Worum es geht
Große Ausgaben kommen selten angekündigt. Sie sind einfach plötzlich da. Und genau dann kippt der ganze Monat, das Konto rutscht ins Minus und das gute Gefühl von Kontrolle ist schlagartig weg.
Wenn dich Urlaube, Reparaturen, Anschaffungen oder andere größere Wünsche finanziell regelmäßig aus dem Konzept bringen, bist du nicht allein. Die meisten Menschen scheitern nicht am Sparen, sondern an fehlender Vorbereitung.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum große Ausgaben so gefährlich für deine Finanzplanung sind, warum sie sich immer wie Überraschungen anfühlen und was im Hintergrund eigentlich fehlt, damit dein Geld stabil bleibt.
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Transkript
Folge 45 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Wer kennt es nicht? Plötzlich, wie aus dem Nichts, taucht irgendwo wieder eine Ausgabe auf, mit der du nicht so glücklich gerechnet hast, und hebt deine gesamte Finanzplanung komplett aus den Angeln. Meistens sind es größere Ausgaben, die unsere Pläne, unsere finanziellen Pläne sprengen. Sei es im Urlaub, seien es, ja, größere Anschaffungen wie ein Auto oder Dinge, die kaputtgehen. Irgendwelche großen Wünsche, die auf dich zukommen, die nicht wirklich in den Monat reinpassen beziehungsweise die nicht wirklich in dem Monat zu bewerkstelligen sind. Und zack, haben wir wieder zu viel ausgegeben in dem Monat und rutschen vielleicht ins Minus oder sogar ins Dispo. Müssen an unser Erspartes. Ja, das ist super ärgerlich und bremst natürlich unsere finanzielle Weiterentwicklung komplett aus. Wie gehen wir damit um? Wie gehen wir mit solchen großen Ausgaben, die hin und wieder auf uns zukommen, am besten um? Genau darum geht es in dieser Folge.
Ja, was kannst du tun, wenn du so eine Ausgabe auf dich zukommen siehst? Erstens natürlich: In dem Moment, wo es passiert, ist es logischerweise zu spät. Dann bist du weiterhin gezwungen zu improvisieren, so wie du das vielleicht bisher auch gemacht hast. Aber klar, für die Zukunft kannst du das ganze Thema cleverer und anders angehen und im besten Fall systematisch mit einplanen. Die Lösung ist natürlich relativ simpel, die Umsetzung dagegen für die meisten Menschen doch eine Herausforderung, beziehungsweise nicht ganz klar, was eigentlich zu tun ist. Und die allermeisten Menschen haben einfach keine gesunde Rücklagenplanung. Und das ist häufig das größte Problem, wenn es darum geht, seine Finanzen auf einem guten Fundament zu haben: wenn die Rücklagenplanung fehlt.
Welche zwei Schritte ich dir empfehle, darüber möchte ich gleich sprechen. Wie konkret ich das Ganze umsetzen würde und was ich dir empfehlen würde. Aber vorher einmal kurz für dich zusammengefasst – es ist relativ logisch, was eigentlich zu tun ist, denke ich. Du musst solche Ausgaben nämlich irgendwo auf dem Zettel haben, genauso wie Miete, Strom und Gas. Das sind einfach Ausgaben, die von Zeit zu Zeit auf jeden Fall irgendwie auf dich zukommen. Und deswegen ist meine grundsätzliche Empfehlung, dir das genauso einzuplanen wie deine Fixkosten auch und dafür Geld zur Seite zu legen, jeden Monat ein bisschen einen Puffer zu schaffen und so langfristig mit dieser Strategie dir selbst immer mehr den Rücken freizuhalten. Das grundsätzlich zu der Idee, und wie wir das Ganze angehen, darüber sprechen wir jetzt.
Was ist also zu tun? Wie funktioniert eine gesunde Rücklagenplanung im GELD VERSTEHEN Stil? Was ist konkret zu tun? Schritt Nummer eins: Du brauchst eine Liste deiner potenziellen größeren Ausgaben. Wenn du diesen Podcast vielleicht schon das eine oder andere Mal gehört hast, dann wirst du gemerkt haben: Ich bin ein großer Freund von Listen, von einfachen Listen, denn die bringen häufig sehr, sehr viel Klarheit rein. Und genau das ist es meistens, was die Lösung ist. Und diese Klarheit, die fehlt in den allermeisten Fällen. Deswegen wird es meistens schwierig, mit seinen Finanzen irgendwo eine klare Struktur zu finden. Der Vorteil von so einer Liste ist: Wenn du dir einmal vernünftig Gedanken gemacht hast und diese Liste hast, dann ist das Thema wahrscheinlich zu 80 Prozent sortiert. Und diese Liste fehlt den meisten Menschen, die Probleme haben mit dem Thema große Ausgaben, die einen zwischendurch immer wieder überfallen. Das ist nirgendwo festgehalten, was das für Dinge sein können, und daher überraschen sie dich einfach immer wieder.
Also, deine Aufgabe ist es: Schreib dir eine Liste. Was sind die Dinge, für die du in Zukunft Rücklagen aufbauen solltest? Das kann sehr, sehr unterschiedlich sein. Von Mensch zu Mensch ist das meistens sehr variabel. Also das werden Dinge sein, die dir da einfallen, wie zum Beispiel Urlaub. Wenn du ein Auto fährst, dann musst du für dein Auto gewisse Rücklagen aufbauen. Wenn du ein Haus hast, dann werden dort Dinge anfallen. Wenn du spezielle Hobbys hast, dann wirst du mit Sicherheit auch dort Dinge finden, für die es Sinn macht, Rücklagen aufzubauen. Kinder sind immer ein Thema, für die es Sinn macht, in gewisser Weise Rücklagen zu haben. Was das aber konkret für dich bedeutet, das musst du individuell für dich selber entscheiden. Mach dir also eine Liste, eine für dich individuelle Liste. Fang ruhig erst mal an, da alles aufzunehmen, was dir in den Sinn kommt.
Ja, wenn dir da bisher nichts einfällt, wenn du dir gar nicht so klar bist, was könnte denn das überhaupt sein, dann ist mein Tipp: Schau mal zurück. Schau mal auf die letzten Kontoauszüge oder, wenn du es hast, in dein Haushaltsbuch. Was waren denn solche Ausgaben, die so den Rahmen gesprengt haben im letzten Jahr oder in den letzten Monaten? Das ist ein guter Hinweis darauf, wofür du in Zukunft Rücklagen aufbauen solltest. Und, ja, das ist Schritt eins: erst mal nur dich hinzusetzen und eine Liste zu machen. Was sind die Dinge, für die du in deinem Leben Rücklagen sehr, sehr gut gebrauchen könntest? Mach dir im ersten Schritt noch keine Gedanken über die Machbarkeit, oder überdenk das Ganze nicht. Schreib erst mal nur auf und sammle diese Dinge zusammen, sodass du hinterher eine klare Liste hast.
Und der zweite Schritt, wenn du deine Liste erstellt hast – das ist nämlich schon der allerwichtigste Schritt –, dann ist es relativ logisch, was zu tun ist. Jetzt wollen wir natürlich rausfinden: Wie viel Rücklagen brauchst du jeweils dafür? Und da würde ich dir sehr stark raten, das Ganze auf Jahresbasis zu berechnen. Das heißt also, nehmen wir mal das Beispiel Urlaub. Du hast dort in deiner Liste stehen: Ich möchte Rücklagen für den Urlaub aufbauen. Überlege dir: Wie viel Geld im Jahr möchtest du für Urlaub einplanen? Wenn du da jetzt keine klare Idee hast, wie viel das sein könnte: Was hast du vielleicht im letzten Jahr insgesamt für Urlaub ausgegeben? Und das ist ein ganz guter Hinweis für eine sinnvolle Summe. Und wenn dir das Ganze bei bestimmten Themen schwerfällt, dann kannst du auch einfach erst mal schätzen und das Ganze grob angehen und im Nachgang natürlich auch wieder justieren und anpassen. Aber es kommt an der Stelle nicht darauf an, dass du exakt den Betrag kennst, der hinterher perfekt ist, sondern dass du einfach erst mal überhaupt einen Betrag einplanst übers Jahr. Wie viel Geld brauchst du für XY?
Jetzt hast du den Jahresbedarf, und die Idee ist es natürlich, jeden Monat dafür Geld zur Seite zu legen. Das heißt also, diesen Jahresbetrag, den du dort ermittelt hast, rechnest du durch zwölf, und schon hast du die Summe, die du jeden Monat für deine Rücklagen zur Seite legen solltest. Und wenn du das tust – das Ganze ist sehr, sehr simpel –, wirst du relativ zeitnah dahin kommen, dass du einen gefüllten Rücklagentopf hast und immer wieder darauf zurückgreifen kannst in dem Moment, wenn solche Ausgaben tatsächlich auf dich zukommen.
Wenn du jetzt feststellst, die Liste ist ziemlich lang geworden, und die Summen sind ziemlich groß geworden, und das ist alles so nicht realistisch, dann würde ich dazu raten, dort mal so ein bisschen zu streichen. Fang erst mal klein an! Fang erst mal für die wichtigsten Dinge an, Rücklagen aufzubauen, sodass du im Prinzip eine Routine schaffst. Schau ein bisschen genauer hin. Das Ganze ist nichts, was du einmal fix planst, sondern im besten Fall fortlaufend im Blick hast und immer wieder justierst. Und, ja, so für dich die richtigen Summen und die richtigen Dinge dort findest, für die es in deiner Situation sinnvoll ist.
Noch ein weiterer Tipp von meiner Seite aus: Am besten machst du dir für diese Rücklagen auch ein extra Konto auf. Dann kannst du das Ganze sauber auseinanderhalten. Und, ja, bist nicht in der Situation, dass du dort relativ schnell Gelder hin- und herschiebst, sondern wirklich nur auf das Geld zurückgreifst, wenn wirklich eine Sache aus deiner Liste in dein Leben tritt. Wenn du das Ganze so angehst, wirst du, versprochen, nie wieder Probleme mit großen Ausgaben haben, und es werden dich nie wieder solche Ausgaben aus den Angeln heben und deinen Monat crashen, sodass du dann wieder bei null anfängst. Genau darum geht es eigentlich. Daher ist eine vernünftige Rücklagenplanung das A und O, wenn du finanziell gesund aufgestellt sein möchtest.
So weit zu meiner Empfehlung. Wenn du möchtest, dass wir das Ganze gemeinsam implementieren, bei dir so eine Rücklagenplanung mal gemeinsam aufsetzen und ich dir in kleinen Schritten genau erkläre, wie wir das Ganze angehen, dann schau dir auf jeden Fall meine Masterclass an. Denn da setzen wir solche Themen – und, ja, noch ein paar Themen mehr, nämlich das gesamte GELD VERSTEHEN System – einmal gemeinsam auf und bringen so deine Finanzen auf ein gesundes Fundament. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen
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