Worum es geht
Du willst endlich Ordnung in dein Geld bringen – und plötzlich wird alles schlimmer statt besser? Willkommen in der „Erstverschlechterung“. In dieser Folge erfährst du, warum genau dieses unangenehme Gefühl kein Zufall ist, sondern ein entscheidender Wendepunkt. Wenn du gerade beginnst, deine Finanzen wirklich zu durchblicken, dich dabei überfordert fühlst oder sogar zweifelst, ob du auf dem richtigen Weg bist – dann solltest du diese Folge hören.
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Transkript
Folge 62 zum Nachlesen · 6 Minuten Lesezeit
Aller Anfang ist schwer, sagt man ja immer. Und genauso verhält es sich auch häufig mit den Finanzen, wenn man das Thema angeht. Ich habe neulich einen guten Begriff dafür aufgeschnappt: den Begriff der Erstverschlechterung. Da ging es um ein anderes Thema, aber ich fand es total treffend, weil es meiner Erfahrung nach fast jedem erst mal so geht, der mit seinen Finanzen startet, der Kontrolle gewinnen will, der sich einen Überblick verschafft. Der hat meistens erst mal das Gefühl, die Welt bricht zusammen. Wie soll das alles funktionieren? Und ja, er hat so ein bisschen das Gefühl von einem Rückschritt. Und ja, das führt wahrscheinlich auch dazu, dass viele sofort wieder aufhören, sobald sie angefangen haben, sich so ein bisschen damit zu beschäftigen, weil zu viele Schmerzen aufkommen und, ja, das Thema unangenehm wird und man das Gefühl hat, das wird alles irgendwie gar nichts. Ja, und warum das so ist und wie du damit umgehen kannst, darum geht es in dieser Folge.
Wenn du dich von diesem Thema persönlich angesprochen fühlst, weil du vielleicht gerade mit deinen Finanzen gestartet hast, weil du versuchst, Überblick zu gewinnen, weil du dir ja mehr Kontrolle über deine Finanzen wünschst und gerade angefangen hast, dich damit zu beschäftigen, und sich das Thema gerade sehr, sehr schwer anfühlt beziehungsweise du das Gefühl hast, es ist eigentlich schlimmer als vorher – vielleicht fühlt es sich an wie ein Rückschlag, den du erst mal erleidest –, lass dir eine Sache gesagt sein: Das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen, und es muss genau so sein, denn es zeigt dir, dass du auf einem guten Weg bist. Du hast vielleicht jahrelang nichts gemacht in der Hinsicht. Du hast jahrelang das Thema einfach laufen lassen, schaust jetzt hin, fängst jetzt an, das Ganze zu sortieren, und holst dir so ganz, ganz viel natürlich ins Bewusstsein, fängst an zu sehen, fängst an zu verstehen, wie deine Finanzen funktionieren beziehungsweise wo dein Geld hinfließt.
Und ja, das fühlt sich im ersten Moment vielleicht nicht so an, als würdest du damit vorankommen. Aber lass dir gesagt sein: Genau das ist eine gute Erfahrung, die du gerade machst. Denn das Thema Finanzen ist etwas, was du langfristig angehen darfst. Und nur dadurch, dass du diese Phase jetzt durchmachst und erst mal so eine Art Erstverschlechterung erlebst, hast du hinterher die Möglichkeit, die Dinge in eine andere Richtung zu leiten.
Und Schritt eins ist immer, Klarheit zu schaffen. Erst mal den Überblick zu verschaffen, erst mal klar zu bekommen, wo dein Geld hinfließt. Das tut im ersten Moment halt weh, hilft dir später aber umso mehr. Schritt zwei ist nämlich Optimierung. Und dann fängst du an, plötzlich durch die Klarheit zu profitieren, die du im ersten Schritt gewinnst. Und erst in Schritt drei, wenn du das beides durchlaufen hast, fangen deine Optimierungen an zu greifen. Und erst dann wirst du nach ein paar Monaten wahrscheinlich merken, dass du dich damals auf einen sehr, sehr guten Weg gemacht hast. Was du jetzt tun solltest, ist, erst mal zu verstehen an dem Punkt, an dem du gerade bist: Dass es wehtut, dass es sich unangenehm anfühlt, ist ein guter Schritt, weil du in die richtige Richtung gehst.
Wie zeigt sich das Ganze konkret bei deinen Finanzen, bei dem Thema Geld? Wenn du das Ganze angehst, ist im allerersten Schritt die wichtigste Aufgabe immer, zu verstehen, wo überhaupt dein Geld hinfließt. Das bedeutet, du musst aufschreiben, wo du dein Geld ausgibst, wo dein Geld eigentlich auch wegfließt. Und höchstwahrscheinlich fließt ein bisschen zu viel Geld von dir weg. Und vieles davon ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Und all das, was du da jetzt siehst, wenn du das aufschreibst, wird dir in gewisser Weise wehtun. Es wird sich anfühlen, als machst du einen Rückschritt, wird dir keinen Spaß machen und sich vielleicht nicht so anfühlen, als wärst du auf einem guten Weg.
Du wusstest vielleicht vorher, ich sollte irgendwas anders machen, aber jetzt siehst du es schwarz auf weiß. Und das alleine führt dazu, dass es natürlich unangenehm ist und vielleicht auch eine Ernüchterung reinkommt, weil du dir gewünscht hast, dass du vielleicht anders dastehst. Vielleicht ist es auch ein Schamgefühl, was entsteht, Frust und Wut auf dich selbst. All das wird jetzt in dieser Phase einfach hochkommen, weil die Erkenntnisse kommen und du klar bekommst, ja, wie du eigentlich wirklich aufgestellt bist mit deinen Finanzen. Und deswegen fand ich den Begriff Erstverschlechterung vom Gefühl her deutlich treffend bei dem Thema Finanzen, was fast jeder mal durchlebt, der anfängt, sich mit seinen Finanzen auseinanderzusetzen. Weil ganz einfach die ersten Schritte, die du jetzt angehst, dir auf dem Konto noch gar nicht helfen, sich in deinem Portemonnaie gar nicht widerspiegeln.
Aber – und das musst du dir bewusst machen – du öffnest damit überhaupt die Tür zur Veränderung. Und ja, du änderst damit eigentlich deine finanzielle Situation über Monate hinweg, über Jahre hinweg und wirst dadurch dein Leben lang davon profitieren. Es braucht halt einfach Zeit, dass das, was du da gerade angehst, Früchte trägt. Daher kann ich dir nur raten: Nimm dir diese Zeit. Sei nicht zu frustriert. Es ist völlig normal, was du da gerade erlebst. Bleib dran. Und ich kann dir eins versprechen: Wenn du dranbleibst, dann wird das Ganze von Monat zu Monat besser werden, mehr Spaß machen. Und ja, du wirst über lange Zeit in eine Aufwärtsspirale kommen, wenn du jetzt dranbleibst.
Und weil ich weiß, dass es ganz, ganz vielen so geht, die mit dem Thema anfangen und starten, dass im Endeffekt diese Klarheit, die du dir wünschst, vielleicht doch nicht so einkehrt: Dann solltest du noch mal hinschauen. Und zwar nicht das gesamte Paket hinterfragen und sagen, okay, ist der Weg überhaupt richtig? Sondern vielleicht so ein bisschen das Thema anders angehen. Weil ich habe das häufig erlebt, dass Menschen dort zwar sehr, sehr viel Energie reinstecken, aber vielleicht nicht auf die richtige Art und Weise. Vielleicht die Dinge nicht so aufarbeiten oder so strukturieren, dass es ihnen wirklich hilft. Man kann trotz Bemühungen, trotz viel Energie, die man dort reinsteckt, natürlich auch immer noch ein Chaos behalten, und meistens liegt es daran, wie du das Ganze angehst. Vielleicht steckst du auch zu viel Arbeit da rein.
Und deswegen kann ich dir nur empfehlen, weitere Folgen von GELD VERSTEHEN anzuhören. Denn genau um dieses Thema geht es hier: Wie kommst du dahin, vernünftig Struktur und Ordnung in deine Finanzen zu bringen und natürlich auch zu halten? Denn das ist im Endeffekt das ganz große Thema hier, dass du immer den klaren Überblick über deine Finanzen hast, dass du die Kontrolle über dein Geld hast. Und das mit ganz einfachen, super einfachen Strategien, die dich dahin führen, dass du langfristig deine Finanzen ja beiläufig steuerst und, ja, eine Aufwärtsspirale damit erzeugst. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen
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