GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 64 · 30. APRIL 2026 · 8 MIN

Ein häufiger Planungsfehler: Warum trotz Disziplin kein Geld bei dir bleibt

Worum es geht

Du hast dein Geld im Griff – denkst du zumindest. Und trotzdem passiert es immer wieder: Das Konto ist leer und du kannst dir nicht wirklich erklären, warum. In dieser Folge geht es genau um diesen frustrierenden Kreislauf. Warum reicht es oft nicht, einfach „bewusster“ mit Geld umzugehen? Wieso landest du immer wieder am gleichen Punkt – obwohl du dir eigentlich Mühe gibst?

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Transkript

Folge 64 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit

Wenn du gefühlt immer wieder in derselben Schleife landest, das Konto plötzlich leer ist und du gar nicht so genau weißt: Warum passiert das eigentlich? Wieso passiert das jedes Mal? Ja, obwohl du vielleicht schon sehr, sehr viel darauf achtest, auf dein Geld und wo du dein Geld ausgibst. Dann gibt es natürlich einen Grund, warum das passiert. Und in den allermeisten Fällen ist dafür eine bestimmte Sache verantwortlich. Es gibt meistens eine Ursache dafür. Was das ist und wie du diese in den Griff bekommst und es so endlich schaffst, dass dein Geld wirklich bei dir bleibt, darum geht es in dieser Folge.

Als Allererstes natürlich die Frage: Warum klappt es nicht, dass dein Geld bei dir bleibt? Was ist eigentlich das Problem? Und ja, gerade dann, wenn du sogar das Gefühl hast, du gibst eigentlich bewusst sogar wenig Geld aus und versuchst, dein Geld zusammenzuhalten, ist das ein Thema, was einen ganz schön beschäftigen kann. Ich kann dir mal schildern, wie das meiner Erfahrung nach bei den meisten läuft und einfach so passiert. Und das Ganze ist ganz wichtig zu verstehen, weil es nämlich unbewusst abläuft, und zwar so, dass wir es eigentlich gar nicht wirklich mitkriegen. Und das ist meistens das große Problem.

Und zwar läuft es so ab: Wir bekommen irgendwann Gehalt, wir bekommen unser Geld aufs Konto, und dann fangen wir an, das Geld auszugeben. Und dann greift etwas, was ich hier auch schon häufig erwähnt habe: das Gesetz der Verschwendung. Und das ganze Geld ist irgendwann weg. Das heißt also, ja, wir geben das Geld aus, meistens bis an die Grenze dessen, was da ist, und das Ganze sehr, sehr unbewusst, sodass wir es im Prinzip eigentlich fast selber gar nicht steuern können. Das ist auf der einen Seite vielleicht nicht ganz so toll, wenn das Geld weg ist, aber nicht mal der Faktor, der dich da hält, wo du gerade bist, sondern nur ein Teil des Problems.

Ja, was ist es, was uns davon abhält, überhaupt Geld bei uns zu behalten? Was sprengt in Wahrheit wirklich den Rahmen? Was ist die Ursache für die meisten Leute? Oder was ist die Ursache, dass die meisten Leute es schwer haben, langfristig Vermögen aufzubauen beziehungsweise einfach erst mal Geld bei sich zu behalten? Wenn das Geld so automatisch durchgeht, so unbewusst durchgeht wie eben beschrieben, dann ist das ein Faktor, der natürlich auch sehr entscheidend ist, mit dem man aber natürlich arbeiten kann, indem man diszipliniert mit seinem Geld umgeht. Und dann hat man das ein bisschen im Griff und arbeitet dagegen.

Aber, und das ist meistens das ganz große Problem, was dafür sorgt, dass das Geld dann doch von Zeit zu Zeit irgendwann wieder weg ist: Denn wir haben alle versteckte Kosten. Versteckte Kosten, die auf jeden Fall irgendwann auf uns zukommen, die wir aber einfach schlichtweg nicht mit eingeplant haben, die wir nicht auf dem Schirm haben. Und dadurch, dass sie irgendwann dann auf uns zukommen und wir sie nicht eingeplant haben, reißt es wieder ein großes Loch in unser Budget. Und in den allermeisten Fällen ist das die Ursache dafür, dass Menschen immer wieder an den Punkt kommen, wo sie sagen: Mensch, jetzt ist es wieder erreicht, das Geld ist wieder weg. Und ja, gerade wenn du dazu neigst, dass du auch, wie eben beschrieben, immer an deine Grenze gehst, dann ist da eigentlich gar kein Spielraum für diese Dinge, die auf jeden Fall auf dich zukommen. Und ja, im Prinzip nimmst du dir so die Chance, dass du darauf überhaupt reagieren kannst. Und das führt dazu, dass du immer wieder an den gleichen Punkt kommst und immer wieder in dieser Schleife landest, weil versteckte Kosten einfach hin und wieder den Rahmen sprengen. Ja, genau das gilt es zu verstehen: Versteckte Kosten sprengen den Rahmen.

Um es mal konkret zu machen: Was sind denn überhaupt versteckte Kosten? Beziehungsweise, ja, was kann ich mir darunter vorstellen, wenn du dich das fragst. Das sind alles Dinge, die du so im Alltag meistens einfach nicht auf dem Schirm hast. Und auch wenn du schon ein Haushaltsbuch führst, tauchen diese Dinge meistens im normalen Haushaltsbuch nicht auf. Es gibt versteckte Kosten, die könntest du eigentlich sehen. Und es gibt natürlich auch versteckte Kosten, die du vielleicht ja einfach gar nicht fest einplanen kannst. Und häufig sind das Ausgaben, die einfach nicht monatlich laufen und deswegen irgendwo so durchs Raster laufen.

Versteckte Kosten, die unregelmäßig auf dich zukommen, sind Dinge wie zum Beispiel größere Ausgaben für einen Urlaub, den du wahrscheinlich jedes Jahr machst, aber einfach nicht auf dem Schirm hast. Und wenn er dann auf dich zukommt beziehungsweise wenn die Ausgabe auf dich zukommt, dann sprengt sie komplett deinen Rahmen. Das können Dinge sein wie Reparaturen an deinem Auto, am Haus, irgendwelche Anschaffungen, mit denen du nicht gerechnet hast, die aber den Rahmen sprengen, weil sie ja dann doch zu groß sind, um einfach so im Monat mitzulaufen. Ja, das können ganz, ganz viele unterschiedliche Dinge sein. Je nachdem, wie so dein Leben aufgebaut ist: Wir haben alle solche Ausgaben, die von Zeit zu Zeit auf uns zukommen und einfach zu groß sind, dass wir sie in dem Monat locker bewerkstelligen können. Und das sind versteckte Kosten, die wir meistens einfach nicht auf dem Schirm haben und die uns immer wieder ein großes Loch ins Budget reißen.

Ja, kurz und knackig zusammengefasst: Wenn du immer wieder an den Punkt kommst, dass dein Geld dem Ende entgegengeht beziehungsweise du dich in so einer Schleife befindest, dass das Geld immer weg ist, dann gibt es im Grunde zwei Schlüssel, die du betätigen kannst. Einmal natürlich aufzupassen, dass du nicht jeden Monat an deine Grenze gehst, dass du nicht in die Falle vom Gesetz der Verschwendung rutschst. Das schaffst du natürlich, indem du dir ein bisschen Überblick verschaffst und mal genau hinschaust, wo du dein Geld überhaupt ausgibst.

Aber, und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, den die meisten Menschen vergessen: Gerade wenn du an die Grenze gehst, dann ist es noch wichtiger, dass du alle deine Kosten wirklich eingeplant hast, dass du auch Geld zur Seite legst für Dinge, die ja so versteckte Kosten sind, die von Zeit zu Zeit auf dich zukommen, die dann den Rahmen sprengen. Dafür solltest du eine vernünftige Rücklagenplanung haben. Das ist nämlich der Schlüssel dafür, dass dich solche Ausgaben in Zukunft einfach nicht mehr erwischen. Bloß dass du natürlich in deinem Monat eigentlich aktuell Gelder ausgibst, die du vielleicht zur Seite legen müsstest, weil Ausgaben auf dich warten, die ansonsten auf jeden Fall irgendwann Probleme machen. Also mach dir unbedingt bewusst: Was sind deine Kosten, die, die irgendwann den Rahmen sprengen könnten? Und ja, plan die mit ein. Ich hoffe, das hat dir ein bisschen Klarheit gegeben. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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