GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 29 · 28. AUGUST 2025 · 14 MIN

7 Zeichen, dass du finanziell auf dem richtigen Weg bist, obwohl es sich nicht so anfühlt

Worum es geht

Manchmal läuft alles scheinbar wie gewohnt – und doch stellen wir uns die Frage: Bringt das überhaupt etwas, was ich hier tue? Genau darum geht es in dieser Folge.

Per spricht über die typischen Zweifel, die aufkommen, wenn man beginnt, sich intensiver mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen – und warum gerade diese Momente oft der beste Hinweis darauf sind, dass du auf dem richtigen Weg bist. Diese Episode motiviert dich, weiterzugehen, auch wenn der Fortschritt sich noch nicht sofort auf dem Konto zeigt.

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Transkript

Folge 29 zum Nachlesen · 9 Minuten Lesezeit

Eine Sache sage ich ja in diesem Podcast sehr, sehr häufig und immer wieder. Und zwar, dass das Thema Finanzen in den Griff zu bekommen logischerweise einfach Zeit braucht. Dass du dir Zeit nehmen musst und dir auch die Zeit einräumen sollst. Gerade wenn du angefangen hast, dich damit zu beschäftigen, ist es ganz normal, dass dein Leben einfach so weiterläuft und natürlich auch dein Geld erst mal so rausgeht. Das Ganze musst du in gewisser Form erst mal verstehen lernen. Du musst deine Stellschrauben kennenlernen, du musst das Ganze trainieren, damit du im Prinzip irgendwann dahin kommst, dass sich auch was auf deinem Konto sehen lässt. Beziehungsweise es wird einfach eine gewisse Zeit brauchen, bis man das Ganze dann auch wirklich im Außen sieht, was du da eigentlich tust.

Deswegen ist es ganz normal, dass auf diesem Weg, wenn du anfängst, Haushaltsbuch zu führen, wenn du anfängst, dich mit deinen Finanzen auseinanderzusetzen, dort etwas Neues aufzusetzen, dass auch Zweifel auftreten auf dem Weg. Und ja, vielleicht die Frage: Bin ich auf dem richtigen Weg? Läuft das alles? Mache ich alles richtig? Genau deswegen möchte ich dir in dieser Folge einfach mal so ein bisschen zur Motivation sieben Anzeichen nennen, dass du gerade auf dem richtigen Weg bist, dass du alles richtig machst.

Mein erstes Anzeichen für dich ist es, dass du plötzlich so eine kleine Panik verspürst. Vielleicht auch Angst, weil du dich fragst: Wie soll das alles überhaupt hinhauen? Weil du plötzlich ja siehst, wo dein Geld hingeht beziehungsweise wie viel Geld auch rausgeht. Das heißt, du hast zum ersten Mal ganz klar deine Ausgaben im Blick und stellst fest: Verdammt, so funktioniert es nicht. Oder du entwickelst, wie gesagt, eine gewisse Panik. Und das ist irgendwie auch normal auf dieser Reise. Denn deine erste, ich nenne es mal, Naivität ist weg. Du hast lange Zeit vielleicht nicht so gut hingeschaut. Und dass du jetzt so eine Panik kriegst beziehungsweise so eine kleine Angst entwickelt hast – verdammt, wie soll das funktionieren? –, zeigt einfach nur, dass du hinschaust. Und das ist natürlich der erste Schritt, durch den du durchmusst, und zeigt dir, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Mein zweites Anzeichen dafür, dass du mit deinen Finanzen auf einem guten Weg bist, ist, dass du plötzlich eine Vorstellung davon bekommst, was wie viel in deinem Leben kosten darf. Das heißt, du kriegst ein besseres Gefühl dafür, was bestimmte Dinge einfach einnehmen dürfen. Und ja, das kann natürlich am Anfang sehr ernüchternd sein, weil du natürlich die Realität erkennst und merkst: Okay, in manchen Bereichen habe ich einfach auch zu viel Geld ausgegeben. Aber auf der anderen Seite, und das ist wiederum das Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist: Du bekommst jetzt ein realistisches und besseres Gefühl dafür, was wie viel kosten darf. Und das wiederum bringt dich natürlich nach vorne und wird dir langfristig stark in die Karten spielen, wenn du mit deinen Finanzen erfolgreich werden willst.

Mein nächstes Anzeichen, dass du auf einem sehr, sehr guten Weg bist, was deine Finanzen angeht, ist, dass deine Prioritäten sich verändern. Das heißt, du siehst jetzt, wo dein Geld landet, und du entscheidest dich für andere Dinge. Das heißt also, du kriegst ein klares Gefühl dafür, was du in deinem Leben vielleicht nicht mehr möchtest und wovon du einfach mehr möchtest. Und das ist ein Zeichen dafür, dass du mehr zu einer finanziellen Balance kommst und bisher vielleicht eher nach Prioritäten gelebt hast, die gar nicht so deinen wahren Prioritäten entsprechen. Und dadurch, dass du anfängst, dich damit mehr zu beschäftigen, das Ganze mehr zu reflektieren, auch mal hinzuschauen, wirst du auf dem Weg definitiv feststellen: Verdammt, ich habe mich vorher ja ganz anders verhalten, als ich es eigentlich möchte. Ich gebe an bestimmten Stellen viel zu viel Geld aus. Dafür reicht es an anderen Stellen nicht. Und wenn du das Gefühl hast, okay, meine Prioritäten verschieben sich, bist du schon sehr, sehr weit im Prozess und hast im Endeffekt eigentlich schon einen ganzen Teil deiner Reise, was dein Thema Finanzen angeht, hinter dir und entwickelst ein immer besseres Gespür dafür, was für dich wichtig ist, was Priorität hat, worauf du dich konzentrieren willst und worauf halt auch nicht.

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass du sehr gut mit deinen Finanzen unterwegs bist, ist, dass du plötzlich hinhörst, wenn es um das Thema Preis geht. Das heißt also, dir wird es wichtiger hinzuhören: Was kosten Dinge? Was steckt wirklich dahinter? Geld gewinnt bei dir plötzlich an Bedeutung, wo du vielleicht früher bestimmte Dinge relativ ahnungslos einfach gekauft hast. Meinetwegen einen Urlaub, den du gebucht hast: Da hattest du gar keine Relevanz zu, ist das zu teuer? Ist das überhaupt im Rahmen? Du kanntest dein Limit nicht, hast im Prinzip gar nicht den Preis mit in die Entscheidung vom Kauf wirklich reingenommen, sondern hast einfach nur auf andere Dinge geachtet. Und dementsprechend war Geld eher so eine Art, ja, vielleicht immer nur der negative Faktor auf Gefühlsebene. Vielleicht gedacht: Okay, das ist zu teuer gewesen oder auch ganz schön teuer. Aber im Prinzip hat es gar keine Relevanz gehabt, was den wirklichen Preis angeht. Das heißt also, dass du es nicht geschafft hast, eine Kaufentscheidung daraus zu machen.

Und wenn sich das ändert und du plötzlich merkst, okay, du denkst auch über den Preis nach, und zwar nicht auf einer Gefühlsebene, sondern als bewusste Entscheidung, weil du genau weißt, was auch dein Rahmen ist, in dem du Geld ausgeben kannst, dann bist du definitiv auf einem guten Weg. Was sich aber vielleicht, da du es anders gewohnt bist, nicht so ganz gut anfühlt, weil du ja plötzlich mehr über Geld nachdenkst und dir Dinge vielleicht nicht mehr so locker gönnst. Aber es ist definitiv ein gutes Zeichen, weil du plötzlich den Kopf mit reinnimmst und auch nüchterne Entscheidungen triffst und nicht nur auf Gefühlsebene dein Geld ausgibst.

Das nächste Anzeichen, dass du finanziell auf einem guten Weg bist, ist es, dass du plötzlich weißt, wenn ein Kauf, den du getätigt hast, einfach zu teuer war. Und zwar nicht vom Bauchgefühl her. Denn häufig liegen wir mit unserem Bauchgefühl auch mal falsch. Also im Prinzip könnte man natürlich immer an jedem Kauf zweifeln: Ist das zu teuer gewesen? Sondern du weißt es, weil du es schwarz auf weiß in deiner Bilanz ablesen kannst: Ein bestimmter Kauf, der war zu teuer. Das tut vielleicht im ersten Moment, wo du sagst: Okay, da habe ich einen Fehler gemacht. Aber im Grunde ist das immer ein sehr, sehr gutes Zeichen, weil du plötzlich eine Bewusstheit entwickelst. Und nur wenn du solche, in Anführungsstrichen, Fehler machst, kannst du damit für die Zukunft lernen.

Wenn du nie irgendwie merkst, was du da eigentlich machst, oder diese Themen nicht wahrnimmst, wenn etwas zu teuer war, dann wird sich nie etwas ändern. Wenn du es aber schwarz auf weiß siehst, was vielleicht auch zu teuer war – und das ist dann im Moment die Realität, deine Momentaufnahme –, dann wirst du es in Zukunft anders machen. Und das ist ein riesen Faktor, der dir in Zukunft helfen wird, deine Finanzen ganz anders aufzustellen beziehungsweise dich mit deinen Finanzen ganz anders zu verhalten. Und diese Klarheit, die hilft dir in Zukunft, einfach andere Entscheidungen zu treffen. Und die ist extrem wertvoll. Und ja, auch alleine deswegen braucht es einfach Zeit, weil du gewissermaßen Fehler machen musst, die du in Zukunft dann vermeiden wirst.

Das nächste Anzeichen, was dir zeigt, du bist auf einem guten Weg, ist es, dass du bereits Dinge aus deinem Leben oder aus deiner Aufgabenliste gestrichen hast und dabei keinen Schmerz hast, weil du genau weißt, das sind Dinge, auf die du gut und locker verzichten kannst. Und selbst wenn das im Monat nur ein paar Euro sind, ist das ein sehr, sehr, sehr gutes Zeichen, weil du jetzt klarer bekommst, was für dich wichtig ist und was nicht. Und wenn man das mal ausrechnet, ist es ein schönes Beispiel. Auch wenn es nur 10 € im Monat sind, die du dort vielleicht zusammengestrichen hast, das ist im Jahr dann trotzdem über 100 €. Und wenn man das mal – die Zeit vergeht sowieso – über mehrere Jahre sieht, zum Beispiel über fünf Jahre, sind 10 € im Monat 600 €, und plötzlich summiert sich das hoch. Und das muss man sich dann häufig auch erst mal bewusst machen, wie wertvoll so eine Handlung schon sein kann. Wenn du jetzt schon die ersten Schritte eingeleitet hast und schon irgendwo Kosten zusammengestrichen hast, dann ist das ein sehr, sehr positives Zeichen für deine Finanzen. Und wenn du dranbleibst und noch an anderen Stellschrauben drehst, dann wirst du definitiv über die nächsten Monate hinweg deine Finanzen auf ein komplett anderes Fundament stellen.

Und mein letztes Anzeichen für diese Folge, dass du finanziell auf einer guten, positiven Reise bist, ist es, dass du angefangen hast, dass du Haushaltsbuch führst, dass du dran bist, dass du das Thema angehst. Alleine das ist ein Riesenschritt. Denn ja, die ganz große Hürde ist immer das Anfangen. Mein ganz großer Rat ist: Bleib einfach dran. Gib dir die Zeit. Versuche nicht, dich jetzt unter Druck zu setzen, dass du im Grunde alles sofort auf den Kopf stellen musst. Sondern es ist ein guter Weg, erst mal vielleicht nur zu protokollieren, nur mitzuschreiben, was du so an Ausgaben hast. Dann entwickelt sich automatisch ein neues Gefühl dafür. Dann entwickelt sich automatisch auch ein neues Verhalten, und du wirst sehen, über die Zeit wirst du es beiläufig schon anpassen. Alleine dadurch, dass du Haushaltsbuch führst. Deswegen ist es, wenn du damit angefangen hast, ein super Anzeichen dafür, dass du auf einem guten Weg bist.

Und das allerletzte Anzeichen dafür, dass du auf einem sehr guten Weg bist, ist es, dass du diesen Podcast hörst. Denn das Thema, ich weiß es selber, ist für ganz viele Menschen häufig sehr, sehr trocken. Auch sehr, sehr langweilig. Aber du bist dran. Du hörst dir diesen Podcast an. Du hast die Folge auch bis hierhin gehört. Das heißt, du bist ready für eine Veränderung. Du bist da und wirst definitiv, ja, wenn du dranbleibst, deine Reise nehmen. Hör dir gerne weitere Folgen an. Schreib mir, auch wenn du bestimmte Themenwünsche oder Fragen hast.

Das Allerwichtigste ist, dass du dranbleibst. Denn Dranbleiben ist tatsächlich einfach der Schlüssel, um dich da in andere Situationen zu begeben. Und ich kann dir garantieren, wenn du dranbleibst, wirst du merken, dass du nach und nach immer mehr in so eine Aufwärtsspirale reinläufst und im Prinzip deine Finanzen immer besser in den Griff bekommst. Und ja, das Thema fängt meistens dann auch immer mehr an, Spaß zu machen. Und wenn etwas Spaß macht, dann bleibt man sowieso weiter dran und baut das Ganze weiter aus. Und das ist so ein bisschen das Ziel, was ich dir gerne geben würde: Leg den Fokus darauf, dass du dranbleibst. Das Thema Finanzen ist halt ein langfristiges Thema. Und ja, deswegen hoffe ich, dass die Folge dich so ein bisschen motiviert hat, auch weiter dranzubleiben. Das ist die richtige Reise. Ich wünsche dir dabei natürlich viel Erfolg. Wie gesagt, melde dich gerne bei mir, und ansonsten bedanke ich mich fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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