich alles erfasst hast und nichts auslässt. Das ist super wichtig, keine Frage. Aber genau das kann gerade beim Einstieg extrem überfordern und Druck erzeugen.

Und das wollen wir natürlich verhindern. Deswegen ist mein Rat oder mein Tipp Nummer eins an dich: Erlaube dir für den Moment, Lücken zu haben. Lücken, die du später füllen kannst. Denn meistens dauert es sowieso ein, zwei, drei, vier Monate, bis du alle Fixkosten wirklich zusammen hast. Und deswegen rate ich dir sehr, sehr stark, da nicht eine Einmalaktion draus zu machen und das Thema direkt riesengroß zu machen, sondern erst mal zum Start das einzutragen oder aufzuschreiben, was dir bewusst ist, was du kennst, wo du auch schnell rankommst, und dir zu erlauben, das Ganze langfristig anzugehen und die Liste nach und nach entstehen zu lassen. Und ganz häufig ist es ja auch so: Wenn du 80 Prozent davon hast, dann willst du es genauer wissen. Deswegen ist Tipp Nummer eins: Mach da keine riesengroße Aktion draus und erfasse auch deine Fixkosten nach und nach.

Der zweite Tipp bezieht sich auf die flexiblen Kosten, das, was so über den Monat anfällt, also in deinem Alltag. Und ich habe festgestellt, dass es ganz, ganz vielen Menschen schwerfällt, genau da reinzukommen. Anzufangen, wirklich die Ausgaben aufzuschreiben. Gerade am Anfang vergisst man das häufig. Gerade am Anfang ist das auch vielleicht ein Riesenberg. Es geht im Alltag halt schnell unter. Deswegen ist mein Tipp Nummer zwei: Setz dir am Anfang das Ziel, wirklich nur Gewohnheiten zu schaffen. Wirklich was Alltagstaugliches zu etablieren, wie du es schaffst, deine Ausgaben routinemäßig aufzuschreiben. Zum Beispiel über die App OnePeek oder auf die Art und Weise, wie du das gerne möchtest. Aber wichtig: Versuche es hinzubekommen, dass es beiläufig passiert, dass du eine Gewohnheit aufbaust. Und mein Tipp ist: Fang nicht an, groß zu sammeln, sondern schreib es direkt auf. Mach da keine große Sache draus. Gewöhn dir einfach an: Wenn du eine Ausgabe tätigst, aufschreiben. Und du wirst feststellen, wenn du das eine Zeit lang machst, dann gewöhnst eine Gewohnheit draus, und das Thema wird zu einer Nebensache, die du automatisch erledigst, und dann fällt es dir auch immer leichter.

Mein dritter Tipp an dich, wenn du mit dem Haushaltsbuchführen startest, steht so ein bisschen im Gegensatz zu dem zweiten Tipp. Denn ich weiß ganz genau, wie das ist. Es gibt im Leben halt Situationen oder Momente, in denen du nicht unbedingt sofort immer deine Ausgaben eintragen kannst oder möchtest, vielleicht auch bewusst nicht möchtest, weil einfach die Situation das nicht so hergibt oder du im Prinzip ja mit anderen Dingen beschäftigt bist. Das können so was sein wie ein Wochenmarktbesuch, bei dem du diverse kleinere Ausgaben machst an unterschiedlichen Marktständen. Das kann aber auch so was sein wie: Du bist nachmittags mit der Family unterwegs, und ihr geht einen Kaffee trinken, esst ein Eis, habt überall kleine Ausgaben, und du hast keine Lust, jedes Mal vielleicht ein Handy rauszuholen und eine kleine Ausgabe aufzuschreiben. Das kann aber auch so was sein wie ein Wochenendausflug, wo du diverse kleine Ausgaben tätigst, mal hier ein bisschen was, mal da ein bisschen was. Es kann aber auch ein Urlaub sein oder eine Wochenendreise oder ein Kneipenbummel, wo du sagst: Ich gebe hier zwar ein bisschen Geld aus hier und da, will aber nicht jedes Mal mein Handy raus und meinetwegen sofort eintragen. Diese Situationen gibt es: einfach Situationen, in denen mehrere Ausgaben anfallen und du nicht jedes Mal jede Ausgabe einzeln eintragen willst.

Daher ist mein Tipp – und das nur situationsbedingt, nicht pauschal im Alltag, sondern wirklich auf solche Situationen bezogen –: Ganz bewusst sammle diese Ausgaben und rechne hinterher ab. Das heißt natürlich auch, du musst dir die irgendwie merken. Oder – und das ist ein kleiner Trick, den ich immer anwende und der sich für mich persönlich sehr stark bewährt hat –: Bezahle in diesen Situationen bewusst mit Bargeld und mach ganz simpel einen Vorher-nachher-Vergleich von dem, was du in der Tasche hast. Das heißt also: Plan das wirklich. Plane ein, dass du im Grunde deine Ausgaben in diesen Momenten sammelst. Du schaust, was hast du vorher im Portemonnaie, schaust, was hast du hinterher im Portemonnaie, und trägst dann gesammelt, meinetwegen in die App, deine Ausgabe als Sammelausgabe ein. Denn was du dir im Endeffekt bewusst machen solltest: Es geht nicht darum, dass es alles super send genau, dass jede Ausgabe exakt zuzuordnen ist, sondern dass du die überhaupt erfasst. Und dann gilt die Regel: Mach das lieber grob, als dass du es auslässt, weil es einfach nicht in die Situation passt.

Und noch mal zusammengefasst, drei Tipps, die es dir leichter machen, Haushaltsbuch zu führen beziehungsweise damit zu starten. Nummer eins: Wenn du deine Fixkosten ermittelst, mach das nach und nach. Trag das nicht in einer Einmalaktion zusammen oder versuche es nicht, sondern mach es ganz bewusst nach und nach und erlaube dir, erst vielleicht in ein, zwei Monaten alle Ausgaben zusammen zu haben. Macht das Leben deutlich entspannter und den Einstieg zum Thema Haushaltsbuch.

Tipp Nummer zwei zu deinen flexiblen Ausgaben: Bau unbedingt die Routine auf, deine Ausgaben direkt einzutragen. Etablier das in deinem Alltag, dass du, wenn du Geld ausgibst, die Ausgaben notierst. Tipp Nummer drei im Gegensatz zu Tipp Nummer zwei: Erlaube dir auch Situationen – oder ich nenne es auch gerne Events –, wo du Ausgaben bewusst zusammenfasst, wo du Ausgaben sammelst und nachträglich dann einträgst, wenn du wieder den Raum oder die Zeit dafür hast.

Das Allerwichtigste ist zu verstehen – auch wenn wir immer schneller zum Ergebnis kommen wollen und am liebsten sofort alles verändern wollen –: Mach dir bewusst, das Thema ist sowieso da. Es ist ein super langfristiges Thema, das wird dich dein Leben lang begleiten, und du hast bis hierhin wahrscheinlich lange bestimmte Routinen aufgebaut, die es gilt, nach und nach zu verändern. Und dafür solltest du dir auf jeden Fall die Zeit nehmen, und dementsprechend brauchst du auf jeden Fall Vorgehensweisen, die alltagstauglich sind, dich nicht überfordern und dafür sorgen, dass du das wirklich auch langfristig umsetzen kannst. Und der Return davon, der kommt meistens dann doch schneller, als du ihn jetzt erwartest, und vor allem in einer Qualität, die du jetzt vielleicht noch gar nicht für möglich hältst.

Das Wichtigste ist, einfach dranzubleiben, es einfach zu machen und vor allen Dingen alltagstauglich zu etablieren. Das waren meine drei Tipps zum Thema Einstieg ins Haushaltsbuch. Und ich bedanke mich bei dir fürs Zuhören.

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