Worum es geht
Du nimmst dir vor, deine Finanzen endlich in den Griff zu bekommen – und kurze Zeit später ist die Luft raus. Kein Einzelfall. In dieser Folge geht es genau darum: warum so viele Menschen mit ihren finanziellen Vorsätzen scheitern – und was es braucht, um diesmal wirklich dranzubleiben.
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Transkript
Folge 70 zum Nachlesen · 7 Minuten Lesezeit
Wie oft hast du dir schon vorgenommen, deine Finanzen endlich in den Griff zu bekommen, weniger Geld auszugeben, mehr zu sparen oder das Thema grundsätzlich mal anzugehen? Und hast dann nach einiger Zeit, nach kurzer Zeit wahrscheinlich, schon wieder damit aufgehört? Ja, woran liegt das, dass das ganz vielen Menschen so geht? Woran scheitern die meisten Menschen mit ihren Vorhaben, ihre Finanzen in den Griff zu bekommen? Ganz häufig hören sie einfach viel zu früh auf. Nicht, weil sie grundsätzlich etwas verkehrt machen, sondern ganz einfach, weil sie viel zu früh aufhören. Warum das so ist und was du dagegen tun kannst, was dagegen hilft, darum soll es in dieser Folge gehen.
Wer mit seinen Finanzen erfolgreich sein will, der muss vor allem eine Sache verstanden haben oder verinnerlicht haben. Und zwar, dass das Thema ein langfristiges Thema ist, dass das Thema dich dein Leben lang begleiten wird und du alles, was du finanziell auf die Beine stellst, immer langfristig einplanen solltest. Und nicht mit der Erwartungshaltung herangehen solltest, von heute auf morgen dort super schnell erfolgreich zu sein, sondern immer so, dass du das Ganze auch planst, um langfristig erfolgreich zu sein.
Warum ist das so? Ganz einfach, weil natürlich dein Geld langfristig für dich arbeiten wird. Und bis du dort bist, dass deine Finanzen irgendwo auf einem soliden Fundament sind, wirst du Dinge ändern müssen, anpassen müssen, zum Beispiel Gewohnheiten. So etwas dauert. Wenn du dein Leben lang mit deinem Geld auf eine gewisse Art und Weise umgegangen bist und jetzt anders damit umgehen möchtest, dann bedeutet das, dass du diese Gewohnheiten erst mal anpassen musst. Das heißt, du brauchst erst mal grundsätzlich Zeit dafür, dass diese Gewohnheiten sich verändern.
Ja, auch wenn du anfängst, Haushaltsbuch zu führen, wird es eine gewisse Zeit dauern, bis du Erkenntnisse gewinnst. Und ja, bis du dann anfängst, das Ganze auch zu optimieren, deine Ausgaben zu optimieren, das dauert natürlich. Und gerade wenn du anfängst zu optimieren, heißt das noch lange nicht, dass du auch sofort die Ergebnisse siehst oder große Ergebnisse siehst. Das wird dann dauern, bis diese Optimierungen, die du machst, irgendwo durchschlagen. Wenn du anfängst, deine Töpfe zu füllen, wenn du anfängst, Rücklagen aufzubauen, wenn du anfängst, ein Vermögen aufzubauen, dann wird das definitiv Zeit kosten, Zeit brauchen. Und dementsprechend – das meine ich mit dem Thema langfristig. Wenn du langfristig an das Thema gehst, dann wird dir auch klar sein, dass du eine gewisse Zeit über durchziehen musst und natürlich dranbleiben musst. Wenn du jetzt anfängst, das Geld zur Seite zu legen, dann dauert es halt logischerweise eine Zeit lang, bis sich dein Topf auch gefüllt hat, um dann das Geld auch zur Verfügung zu haben. Kostet einfach Zeit.
Daher ist Dranbleiben ein ganz wichtiger Schlüssel. Doch das ist es, was vielen Menschen schwerfällt: dranzubleiben und durchzuziehen. So weit, bis man dann irgendwann merkt, jetzt tragen all diese Bemühungen auch zu einem positiven Ergebnis bei. Ja, warum ist es eigentlich so schwierig dranzubleiben? Beziehungsweise was ist eine Lösung, wenn es dir schwerfällt, überhaupt dranzubleiben? Ganz, ganz viele Menschen machen nämlich am Anfang schon viele Dinge richtig, haben aber ein Problem, und das ist ein Riesenthema, was ich immer wieder festgestellt habe: Man macht zwar vieles richtig, sieht aber den Fortschritt nicht. Und das kann sehr schnell demotivieren.
Denn eine Sache ist klar: Der normale Alltag läuft ja weiter, bringt irgendwelche Dinge mit, die dich wieder so ein bisschen zurückwerfen, die dich frustrieren, die dich in den Zweifel bringen. Ganz normal, dass irgendwo Rückschläge kommen, zum Beispiel irgendwelche doofen Rechnungen auf dich zukommen, die deine ganze Planung im ersten Moment wieder dahin werfen. Vom Gefühl her jedenfalls. Daher ist es so sinnvoll, langfristig zu denken und über diese Rückschläge natürlich hinauszugehen. Plus, dass du dafür sorgst, dass du siehst, dass du vorankommst, dass du siehst, dass das, was du tust, Erfolge bringt, auch wenn sie noch so klein sind. Denn das Wichtigste ist halt, dass du einfach dranbleibst und deinen Weg weiterverfolgst.
Und wenn du ein neues System aufsetzt für deine Finanzen, wenn du dort Struktur reinbringst, dann muss logischerweise dieses System erst mal arbeiten, bis es dann irgendwann richtig gut funktioniert und du, ja, zum Beispiel Rechnungen, die dich jetzt plötzlich von links aus der Hecke überfallen, damit bewerkstelligen kannst, was jetzt wahrscheinlich noch nicht geht, wenn du damit startest. Und sobald du damit startest, heißt das ja noch lange nicht, dass du im Endeffekt schon Rücklagen aufgebaut hast, sondern das kommt ja mit der Zeit. Und du musst dafür sorgen, dass du siehst, dass du ja Fortschritte machst, dass du siehst, dass eine positive Entwicklung da ist, damit du ja motiviert bleibst, damit du siehst, du bist auch auf dem richtigen Weg.
Daher ist aus meiner Sicht für den Erfolg von deinem finanziellen Vorhaben Messbarkeit super wichtig, damit du weiterhin daran glaubst, dass das der richtige Weg ist, weil du es ganz einfach siehst, dass es der richtige Weg ist, weil du es messbar hast und weil du ganz klar siehst: Okay, da wächst etwas. Und ja, das motiviert dich dann mit Sicherheit auch dranzubleiben. Das ist immer das, was ich festgestellt habe. Und genau das ist so ein bisschen die Krux, die ganz, ganz viele Menschen haben, weil dort ein paar Sachen dann doch fehlen, um eine klare Messbarkeit zu haben. Sie sehen einfach nicht, dass sie in Wirklichkeit schon vorankommen, und werfen dann viel zu früh das Handtuch und fallen zurück in alte Gewohnheiten und bleiben so auf der Stelle stehen.
Ja, und wie bringst du nun Messbarkeit in deine Finanzen? Das ist natürlich dann die entscheidende Frage. Ich breche das Ganze hier mal in aller Kürze auf zwei Punkte hinunter. Zum einen brauchst du eine ganz klare Buchführung. Ich empfehle dir, dort eine klare Monatsbilanz zu schaffen, sodass du jeden Monat siehst, was eigentlich gut läuft, was du optimieren kannst, dass du jeden Monat eigentlich sehen kannst, wie viel Geld du ausgegeben hast, und das Ganze dann über die Monate hinweg immer mehr optimieren kannst und eigentlich auch immer in die Vergangenheit gucken kannst: Was habe ich denn letzten Monat ausgegeben? Was läuft diesen Monat schon besser? Und so im Endeffekt eigentlich dafür sorgst, dass du ja eigentlich permanent siehst, dass du mit deinen Finanzen ganz klar weiterkommst. Deswegen macht es großen Sinn, dort auf eine Monatsbilanz zu setzen, so wie wir das zum Beispiel in unserer App machen, wo du das relativ schnell und einfach ermittelst. Und dadurch, dass du diesen Überblick hast und diese Klarheit hast, wirst du dranbleiben, wirst du merken, wo du schon besser wirst, wo sich alles optimiert. Und das wird dir Rückenwind geben für deine Finanzen.
Und zum anderen empfehle ich dir natürlich ganz klar eine vernünftige Kontoaufteilung, die vielen Menschen einfach fehlt. Und wenn du keine vernünftige Kontoaufteilung hast, dann fliegt irgendwo immer alles durcheinander. Zum Beispiel auch das Thema Rücklagen oder Vermögensaufbau. Wenn du das nicht separat, auf anderen Konten verteilt, aufbaust, siehst du gar nicht, dass dort etwas wächst. Weil am Anfang natürlich vielleicht sehr, sehr wenig dort liegt. Erst mal nur – wenn das irgendwo in deinem Alltag, auf deinem Alltagskonto liegt und ja eigentlich nur so eine kleine Summe dein Rücklagenpolster ist, dann wirst du das Ganze relativ schnell übersehen, und das wird irgendwie eine gewisse Normalität haben. Aber du siehst nicht ganz klar, dass dort etwas wächst.
Deswegen empfehle ich dir auf jeden Fall, eine vernünftige Kontoaufteilung zu machen, sodass du zum Beispiel das Thema Rücklagen auf dem anderen Konto stattfinden lässt und dort Monat für Monat einen Betrag rüberschiebst und so siehst, dass dort etwas wächst, wie so eine kleine Pflanze. Und die geht in deinem normalen Alltagskonto schnell mal unter. Deswegen braucht die einen eigenen Safe Space. Und deswegen empfehle ich immer diese beiden Schritte: zum einen vernünftige Buchführung und zum anderen eine vernünftige Kontoaufteilung. Und wenn du das hast, dann wirst du auch sehen, dass du Fortschritte machst. Dann wirst du auch sehen, dass das, was du jetzt schon tust, wahrscheinlich eigentlich der richtige Weg ist. Und so dich selber motivieren, dranzubleiben. Denn das ist langfristig immer der Schlüssel: dranbleiben und optimieren. Ich bedanke mich fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Der nächste Schritt: Bring Struktur in deine Finanzen
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