GELDVERSTEHEN
Cover des GELD VERSTEHEN Podcasts
FOLGE 84 · 10. SEPTEMBER 2026 · 11 MIN

2 Minuten am Tag reichen – du machst dir deine Finanzen zu kompliziert

Worum es geht

Riesige Excel-Tabellen, zwei Apps parallel, Wochenauswertungen mit Diagrammen – und drei Wochen später liegt alles wieder. Wer seine Finanzen ernst nimmt, neigt dazu, viel zu tun. Genau das ist aber oft der Grund, warum es nicht hält. In dieser Folge geht es darum, warum Aufwand sich wie Kontrolle anfühlt, aber das Gegenteil bewirkt – und wie viel Zeit ein funktionierender Überblick tatsächlich braucht.

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Transkript

Folge 84 zum Nachlesen · 8 Minuten Lesezeit

Ich habe in den letzten Jahren mit GELD VERSTEHEN sehr, sehr viele Finanzsysteme gesehen, wie Menschen versucht haben, ihre Finanzen unter Kontrolle zu bekommen. Ich habe riesengroße Exceltabellen mit Kategorien vor mir gehabt, habe erlebt, dass Menschen mehrere Apps parallel nutzen, weil die eine das kann und die andere das, habe riesengroße Wochenauswertungen mit unendlich vielen Diagrammen vor mir gehabt. Und was meine Wahrnehmung dazu war: Je größer, je komplexer ein System war, was jemand versucht hat zu betreuen, desto weniger Erkenntnisse hat derjenige gewonnen, und desto weniger hat das Ganze auch nachhaltig funktioniert. Und zwar nicht aus dem Grund, weil die Person irgendwie faul ist und das nicht mehr weiterführen kann, sondern weil sie in den allermeisten Fällen zu viel gewollt hat. Und deswegen geht es in dieser Folge darum, wie viel denn genau richtig ist und was es denn braucht, um vernünftig mit seinen Finanzen aufgestellt zu sein und einen guten Überblick zu haben.

Ich möchte dazu ganz klar sagen: Ich kann das sehr, sehr gut verstehen, dass Menschen dazu neigen, wenn wir etwas erreichen wollen, dass wir dort sehr, sehr viel Energie reinstecken. Wenn wir merken, bei den Finanzen läuft es nicht, dann nehmen wir das Ganze ernst. Und ja, ernst nehmen fühlt sich meistens so an, dass wir das dann richtig angehen und auch deutlich mehr machen, als wir bisher gemacht haben. Das heißt also so ein bisschen nach dem Motto „Viel hilft viel”. Das bringt einen meistens selber ein bisschen in Ruhe, weil man das Gefühl hat, man tut etwas.

Und ja, genau das habe ich halt immer wieder gesehen, dass Menschen das so machen. Das fühlt sich natürlich dementsprechend erst mal nach Aktionismus an, das fühlt sich gut an, weil ich tue etwas und habe dadurch das Gefühl, ich gewinne die Kontrolle. Das kann ich ganz klar von mir selber auch behaupten, in vielen Bereichen. Ich ticke auch immer so, dass ich, wenn ich das Gefühl habe, irgendwo die Kontrolle zu verlieren, dazu neige, sehr, sehr viel zu tun. Ganz einfach nur aus dem Grund, dass ich das Gefühl habe, ich habe es im Griff. Und das ist ein riesengroßer Denkfehler. Gerade beim Thema Finanzen habe ich das immer wieder festgestellt.

Denn meistens ist der Aufwand, den man da reinsteckt, das, was am Ende die Kontrolle kostet, weil du es einfach nicht durchhalten kannst und weil das System dir an der Stelle so noch nicht hilft und keine klaren Erkenntnisse bringt. Und dann ist der Aufwand, den du da reinsteckst, eigentlich für die Katz. Du gibst dann wahrscheinlich eher auf.

Deswegen ist das, was ich gemerkt habe, was für die Menschen funktioniert, eigentlich relativ simpel: Je einfacher dein System ist, desto höher ist die Erfolgsquote. Und zwar nicht ein bisschen höher, sondern ehrlicherweise deutlich höher. Die Leute, bei denen es klappt, die es schaffen, mit ihren Finanzen besser umzugehen, anders mit dem Geld umzugehen und besser auszukommen, sind nicht die mit den größten und schönsten Exceltabellen. Das sind die, die ein ganz klares, kleines System haben, was sie nebenbei einfach betreuen können.

Warum ist das so? Warum braucht gute Kontrolle über die Finanzen nicht so viel? Mach dir mal eine Sache bewusst, und darum geht es eigentlich: Was willst du eigentlich wirklich wissen? Und in den allermeisten Fällen macht es Sinn, sich nur um eine einzige Frage Gedanken zu machen, und zwar: Wo geht eigentlich mein Geld hin? Denn wenn du diese Frage beantworten kannst, dann kannst du dein Geld, deine Geldflüsse anders lenken, und dann machst du es in der Regel auch. Wenn du glasklar siehst, wo das Geld hingeht, dann weißt du auch, wo es eigentlich verloren geht, bzw. ja, wo du es in Zukunft nicht mehr hinlaufen lassen willst. Und das ist der große Schlüssel.

Deswegen brauchst du eigentlich nur diese Frage zu beantworten: Wo geht mein Geld eigentlich hin? Und dafür brauchst du keine 30 Kategorien, dafür brauchst du im Grunde, ja, ich sag mal gerne, nur drei Kategorien. Das würde ich dir empfehlen. Was kommt rein? Was geht fest raus, also was ist fest verplant: Miete, Strom, Gas, Versicherung usw.? Und was geht flexibel raus? Das sind die drei Kategorien, in denen ich denke: Einnahmen, Fixkosten und Flexkosten. Mehr brauchst du nicht. Und wenn du die vernünftig erfasst mit einem einfachen System, dann siehst du einfach, wo dein Geld hingeht. Und das ist das, worum es geht: dass du verstehst, wo dein Geld eigentlich landet.

Und wenn du jetzt auf der anderen Seite anfängst, Lebensmittel, Biolebensmittel, Getränke, Drogerie, Tierfutter, alles getrennt irgendwie zu erfassen und auszuwerten, dann kostet dich das eigentlich nur Zeit und bringt dir in der Regel eigentlich nichts. Es beantwortet keine wirklichen Fragen. Irgendwann stehst du da und merkst, du hörst eigentlich mit deinem Weg auf, weil er viel zu kompliziert ist. Deswegen ist mein Rat da an dich: Habe ein System, wo du diese zentrale Frage ganz klar beantworten kannst: Wo geht eigentlich mein Geld hin? Weil wenn du das weißt und du einen kleinen Überblick darüber hast, dann hast du deine Finanzen in der Regel schon fest im Griff.

Also machen wir es mal konkret. Was heißt das jetzt? Was muss ich wirklich investieren, um meine Finanzen so in den Griff zu bekommen, dass ich einen guten Überblick habe und den ich verliere und natürlich auch Erkenntnisse gewinne? Dann sage ich dir jetzt im kurzen Schnelldurchlauf, was wirklich, wirklich wichtig ist und wie viel Zeit du wirklich brauchst.

Als Allererstes brauchst du einmal so einen Grundaufsatz, wo du dich, ich sage mal, 15 Minuten erst mal hinsetzt. Viel mehr muss es am Anfang gar nicht sein. Vielleicht sind es irgendwie 30 Minuten, vielleicht ist es auch später noch mal zu ergänzen, wenn du sehr, sehr viele Verträge hast, auf die du vielleicht irgendwann erst im Laufe der Zeit stößt. Aber schreib als Allererstes einmal auf: Was kommt rein, und was hast du fix an Ausgaben? Dafür kannst du einmal deinen Kontoauszug checken und, ja, aufschreiben, was du wirklich an festen Ausgaben hast. Das ist schon Schritt eins. Das dauert nicht lange, das kannst du in einer Einmalaktion erledigen, dann hast du die Grundlage schon erreicht. Und wenn du das zum Beispiel mit unserer App machst, dann musst du das nicht jeden Monat neu machen, sondern das wird einfach immer automatisch übernommen. Die nimmt dich dabei auch an die Hand. Das hast du einmal zu investieren.

Und dann auf der anderen Seite die Flexkosten. Das ist das, was so ein bisschen mehr Energie kostet, weil es halt im Alltag passiert. Ja, würde ich behaupten, brauchst du niemals mehr als zwei Minuten am Tag. Wenn du das konsequent machst, gewöhnst du dir einfach an, jede Ausgabe, die du tätigst, schnell aufzuschreiben. Zum Beispiel trägst du in unserer App ein, was du flexibel ausgibst. Du kannst es direkt beim Einkaufen machen, oder du machst es in einer Routine, wenn du abends irgendwie das Ganze gesammelt einträgst. Das sind maximal zwei Minuten am Tag, und das ist der Aufwand, den du brauchst für einen funktionierenden Überblick.

Ich weiß, das klingt fast zu wenig, und viele Menschen glauben mir das erst mal nicht. Aber das ist meine Erfahrung mit dem Thema, und deswegen kann ich es dir sehr, sehr stark ans Herz legen: Versuche Routinen zu finden, die genau so funktionieren, dass du es in relativ kurzer Zeit einfach erledigt hast und dadurch im Prinzip ja deine Finanzen im Blick hast. Und genau das ist für mich der eigentliche Kern, wenn es darum geht, seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen machen das einfach mit einem viel zu großen Aufwand, sehen das Ganze wie so eine Art Frühjahrsputz und räumen von Zeit zu Zeit mit großem Aufwand auf. Und meine Empfehlung für dich ist es, dir da Routinen zu schaffen, die wirklich nur zwei Minuten am Tag dauern, über die du gar nicht mehr nachdenken musst, weil sie so normal sitzen wie Zähneputzen. Und du behältst im Prinzip den Überblick permanent.

Also mein Weg ist es, Ordnung zu halten, statt immer wieder aufräumen zu müssen mit großen Aktionen, in denen du es meistens schwerer hast, überhaupt klare Erkenntnisse zu gewinnen, weil dir dann dort doch wieder irgendwas durchgeht. Und wenn du es schaffst, Ordnung zu halten mit klaren Routinen, dann geht dir meistens auch viel, viel weniger durch, und der Aufwand ist einfach viel geringer. Und deswegen ist mein Impuls, ja: Schaffe Ordnung, halte Ordnung. Einmal mit einem vernünftigen kleinen System, einmal mit einer klaren Struktur, und dann einfach dranbleiben, weil Ordnung halten viel, viel leichter ist, als immer wieder für Ordnung sorgen zu müssen.

Wenn du also gerade ein System hast, das dich anstrengt und was irgendwie nicht die kleinen Erkenntnisse bringt, dann ist es meistens nicht der Wille oder deine Disziplin, die das Problem ist, sondern häufig auch einfach deine Herangehensweise. Wahrscheinlich ist dein System, was du dir da ausdenkst, zu groß. Und das meine ich ehrlich einfach als Entlastung. Du bist nicht damit gescheitert, weil du zu wenig getan hast, sondern du hast vielleicht auch zu viel aufgebaut. Das passiert sehr, sehr vielen Menschen, die das ganze Thema wirklich ernst angehen wollen.

Daher ist mein Impuls an dich: Mach es viel kleiner. Denke nur in diesen drei kleinen Kategorien statt in 30 Kategorien. Richte das Ganze einmal vernünftig ein. Lade unsere App herunter. Die nimmt dich dabei an die Hand, und du brauchst zwei Minuten am Tag und hast deine Finanzen immer fest im Blick. Und wenn du jetzt Lust hast, mit deinen Finanzen durchzustarten, dann empfehle ich dir meinen kostenlosen Crashkurs. Den findest du unter geldverstehen.de/crashkurs. Da zeige ich dir, wie du es schaffst, ganz simpel deine Finanzen in den Griff zu bekommen.

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