Worum es geht
Diese Frage stellen sich viele – und bekommen trotzdem keine klare Antwort. Stattdessen Vergleiche, Meinungen und widersprüchliche Maßstäbe von außen.
In dieser Folge geht es genau darum: Wie du für dich eine klare, belastbare Antwort auf diese Frage findest. Ohne Richtwerte aus dem Internet. Ohne „man sollte“. Ohne Vergleich mit anderen.
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Transkript
Folge 50 zum Nachlesen · 8 Minuten Lesezeit
Eine ganz zentrale Frage, wenn es um deine Finanzen geht, und häufig auch ein sehr großer Unsicherheitsfaktor, der uns zweifeln lässt, ist: Gebe ich zu viel Geld aus? Und wenn du die Frage mit dir herumträgst, was natürlich sehr, sehr viel Lebensqualität kosten kann und auch eine sehr wichtige Frage ist, wenn du finanziell gut aufgestellt sein willst, dann solltest du dir diese Frage natürlich beantworten können. Und deswegen möchte ich dir in dieser Folge einen Weg aufzeigen, wie du glasklar für dich herausfindest, ob du zu viel Geld ausgibst. Und ich möchte dir aufzeigen, was Menschen in meinen Programmen geholfen hat, mit der Frage Klarheit zu gewinnen, und woran du dich orientieren solltest.
Ja. Gebe ich zu viel Geld aus? Was ist meistens der Ort, wo wir nach der Antwort suchen? Meistens suchen wir die Antwort im Außen. Und zwar versuchen wir, uns irgendwo zu vergleichen. Wir fragen den Nachbarn. Wir fragen Freunde, fragen das Internet. Was ist richtig? Was darf man für was ausgeben? Was darf ich überhaupt ausgeben? Was darf meine Wohnung kosten? Was darf mein Auto kosten? Was dürfen meine Hobbys kosten? All das sind Fragen, die man ganz schnell im Außen zu beantworten versucht, um dort irgendwie zu validieren, wie man dort unterwegs ist, und sich so die Frage zu beantworten: Ja, gibt man eigentlich zu viel Geld aus? Die Frage: Wie machen es andere, und gibt es da irgendwie so ein Prinzip, wie ich das herleiten kann, wie es für mich richtig wäre?
Und das ist etwas, wovon ich dir sehr, sehr stark abraten würde. Ich weiß, dass es sehr verlockend ist, gerade auch in Zeiten von KI. Man bekommt sehr, sehr schnell Antworten auf diese Frage, wofür man sein Geld ausgeben sollte und was richtig und was falsch ist. Da kann man sich halt sehr schnell auch eine Meinung einholen. Und diese Meinung, die hilft dir aus meiner Sicht in den seltensten Fällen. Denn du bist ein Individuum. Du hast eigene Vorstellungen von deinem Leben. Du hast eigene Prioritäten. Und ich kann dir sagen, jeder Mensch hat andere Vorstellungen und andere Prioritäten. Und die meisten Menschen haben extrem unterschiedliche Ausgabeprofile. Das ist meine Erfahrung, einfach in der ganzen Zeit: dass Menschen sehr, sehr individuell konsumieren, sehr, sehr individuell ihr Geld ausgeben und eigentlich jeder so ein bisschen anders tickt.
Und deswegen helfen dir diese Informationen im Außen, wie andere das machen, einfach überhaupt nicht, um mit deinen Finanzen zufrieden zu werden beziehungsweise, ja, eine gute Balance zu finden. Sondern du solltest natürlich bei dir selber hinschauen, die Antwort bei dir finden, denn keiner kann dir die Antwort geben, ob du zu viel Geld ausgibst. Nicht ich, nicht ChatGPT oder auch nicht dein bester Freund und schon gar nichts, was irgendwie allgemeingültig ist. Kein universelles „Das ist zu teuer“ kann dir sagen, wofür du dein Geld ausgeben solltest. Es sind einfach deine Prioritäten, nach denen du leben solltest.
Warum ist das so ein wichtiges Thema? Warum ist das so ein wichtiger Punkt? Denn ich habe es gesehen: Die meisten Menschen, die mit ihrem Geld strugglen, die strugglen vor allem damit, wie sie ihr Geld ausgeben. Beziehungsweise mit ihren eigenen Prioritäten. Und gerade dann, wenn du im Vergleich mit anderen lebst, dann killt das deine Zufriedenheit enorm, weil du nicht mit deinen eigenen Vorstellungen im Einklang bist. Und die meisten Menschen haben so sehr ihren Zugang dazu verloren und suchen das so sehr im Außen, dass sie im Endeffekt gar nicht mehr daran glauben, dass sie mit ihren Finanzen eigentlich gut aufgestellt sein könnten.
Und das ist meistens sehr, sehr stark unbewusst geprägt. Wie wir unser Geld ausgeben, ist sehr, sehr häufig stark daran orientiert, was unser Umfeld macht, was unser Nachbar macht. Beispiel: Wenn der Nachbar sich ein neues Auto kauft, dann wird bei uns der Drang, sich ein neues Auto zu kaufen, wahrscheinlich gestärkt sein. Und wenn wir sehr, sehr stark auf solche Signale hören beziehungsweise nach außen schauen, dann sind wir natürlich logischerweise sehr stark getrieben von dem Außen, was uns natürlich von unserem eigenen Weg abbringt und somit dafür sorgt, dass wir niemals wirklich zufrieden sein können mit unseren Finanzen. Deswegen kommen wir auch mit unseren Finanzen nie in eine gute Balance. Ja, was natürlich ärgerlich ist.
Und eigentlich sind Finanzen ja auch sehr, sehr zahlenbasiert und ziemlich nüchtern zu betrachten. Relativ klar und einfach. Aber so funktionieren wir Menschen halt nicht. Wir haben halt Gewohnheiten, wir treffen emotionale Entscheidungen. Viele Entscheidungen treffen wir bewusst, aber auch sehr, sehr viele unbewusst. Und dementsprechend, ja, geben wir unser Geld häufig nach Gewohnheiten aus, die wir vorgelebt bekommen haben, oder halt so, wie unser Umfeld es, wie eben beschrieben, vielleicht auch erwartet. Und deswegen ist es umso wichtiger, dass du eine glasklare Idee davon entwickelst, was dir eigentlich wichtig ist, oder halt wichtiger als bisher. Und genau darum geht es: um deine individuelle Antwort.
Ich persönlich bin auch kein Fan davon, dir jetzt das Thema Sparen aufzudrücken oder irgendetwas vorzugeben, was du mit deinem Geld tun solltest. Meine Definition ist immer: Es muss zu dir passen. Es soll zu deinem Leben und zu dir passen, wie du dein Geld ausgibst. Ob du jetzt Geld sparen möchtest oder ob du dein Geld mit vollen Händen ausgibst. Entscheidend ist im Endeffekt, dass du damit zufrieden bist, dass du dich mit dem, was im Prinzip ja deine Möglichkeiten sind, so aufstellst, dass du nach deinen Prioritäten lebst und zufrieden bist.
Doch genau das sind wir häufig nicht. Wir sind häufig viel zu wenig bei uns. Wir glauben oft zu wissen und ein Gefühl dafür zu haben, wie die Realität ist, wie wir unser Geld ausgeben. Das ist meistens aber verschoben. Deswegen schauen wir meistens nicht hin. Es ist anstrengend hinzuschauen. Es ist vielleicht auch ein bisschen spießig, hinzuschauen, wofür wir unser Geld ausgeben. Vielleicht haben wir auch ein bisschen Angst vor der Wahrheit. Aber genau da liegt die riesengroße Chance für mehr Zufriedenheit, mehr Balance mit deinen Finanzen, mit deinem Geld, und natürlich auch der Schlüssel, um deine finanziellen Ziele zu erreichen. Ob das dann hinterher Sparen ist, Vermögensaufbau, irgendwelche Absicherung oder einfach mehr Spielraum für das, was du dir gerne leisten möchtest. Dementsprechend sollte dein wichtigstes Ziel, was deine Finanzen angeht, sein, so gut es geht nach deinen eigenen Prioritäten zu leben.
So. Und wie schafft man es jetzt, seine eigenen Prioritäten wirklich zu erkennen? Du kannst es dir vielleicht schon denken, wenn du diesen Podcast vielleicht auch schon ein paar Mal gehört hast. Natürlich macht es ganz viel Sinn, dich in irgendeiner Form damit zu beschäftigen, wie du dein Geld ausgibst. Das Ganze mal schwarz auf weiß auf Papier zu bringen. Ich mache das gerne mit unserer App. Die empfehle ich dir natürlich auch. Die ist genau dafür gemacht, dass du mal klipp und klar siehst, wo dein Geld eigentlich hinfließt. Wie genau du das machst und welche Fehler du dabei auf jeden Fall vermeiden solltest, habe ich in ganz, ganz vielen anderen Podcastfolgen schon thematisiert und beschrieben. Hör dir auf jeden Fall andere Folgen dazu an!
Für den Moment ist mir nur wichtig: Um die Frage, ob du zu viel Geld ausgibst, beantworten zu können, musst du als Erstes wissen: Wie viel Geld gibst du überhaupt wofür aus? Und zwar nicht ungefähr, sondern im allerbesten Fall so genau wie möglich. Und dann, wenn du siehst, wo dein Geld hingeht, dann ist in den allermeisten Fällen schon einiges passiert. Denn wenn du es schwarz auf weiß siehst, dann hast du schnell die Antwort auf die Frage, ob du zu viel Geld ausgibst, und siehst es meistens sehr, sehr klar, wenn du dann eine gute Vergleichbarkeit in deinem Haushaltsbuch hast. Dann kannst du relativ schnell selber identifizieren, welche Ausgaben vielleicht zu hoch ausfallen oder welche sich vor allen Dingen falsch anfühlen für dich, was du verändern möchtest. Das kommt meistens beiläufig dann auf dich zu.
Also, was ich dir sehr stark raten würde: das immer mehr für dich zu kultivieren, dass du verstehst, wohin dein Geld fließt, und dass du immer mehr ein Gefühl dafür bekommst, wo sich deine Ausgaben richtig anfühlen, wo sie sich vielleicht auch falsch anfühlen, wo sich Summen zu groß anfühlen, die du ausgibst, und wo du vielleicht auch selber sagst: Dafür ist es mir das Geld nicht wert. Da halte ich mein Geld lieber zusammen. Denn genau das musst du im Endeffekt immer selber entscheiden, wofür du dein Geld ausgibst. Und dadurch, dass du es schwarz auf weiß siehst, kannst du selber darüber entscheiden, bekommst ein immer besseres Gefühl. Und das ist aus meiner Sicht der ganz große Schlüssel, um langfristig finanziell gut aufgestellt zu sein und natürlich klar zu haben, ob du zu viel Geld ausgibst.
Mein letzter Tipp noch an dieser Stelle: Lass dir auf jeden Fall dafür Zeit. Denn du kannst dir vorstellen: Zu verstehen, wo dein Geld wirklich überflüssig ausgegeben wird oder ob es richtig ausgegeben wird, das ist keine Nacht-und-Nebel-Aktion. Es geht darum, ein immer besseres Gefühl dafür zu entwickeln. Das Ganze ist ein Prozess des Beobachtens, des Besser-Verstehens und des Gefühl-Entwickelns. Und ich weiß, man will meistens die Antwort jetzt haben und jetzt Klarheit haben. Aber das ist oft der Killer für das große Ganze, dass du dich wirklich langfristig aufstellst und langfristig verstehst, wohin dein Geld wandert, wenn du jetzt eine Hauruckaktion daraus machst. Deswegen ist meine Empfehlung: Mach das nicht. Dann tappst du wieder in die Falle, dass du dich ganz schnell vergleichst.
Wenn du das Ganze ein bisschen langfristiger angehst, dir mal die Zeit nimmst, das Ganze eine Zeit lang zu protokollieren, dann wirst du relativ schnell sehen, wo du Geldfresser hast, worauf du in Zukunft verzichten möchtest und, ja, wo du ganz schnell auch Geld einsparen kannst. All das wirst du relativ schnell erkennen, wenn du anfängst, genauer hinzuschauen, wohin dein Geld eigentlich fließt.
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