GELDVERSTEHEN
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FOLGE 46 · 25. DEZEMBER 2025 · 9 MIN

Meine 10-Minuten-Finanzroutine zum Jahreswechsel

Worum es geht

Jahreswechsel ist ein guter Moment, um kurz auf die eigenen Finanzen zu schauen. Nicht, um alles neu zu machen – sondern um zu prüfen, ob es noch passt. In dieser Folge geht es darum, warum es sinnvoll sein kann, zwei Schritte Abstand zu nehmen und die eigene Finanzplanung einmal von außen zu betrachten. Ich teile meine persönliche Routine zum Jahresende.

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Transkript

Folge 46 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Der Jahreswechsel bietet sich immer dafür an, die Dinge ein wenig Revue passieren zu lassen, vielleicht ein bisschen zurückzuschauen, zu reflektieren und sich neue Pläne zu machen. Und natürlich ist es auch beim Thema Finanzen sehr interessant, mal was zu optimieren oder so ein bisschen den Weg anzupassen. Und ich finde, gerade dann, wenn man grundsätzlich gut aufgestellt ist und schon ein solides Fundament hat in seinen Finanzen und seine Finanzen gut im Blick hat, macht es ganz, ganz viel Sinn, mal zwischendurch hinzuschauen, zwei Schritte zurückzumachen und seine Finanzen mal von außen zu betrachten und zu überlegen, was vielleicht noch optimiert werden könnte. Und, ja, wo es schon gut läuft beziehungsweise was vielleicht auch angepasst werden sollte. Deswegen möchte ich dir in dieser Folge meine kleine, kurze Routine zum Jahreswechsel vorstellen: was ich immer mache und was ich auch dir empfehle zu tun, welche Stellschrauben ich mir anschaue und wo ich auch genauer noch mal nachgucke.

Bevor wir uns jetzt die Routine konkret anschauen, eine aus meiner Sicht superwichtige Sache, die ich noch erwähnen möchte: Ich bin grundsätzlich kein Freund davon, solche Auswertungen in den Fokus zu legen oder den Fokus darauf zu setzen. Ich bin eher Freund davon, dass man ein System und eine Struktur hat, mit der du ongoing im Prozess deine Finanzen fest im Griff hast und nicht von Zeit zu Zeit immer hingucken musst und justieren musst. Warum ist das so? Also, warum glaube ich, dass das grundsätzlich ein besserer Weg ist? Erstens glaube ich, dass das das Leben deutlich einfacher macht. Ich bin selber auch gerne ein fauler Mensch, und ich habe, ja, von vielen Menschen schon gehört und gesehen, die super viel Zeit und Energie und auch so ein bisschen Kampf da mal reinstecken. So eine Tabellenauswertung: Wo stehe ich gerade finanziell? Was muss ich optimieren? In aller Regelmäßigkeit gemacht zu haben und dann trotzdem darüber hinaus gar keine wirklich wertvollen Erkenntnisse erlangt haben. Und meistens war das bei diesen Menschen das Problem, dass sie zu genau hinschauen wollten. Deswegen bin ich da so ein bisschen vorsichtig, das auch immer zu empfehlen.

Ich bin auch kein Freund davon, hin und wieder seine Finanzen aufzuräumen und in einzelne Aktionen zu packen und zu sagen: So, jetzt bringe ich meine Finanzen wieder in Ordnung. Das kostet meistens viel, viel, viel, viel Nerven und auch Kraft. Ja, weil eigentlich will man sich ja gar nicht so richtig hinsetzen und sich mit seinen Finanzen beschäftigen. Und meistens bringt es auch nicht die entscheidenden Erkenntnisse. Deswegen gibt es auch GELD VERSTEHEN. Ich möchte dich dazu ermutigen, lieber Ordnung zu halten und gar nicht irgendwie die Situation zu erzeugen, dass du dir wieder einen Überblick verschaffen musst. Das ist nämlich aus meiner Sicht viel, viel einfacher. Da fällt viel, viel Druck von dir ab. Und meiner Erfahrung nach kommen die besten Erkenntnisse sowieso beiläufig. Wenn du deine Finanzen grundsätzlich im Griff hast beziehungsweise grundsätzlich im Blick hast und eine gute Struktur und Ordnung drin hast, wirst du einen viel, viel größeren Effekt für deine Finanzen haben, als wenn du zwischendurch hinschaust und aufräumst.

Aber hin und wieder ist so eine Routine, mal zwei Schritte zurückzumachen, schon sinnvoll. Gerade zum Jahreswechsel mache ich das selber auch, und das dauert in meinem Fall auch nur ein paar Minuten, und schon hast du wieder einen klaren Blick und eine klare Ausrichtung. Deswegen möchte ich mit dir in dieser Folge über das Thema meiner Jahresendroutine sprechen. Wie sieht diese Routine nun aus? Das Ziel ist für mich, wenn ich das mache, eigentlich, zwei Stellschrauben zu betrachten, diese zu reflektieren und so ein bisschen neu zu justieren. Das ist zum einen meine Rücklagenplanung und zum anderen mein Vermögensaufbau.

Auf der einen Seite die Rücklagen. Ganz klar: Worum geht es da? Ich schaue nach und würde dir auch raten nachzuschauen: Für was hast du in der Zukunft eigentlich überhaupt Rücklagen eingeplant? Was hast du davon wirklich auch an Rücklagen benötigt? Also, wie genau war deine Rücklagenplanung bisher? Gibt es vielleicht Dinge, die du, ja, vergessen hattest in deiner Rücklagenplanung bisher? Gibt es weitere Dinge, für die du Rücklagen aufbauen solltest? Und dementsprechend ist das so eine Frage. Ich schaue dann zurück und überlege: Alles klar, dafür hatte ich Rücklagen eingeplant, dafür habe ich sie ausgegeben. Und wo sind eigentlich Dinge, für die es sich lohnt, in Zukunft auch Rücklagen aufzubauen? Im Grunde die Frage: Hat alles so gepasst mit den Rücklagen, ist das aufgegangen, was ich dort eigentlich geplant hatte? Und, ja, dann mit dem Ziel, das Ganze bewusst anzupassen, vielleicht die Summe noch mal zu verändern, die ich als Rücklagen definiere. Und, ja, noch mal genauer hinzuschauen, ob es noch andere Dinge gäbe, für die ich Rücklagen aufbauen sollte.

Und die zweite Stellschraube, die ich mir anschaue, ist das Thema Vermögensaufbau. Im Grunde mit der Frage: Hat das so gepasst? War das eine Summe, mit der ich gut ausgekommen bin? Das heißt also: Bin ich trotz meines Vermögensaufbaus mit meinem Geld ansonsten gut ausgekommen, oder habe ich mir vielleicht zu viel zugemutet? Ist es vielleicht in Zukunft doch sinnvoll, ein bisschen weniger in den Vermögensaufbau zu stecken? Oder war vielleicht sogar Luft nach oben, und ich könnte eigentlich sogar mehr in meinen Vermögensaufbau einplanen? Das ist eigentlich ein bisschen die Frage, die ich mir da nur stelle.

Und zwar schaue ich dann auch zurück in mein Haushaltsbuch und überlege: Okay, wo gab es Engpässe? Warum sind diese entstanden? Eigentlich schaue ich immer nach dem Engpass, der entstanden ist. Vielleicht mal jeden Monat einmal im Haushaltsbuch zurückgehen und schauen: Gibt es irgendwo Engpässe? Gibt es einen grundsätzlichen Engpass? Vielleicht, wenn es jeden Monat einen grundsätzlichen Engpass gibt, dann weiß ich: Wahrscheinlich ist es dann doch ein bisschen viel gewesen, was das Thema Vermögensaufbau angeht. Eigentlich mit der hauptsächlichen Frage: Ist mein Leben mit meiner Planung so entspannt gewesen? Denn das ist für mich immer die wichtigste Devise. Es bringt ja nichts, wenn du sehr, sehr viel Geld sparst, aber eigentlich die ganze Zeit unter Druck stehst und dich irgendwie mit deiner Vermögensaufbau-Planung belastest. So funktioniert es nämlich nicht auf Dauer.

Das Geheimnis für langfristigen Erfolg ist eine Strategie, die dich deinen Alltag entspannt gestalten lässt. Und dazu gehört es natürlich, dass du das ganze Thema Vermögensaufbau und Rücklagenplanung auch gut einkalkuliert hast und trotzdem in deinem Alltag nicht eingeschränkt bist. Deswegen macht es ganz viel Sinn, mal zwischendurch so hinzuschauen und zu überlegen: Okay, funktioniert diese Planung denn überhaupt, die ich da habe? Oder sollte ich diese Planung vielleicht ein bisschen anpassen? Meistens gibt es da Stellschrauben, meistens passe ich ein paar Dinge an. Und wahrscheinlich wirst du auch, wenn du so unterwegs bist, die eine oder andere Stellschraube sehen, an der du ein bisschen was drehen kannst, die wiederum dafür sorgt, dass das nächste Jahr noch entspannter wird.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Reflektieren. Und, ja, schreib doch auch gerne mal in die Kommentare, was du so für Finanzroutinen hast. Das war meine kurze Finanzroutine zum Jahreswechsel. Ich bedanke mich fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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