Worum es geht
Fällt es dir schwer, dich mit deinen Finanzen auseinanderzusetzen? Hast du manchmal das Gefühl, das Thema lieber ganz von dir wegzuschieben? Dann bist du mit diesen Gedanken nicht allein – und genau darüber sprechen wir in dieser Folge.
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Transkript
Folge 32 zum Nachlesen · 8 Minuten Lesezeit
Diese Folge ist für dich, wenn du dich vielleicht so ein bisschen für deine Finanzen schämst oder es dir in irgendeiner Form unangenehm ist, wie du aktuell mit deinem Geld umgehst beziehungsweise wie du vielleicht auch nicht damit umgehst. Vielleicht geht es dir ja so, dass du sagst: Ich habe eigentlich gar keine Ahnung von Finanzen. Ich habe eigentlich gar keine Ahnung, was ich da mache. Ich habe auch nichts so wirklich im Blick. Ich improvisiere. Es läuft so ein bisschen mehr schlecht als recht. Und ich bilde keine Rücklagen. Ich habe keine Ahnung von Altersvorsorge, geschweige denn von irgendwelchem Vermögensaufbau. Das Thema ist sehr, sehr weit von mir weg. Und ja, wie gesagt, vielleicht bist du an dem Punkt, dass du dich dafür schämst. Dann ist diese Folge für dich genau das Richtige.
Als Allererstes vorweg möchte ich eine Sache klarstellen, und zwar: Es geht leider verdammt vielen Menschen so. Ich habe mal ChatGPT zu dem Thema gefragt und dazu nach Statistiken suchen lassen. Und da kamen folgende Antworten: dass 50 % der Menschen angeben, sich nur ungern mit ihren Finanzen zu beschäftigen, und sogar 72 % der Deutschen ihr Finanzwissen als maximal durchschnittlich, aber eher schlechter einschätzen. Es geht also wirklich verdammt vielen Menschen so, dass der Zugang zum Thema Geld fehlt.
Ich sage ganz ehrlich, leider ist das so, und das ist halt auch ein gesellschaftliches Thema. Denn ja, wir kriegen es nirgendwo in der Schule vermittelt. In den meisten Elternhäusern wird das nicht irgendwie thematisiert. Ja, und das ist irgendwo sehr, sehr normal geworden, dass das Thema Geld eigentlich überall so eine untergeordnete Rolle spielt. Und ja, das macht die Sache natürlich schlimmer. Wenn dein Umfeld auch so lebt und sich gar nicht so wirklich damit beschäftigt und das Thema nicht als wichtig ansieht und vielleicht auch wegschiebt, dann ist es super schwer, das Ganze auch anders zu machen und andere Prioritäten zu haben. Die meisten Menschen geben ihr Geld halt einfach aus. Das ist ein Stück weit gesellschaftlich gelernt und wird so gelebt. Und ja, das ist, wie es ist.
Aber du bist jetzt an dem Punkt und hörst dir diesen Podcast an und sagst dir: Okay, ich merke, mir ist das Ganze unangenehm. Du willst es eigentlich anders haben. Und ja, dementsprechend noch einmal der Hinweis: Es ist ganz normal. Es muss dir gar nicht unangenehm sein. Es geht ganz, ganz vielen Menschen so, das ist ein gesellschaftliches Thema. Deswegen musst du dich dafür erst mal nicht schämen. Du hast dich also entschlossen, auch anders an das Thema ranzugehen. Das heißt also, es ist dir unangenehm. Du möchtest mit Sicherheit etwas ändern, sonst würdest du diesen Podcast nicht hören.
Und ich möchte dir jetzt im ersten Schritt mal so ein bisschen aufzeigen, worauf es ankommt, wenn man seine Finanzen in den Griff bekommen möchte, beziehungsweise was aus meiner Sicht wirklich das Thema ist. Weil ich glaube, dass ganz, ganz viele Menschen an der Stelle stehen und sagen: Okay, ich weiß darüber gar nicht so richtig Bescheid, weiß aber auch nicht so richtig, was ich tun sollte. Und das Thema ist in den meisten Köpfen oft sehr, sehr groß, und das ist schon das erste Problem.
Ganz, ganz wichtig: Mir geht es persönlich in diesem Podcast und mit dem ganzen Projekt GELD VERSTEHEN niemals darum, dass du jetzt extrem viel Geld behalten wollen musst oder das Ziel haben musst, Millionär zu werden, und vielleicht auch jeden Cent umdrehen musst. Das ist alles nicht das Ziel. Mir geht es persönlich sehr, sehr stark um dein Leben, vor allen Dingen um deine Lebensqualität. Und deine Lebensqualität hat auch viel damit zu tun, wie du dich selbst siehst. Du sollst stolz auf dich sein. Du sollst zufrieden mit dir sein. Und das Thema Finanzen ist ein so allgegenwärtiges Thema. Das können wir nicht einfach so vom Tisch wischen und sagen: Damit beschäftige ich mich nicht. Denn es trifft dich eigentlich in jeder Lebenslage und spielt in jedem Bereich deines Lebens eine Rolle. Deswegen ist es dir wahrscheinlich auch so unangenehm, weil dir das bewusst ist. Und wenn dir das Thema unangenehm ist, dann zieht es natürlich auch deine Lebensqualität runter.
Und das ist das, worum es mir geht: dass du im Prinzip dahin kommst und sagst: Okay, ich habe jetzt einen Plan, ich habe meine Finanzen im Griff, ich bin stolz darauf, und es gibt mir Rückenwind. Du hast einen Überblick, du baust Rücklagen auf, du baust Vermögen auf, wenn dir das wichtig ist. Es geht, wie gesagt, nicht um Millionen auf dem Konto, sondern einfach darum, dass du einen Weg findest, wie du Monat für Monat ein bisschen besser dastehst, Monat für Monat ein bisschen besser mit deinem Geld auskommst. Dass du Kontrolle darüber hast, dass du Spaß an dem Thema gewinnst und dass du im Grunde stolz auf dich bist und dir das Thema halt nicht mehr unangenehm ist, sondern dass es ein Thema ist, was dir Rückenwind gibt.
Jetzt fragst du dich wahrscheinlich: Ja, was soll ich denn jetzt tun? Ich habe jetzt irgendwo erkannt, das Thema ist da. Ich komme nicht so richtig ran. Mir ist das Ganze unangenehm. Ich trau mich vielleicht auch gar nicht, so richtig da hinzuschauen. Was soll ich jetzt wirklich tun? Und dafür möchte ich dir mal so ein bisschen eine andere Sichtweise geben. Denn ich habe oftmals festgestellt, dass genau diese Hemmschwelle eigentlich das größte Problem ist, was Menschen haben, wenn es ums Thema finanzielle Kontrolle geht. Finanziell irgendwo einen Schritt nach vorne zu machen – dann ist das meistens die größte Hürde: dass das Thema im Prinzip viel zu groß angegangen wird. Und ja, dass im allerersten Schritt schon direkt versucht wird, ich sag mal so, den Hebel komplett umzureißen. Und das ist meistens nicht so die cleverste Herangehensweise. Denn das führt dazu, dass man im Endeffekt relativ schnell wieder bei alten Verhaltensweisen ist beziehungsweise mit diesem ganz großen Hebelumlegen gar keinen Erfolg hat.
Deswegen kann ich dir nur raten, wenn du aktuell in der Situation bist, dass dir deine Finanzen eher unangenehm sind. Dass das ein Thema ist, wo du ganz schwer rankommst, dass du so ein bisschen Schmerz damit hast, dass du vielleicht auch Angst hast, über deine Verhältnisse zu leben. Dass du vielleicht auch Angst hast, dass du dort, sobald du hinguckst, vieles verändern musst: Mach genau das nicht. Also setz dir genau das Ziel, das nicht zu tun, sondern schau erst mal nur hin. Schau erst mal nur hin heißt für mich: Fang an, Haushaltsbuch zu führen. Schreib erst mal auf, und ganz bewusst mit dem Ziel, nichts zu verändern. Denn das nimmt erstens natürlich extrem viel Druck aus der Situation raus, wenn du nur hingehst und sagst: Ich schreibe mal auf. Und zweitens kann es hinterher extrem wertvolle Erkenntnisse bringen, wenn du ungefiltert aufschreibst.
Das heißt also, wenn du jetzt anfängst, okay, du führst Haushaltsbuch, du schreibst zum ersten Mal auf, was du ausgibst, fängst aber parallel an, komplett dein Ausgabeverhalten zu verändern – verfälscht sich das? Natürlich. Deswegen ist mein ganz großer Rat als Einsteiger, als Anfänger: Fang wirklich nur an aufzuschreiben, ungefiltert, wie dein Verhalten ist. Denn so lernst du extrem viel darüber, wie dein Verhalten ist. Sei dir aber bewusst: Das wird natürlich dazu führen, dass du vielleicht das eine oder andere Mal ein schlechtes Gefühl dabei hast. Das darfst du an der Stelle mal beiseiteschieben, ganz klar. Das musst du natürlich erst mal ausblenden. Dreh keine negativen Emotionen hoch und verurteile dich auch nicht. Und das ist schon ein riesen Schlüssel, wenn du das hinbekommst: dass du im Prinzip mal nüchtern deine Zahlen ermittelst und anfängst, mal dein Ausgabeverhalten zu verstehen. Und ganz, ganz häufig ist es so, wenn du anfängst, das Ganze besser lesen zu können beziehungsweise zu verstehen, dann ändert sich meistens beiläufig schon ganz, ganz viel, weil du automatisch anfängst, deine Prioritäten zu verändern. Weil du, wenn du verstehst, was du tust, automatisch anfängst, Dinge zu verändern, Dinge anzupassen.
Noch einmal zusammengefasst: Wenn das Thema Finanzen gerade ein Thema ist, was für dich sehr, sehr unangenehm ist, beziehungsweise du dich vielleicht ein bisschen schämst, weil du nicht so genau hinguckst, weil du eigentlich wenig Überblick hast, weil du auch wenig Kontrolle hast und keine Ahnung hast, wie du so richtig damit umgehen sollst. Dann kann ich dir erstens sagen, das geht sehr, sehr vielen so. Und zweitens: Deine Vorstellung davon, daranzugehen, ist wahrscheinlich immens groß, und deswegen machst du dir das Leben damit sehr, sehr schwer. Es geht nämlich gar nicht darum, dass du extrem viel sparen musst, dass du auch extrem viel Zeit damit verbringen musst, dass du dich stark einschränken musst, wenn du dich an das Thema ransetzt. Es geht mir persönlich darum, deine Lebensqualität hochzuschrauben. Denn es geht immer um dich und dann dein Geld, und dein Geld spielt eine enorm große Rolle in deinem Leben.
Deswegen rate ich dir sehr, sehr stark, das Thema mal anzugehen. Denn wenn du dich so ein bisschen dafür schämst, dann ist wahrscheinlich da gerade auch irgendwas nicht so richtig gut unterwegs. Und da solltest du rangehen. Die meisten machen den Fehler, das Thema, wie gesagt, viel zu groß anzugehen. Deswegen rate ich dir dazu: Fang erst mal an. Fang mal an hinzuschauen. Fang an, Haushaltsbuch zu führen. Dafür empfehle ich dir natürlich unsere App, mit der du das ganz, ganz simpel machen kannst und relativ schnell Erkenntnisse bekommen wirst, wenn du bereit bist, eine Zeit lang hinzugucken. Meistens bringt das so eine Art kleine Magie mit sich, und vieles verändert sich schon wie automatisch. So ein bisschen beiläufig, sage ich immer, passieren Anpassungen, wenn man erst mal in Bewegung ist. Und dazu rate ich dir, und ich hoffe, mit der Folge konnte ich dich so ein bisschen dahin bewegen, dass du startest. Starte jetzt. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und viel Spaß und bedanke mich fürs Zuhören.
Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen
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