GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 63 · 23. APRIL 2026 · 9 MIN

Finanzen für extra Faule: 3 Hebel, die dir Kontrolle über dein Geld geben

Worum es geht

Viele wissen, dass sie sich um ihre Finanzen kümmern sollten – und machen trotzdem einen großen Bogen darum. Zu kompliziert, zu nervig, zu viel auf einmal. Genau da setzt diese Folge an. Es geht nicht um perfekte Strategien oder komplexe Systeme, sondern um die entscheidende Frage: Was ist wirklich das Minimum, das du brauchst, um endlich Kontrolle über dein Geld zu bekommen?

Mehr GELD VERSTEHEN, zur Haushaltsbuch-App und weitere Ressourcen:

https://geldverstehen.de

Transkript

Folge 63 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Ich weiß ja, dass ganz, ganz viele Menschen überhaupt keine Lust haben, sich mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen. Aber das Paradoxe ist natürlich: Für die würde es sich am meisten lohnen. Gerade wenn das Thema irgendwie anstrengend ist, lästig ist, vielleicht Schmerzen bereitet, ja, dann profitiert man natürlich am meisten davon, wenn man das Thema angeht. Und ja, wer seine Finanzen im Griff hat, der bekommt dadurch Rückenwind. Das fehlt meistens Menschen, die Lust haben, sich mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen.

Was ist häufig das Problem dabei? Meistens wird das Thema viel zu groß gemacht, und es fehlt den Menschen häufig – das ist meine Erfahrung – Klarheit darüber, was denn überhaupt zu tun wäre beziehungsweise wo da der Fokus sein sollte. Und dann verpufft natürlich die Energie, die man dafür haben könnte. Sofort den richtigen Fokus zu haben, ist natürlich immer der Schlüssel, um voranzukommen. Und deswegen spreche ich in dieser Folge darüber, was das absolute Minimum ist, um deine Finanzen bestmöglich im Griff zu haben. Was als Allererstes wichtig ist.

Wahrscheinlich geht es dir dann so, dass das Geld ja so durchgeht. Du hast keinen Überblick und auch keine Kontrolle. Daraus resultieren hauptsächlich zwei Probleme. Erstens: Du kennst dadurch, dass du keinen Überblick hast, deinen eigenen Spielraum nicht so richtig. Du weißt eigentlich gar nicht so richtig: Was ist wirklich drin bei dir? Und diese Unsicherheit ist auf der einen Seite nicht so schön, und sie hilft dir natürlich auch nicht bei deinen finanziellen Entscheidungen, denn dir fehlt die Entscheidungsgrundlage. Das betrifft natürlich Themen, wo du dich einschränkst, wo es vielleicht keinen Sinn macht, und dich dementsprechend so ein bisschen selber, ja, limitierst in deinem Verhalten und dir im Endeffekt damit selber dein Leben schwer machst, als auch natürlich an dem Punkt, wo du zu viel Geld ausgibst, obwohl es eigentlich gar nicht drin wäre. Das heißt also, ein ganz wichtiger Faktor ist, dass du deinen Spielraum wirklich kennen solltest, so genau wie möglich. Was dir natürlich hilft, mit deinen Finanzen besser aufgestellt zu sein.

Und der zweite Punkt, wenn dir der Überblick fehlt: Du siehst einfach nicht, wo dein Geld verloren geht. Denn meistens passiert das schleichend, Monat für Monat. Und ja, wir sprechen deswegen häufig von versteckten Geldfressern, die dir entgehen, weil du einfach den Überblick nicht hast. Was heißt: Überblick über deine Finanzen, eigentlich genauer gesagt über deine Geldflüsse, den brauchst du. Du brauchst eine vernünftige Kostenaufstellung. Du musst dein Budget kennen, ansonsten ist das Geld verloren.

Und das Minimum, das absolute Minimum, was ich dir empfehle, ist, dass du schon mal weißt: Was sind eigentlich deine Fixkosten? Und zwar auf den Monat gerechnet. Nicht nur die monatlichen Fixkosten, sondern alle Fixkosten, die du auf den Monat berechnet hast. Das solltest du kennen, denn dann kennst du schon mal grob den Spielraum, den du jeden Monat hast. Das beste Tool dafür, was ich dir da empfehlen kann, um das herauszukristallisieren beziehungsweise festzuhalten, ist unsere App. Und die empfehle ich dir aus zwei Gründen. Erstens macht sie das Thema „auf den Monat berechnet“ automatisch. Und das Zweite ist natürlich, dass du diese App immer dabeihast. Und wenn sich was ändert, kannst du das Ganze innerhalb von zwei Minuten anpassen und hast im Endeffekt immer eine aktuelle Liste von deinen Fixkosten und weißt so schon mal grob, wo dein finanzieller Spielraum ist, und kannst ganz andere Entscheidungen treffen.

Der zweite Punkt, der bei ganz vielen Menschen Chaos bringt, ist einfach eine schlechte Kontoaufteilung. Zum Beispiel alles über ein Konto laufen zu lassen oder mehrere Konten zu haben und sich das Geld hin- und herzuschieben, wie es gerade so passt. Also ohne Fokus. Und ja, wer keine gute Kontoaufteilung hat, der hat es meiner Erfahrung nach sehr, sehr schwer, überhaupt auch Überblick über seine Finanzen zu haben, weil alles durcheinanderfließt. Und dementsprechend bringt extrem viel Ruhe eine klare Kontoaufteilung, die ich dir auf jeden Fall empfehlen würde anzugehen, die du vielleicht einmal umsetzen musst. Aber wenn du sie einmal hast, dann hast du sie wahrscheinlich auch dein Leben lang und wirst nie wieder darauf verzichten wollen, weil du die Vorteile einfach erkennst. Dementsprechend rate ich dir sehr, sehr stark, auch wenn du gar keine Lust hast, dich mit deinen Finanzen auseinanderzusetzen, dir einmal eine vernünftige Kontoaufteilung zu organisieren, um so dann über Monate und Jahre hinweg davon zu profitieren.

Was brauchst du für Konten auch noch? Mal ganz kurz angerissen, meiner Empfehlung nach: Du brauchst ein Konto, mit dem du deinen Alltag bestreitest, wo vielleicht ein Gehalt eingeht, wo deine normalen Fixkosten aus dem Alltag heraus bezahlt werden, im Endeffekt, mit dem du deinen Alltag bewältigst. Dann brauchst du ein Konto für klare Rücklagen. Also du brauchst natürlich auch eine gewisse Rücklagenplanung, mit der du dich ja absicherst. Und dann brauchst du ein Konto zumindest für deinen langfristigen Vermögensaufbau. Und das Ganze würde ich auch stark trennen. Das heißt also, wenn diese Dinge durcheinanderfliegen, dann findet meistens Rücklagenplanung, geschweige denn Vermögensaufbau, einfach nicht statt. Und aus meiner Sicht brauchst du auch nur diese drei Konten. Vielleicht hast du da ja irgendwann ein paar mehr. Aber für den Anfang empfehle ich dir, so in drei Töpfen zu denken. Mehr brauchst du nicht. Und dann wird dir ein disziplinierter Umgang damit extrem helfen, Klarheit in deinen Finanzen zu halten.

Und der dritte Punkt, der sehr viel Ruhe in deine Finanzen bringen kann, was ich dir auch immer empfehlen würde, auch wenn du gar keine Lust hast, dich damit auseinanderzusetzen, weil es dir ganz einfach super langfristig Rückenwind geben wird, ist, deine Finanzen – ich nenne es gerne – strategisch zu automatisieren. Das heißt also, gerade deine Rücklagenplanung und deinen Vermögensaufbau, das, was ich gerade eben schon angesprochen habe, nicht so zu improvisieren und nicht mal was zu sparen oder zur Seite zu legen, wenn es gerade passt, sondern mit einem glasklaren System. Das heißt also, clevere Daueraufträge einzurichten, die von deinem Alltagskonto abgehen, auf dein Vermögensaufbaukonto, auf dein Rücklagenkonto, um so Klarheit zu schaffen, was dort zur Seite gelegt wird. Das Ganze zu automatisieren per Dauerauftrag, damit du damit nichts mehr zu tun hast in Zukunft beziehungsweise das eigentlich nur beobachten musst, wie dort Rücklagen aufgebaut werden oder Vermögensaufbau stattfindet. Darüber musst du dir ein einziges Mal Gedanken machen, dich vielleicht auch so ein bisschen rantasten und das Ganze einfach laufen lassen. Über die Jahre, über die Monate, und du wirst feststellen, das wird dir enorm viel Rückenwind geben, wenn du das einmal vernünftig aufgesetzt hast.

Ja, das waren meine drei Punkte. Natürlich extrem vereinfacht dargestellt, aber im Grunde auch nicht hochkomplex. Wenn du das Ganze umgesetzt hast, bin ich davon überzeugt, dass du einen enormen Mehrwert für dein Leben verspüren wirst. Es wird dir Rückenwind geben. Natürlich gibt es in der Umsetzung wieder Fallstricke, wo etwas schiefgehen kann, oder auch Fragestellungen, über die man stolpert. Und natürlich gibt es da noch einiges mehr, was deine Finanzen stabil machen kann. Zum Beispiel eine vernünftige Haushaltsbuchführung, auch die vernünftige Rücklagenplanung, wie du das angehst. Daher empfehle ich dir natürlich an dieser Stelle: Hör dir auch andere Folgen an. Ich gehe auf diese Themen immer weiter ein. Und ja, aus meiner Sicht sind es aber die drei Punkte. Wenn du die einmal umgesetzt hast und dich daran hältst, dann kommt der Rest fast von alleine, weil du immer klar siehst, was du auch verändern kannst, wo du stehst, und weil du eigentlich immer eine ganz gute Kontrolle oder einen guten Überblick über deine Finanzen hast. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen

Genau dafür habe ich einen kostenlosen Crashkurs erstellt: Schritt für Schritt, direkt in dein Postfach, ohne Fachchinesisch – und ohne Verzichtspredigten.

100% kostenlos. Deine Daten sind sicher und bleiben anonym. Kein Spam und mit einem Klick einfach zu beenden.

Passende Folgen